Bietet Goldman Sachs bald Produkte auf Bitcoin Basis an?

Einer Quelle von „The Block“ zufolge soll die Investmentbank Goldman Sachs einige ihrer Kunden eingeladen haben, sich für zukünftige Kryptoprodukte vorzumerken.

Die New Yorker Investmentbank hatte bereits im Mai angekündigt, zukünftig sogenannte „Non-deliverable Forwards“ (NDFs) anzubieten. Dabei handelt es sich um echte, wenngleich nicht lieferbare, Terminkontrakte, bei denen am Fälligkeitstag eine Ausgleichszahlung zu leisten ist. Die Besonderheit der von Goldman Sachs geplanten NDFs besteht darin, dass die Ausgleichszahlung in Bitcoin zu leisten ist. Damit könnten US-Investoren Bitcoin über die Kontrakte selbst dann handeln, wenn die US-Regierung Kryptobörsen verbieten sollte.

 

Details stehen noch nicht fest

Nach Angaben von „The Block“ widersprach die Quelle jedoch früheren Angaben einer anderen Veröffentlichung. Seinerzeit hieß es, Goldman Sachs wolle ähnliche Art von NDF-Kontrakten auf Basis von Ethereum herausgeben. Zusätzlich gab es eine Ankündigung der Chicagoer Optionsbörse CBOE, dass man Anfang des Jahres von Ethereum gedeckte Futures-Kontrakte anbieten werde. Bisher ist ein solches Produkt jedoch noch nicht erschienen.

Den Angaben zufolge prüft Goldman Sachs, ob der Markt Krypto-NDF-Kontrakte wünscht. Dazu wendet sich die Bank an ihre Kunden, unter anderem hochrangige Banker und institutionelle Trader. So will man klären, wie ein Bitcoin NDF auf den Markt gebracht werden kann. Die Quelle soll gegenüber „The Block“ erklärt haben, dass die Kunden von Goldman Sachs nicht unbedingt nach einem Bitcoin NDF gesucht hätten. Das bedeute jedoch nicht, dass sie sich nicht für den Markt interessierten, hieß es.

 

Bitcoin Derivate in den USA

Die regulierten US-Tradingplattformen, unter anderem die CBOE und die CME Group, bieten bereits Futures-Derivate auf Kryptobasis an. Beide Optionsbörsen haben schon ihr Interesse an Krypto-Futures bekundet. Beobachter gehen deshalb davon aus, dass beide ihr Angebot langfristig ausbauen. Insbesondere die CBOE hat erklärt, dass man zur führenden Kraft auf dem Markt für Kryptoderivate werden wolle. Die Mitbewerberin CME wirkt hingegen etwas weniger enthusiastisch.

Es gibt aber auch Entwicklungen außerhalb der CBOE und der CME. Dazu gehört zum Beispiel Bakkt, ein Krypto-Start-up, das vom Eigentümer der New York Stock Exchange (NYSE) geführt wird. Bakkt hat angekündigt, am 12. Dezember dieses Jahres sein erstes Bitcoin Derivatprodukt anzubieten. Dabei stellt das Unternehmen sicher, dass die Trader bei dem Produkt die Ausgleichszahlungen physisch leisten können. Das bedeutet, dass am Fälligkeitstag wirklich Bitcoin zwischen den beteiligten Parteien fließen.

Eine weitere Plattform für Kryptoderivate ist LedgerX. Dort will man ein Futures Kontrakte anbieten, die von Ethereum gedeckt sind. Bisher wartet das Unternehmen jedoch noch auf eine Genehmigung. Diese soll die US-Regulierungsbehörde Commodity Futures Trading Commission (CFTC) erteilen.

Quellen: The Block 1, ICE Futures U.S., The Block 2, Pixabay

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