Auch Kolumbien will Unternehmen aus den Bereichen Bitcoin, Kryptowährung und Blockchain ins Land holen

Mehrere Länder haben sich inzwischen bereits für Kryptowährungen geöffnet. Am bekanntesten dürfte Malta sein, dem es gelungen ist, Binance für sich zu gewinnen. Binance ist, gemessen am Handelsvolumen, die größte Kryptobörse der Welt.

Jetzt hat sich auch Iván Duque, der Präsident von Kolumbien, in die Reihe der Befürworter eingereiht. Auf einem internationalen Kongress für Informations- und Kommunikationstechnologie kündigte Duque seine Unterstützung an. Weiter lud er alle Kryptowährungsunternehmen in das Land ein. Er beteuerte, dass die neuen Firmen im Land fünf Jahre lang von der Einkommenssteuer befreit würden.

Für die Inanspruchnahme dieser Vorteile müssten die Unternehmen nur nach kolumbianischen Recht gegründet werden. Zudem seien sie verpflichtet, eine gewisse Anzahl von Arbeitsplätzen in dem Land zu schaffen.

Der Reddit-Nutzer „Debl“ schrieb dazu:

„Das ist alles sehr merkwürdig. Ich bin Kolumbianer und ich weiß, dass die kolumbianische Regierung SEHR korrupt und von den USA gekauft ist. Wir werden sehen, was dabei herauskommt und ob er wirklich das tut, was er sagt. Er hat auch Dinge versprochen, bevor er Präsident wurde und hat dann das genaue Gegenteil davon gemacht (etwa hat er Steuern erhöht, obwohl er gesagt hatte, dass er sie senken würde).“

Die Bekanntmachung wurde nicht von allen positiv aufgenommen

 

„Dirty-Dusty“, ein anderer Reddit-Nutzer, merkte an:

„Ich beabsichtige, meine US-Staatsbürgerschaft in den nächsten Jahren zurückzugeben, wenn ich mein Unternehmen hier verkaufe. Ich habe bereits die kolumbianische und honduranische Staatsbürgerschaft. Wenn ich dort keine Steuern auf meine Einkünfte zahlen müsste, wäre Kolumbien meine erste Wahl. Ich bleibe dann dort, bis ich mich entschieden habe, in welchem Land ich mich endgültig niederlassen will.“

Darauf antwortete „Ollice420“:

„Bis sie sauer auf dich sind oder Geld brauchen – dann frieren Sie deine Bankkonten ein und enteignen dein Geld. Ich glaube keiner mittel- oder südamerikanischen Regierung. Hat hier jemand [den Film] «Blow» gesehen?“

Das ist möglicherweise zu kritisch, hatte doch Forbes Kolumbien Ende 2017 in seiner Liste der besten Länder für Unternehmen immerhin auf den 61. Rang platziert. Damit lag Kolumbien vor Indien und China. Auch floriert die Wirtschaft Kolumbiens, während die Politik marktwirtschaftliche Prinzipien umsetzt.

Vor einiger Zeit hatten sich zudem private und öffentliche Unternehmen des Landes zu einer Blockchain Gemeinschaft zusammengeschlossen. Gemeinsam wollen sie die Kryptowährungen und die Blockchain Technologie fördern. Zugleich will man der Regierung helfen, Entscheidungen im Hinblick auf die Regulierung zu treffen.

Zu dem Thema Kryptowährungen und Blockchain hatte sich auch der kolumbianische Senator Navarro Wolff geäußert. Anlässlich einer Debatte im Senat erklärte er, dass die Technologie das Leben der Kolumbianer verbessern könne. Man müsse sie nur in den wirtschaftlichen, politischen und administrativen Sektor einführen.

Quellen: APAC Newswire, Forbes, Portafolio (in spanischer Sprache), Pixabay

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