Bitcoin Börse Bitfinex will 850 Millionen USD einklagen

Bitfinex hat bei einem US-amerikanischen Gericht die Vorladung eines ehemaligen Bankdirektors eines Treuhandunternehmens beantragt. Die Krypto Börse hofft, dass diese Maßnahme helfen wird eingefrorene Gelder wieder freizulegen. Insgesamt geht es um die astronomische Summe von über 850 Millionen US-Dollar.

Die Bitcoin Börse reichte am 18. Oktober einen entsprechenden Antrag bei einem kalifornischen Gericht ein. Mittels dieses Antrags soll eine Zeugenaussage ermöglicht werden. Rondell „Rhon“ Clyde Monroe soll als Zeuge vernommen werden. Dies ist der ehemalige Vizepräsidenten von TCA Bancorp. Zudem soll auch eine Kopie von Monroe’s Kommunikation mit Mitarbeitern von Crypto Capital erlangt werden.

Bitfinex behauptet in ihrem Antrag, Crypto Capital habe „ein oder mehrere Konten bei TCA Bancorp verwendet, um den Transfer von Geld zu ermöglichen welches Bitfinex gehört“. Die Kryptobörse ist der Ansicht, dass Monroe über die entsprechenden Informationen und Dokumente verfügt. Diese sollten für die Ansprüche auf über 850 Millionen US-Dollar von entscheidender Bedeutung sein.

Neuer Antrag von Bitfinex erfolgt im Rahmen der laufenden Ermittlungen

Der neue Antrag von Bitfinex erfolgt im Rahmen eines laufenden Verfahrens. In diesem wird versucht 880 Millionen US-Dollar von den Mitteln des Zahlungsdienstleisters Crypto Capital zurückzuerhalten. Diese Mittel wurden angeblich von mehreren Regierungsbehörden eingefroren.

In der Zwischenzeit hat die New Yorker Staatsanwaltschaft ebenfalls eine Untersuchung gegen Bitfinex eingeleitet. Die Bitcoin Börse hat angeblich ein Darlehen der Schwestergesellschaft Tether zur Deckung der eingefrorenen Gelder verwendet. Dies wurde angeblich getan ohne es den Kunden mitzuteilen.

Bitfinex teilte im Antrag mit, dass ihre Beziehung zu Crypto Capital im Allgemeinen gut funktioniert habe. Bis im April letzten Jahres die Nachricht aufkam, dass die polnischen Behörden aufgrund von Geldwäscheuntersuchungen Gelder bei Crypto Capital beschlagnahmt hatten.

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500 Millionen USD sollen von Aufsichtsbehörden festgehalten worden sein

Bitfinex teilte mit, dass Crypto Capital im August 2018 bekannt gab, dass etwa 500 Millionen US-Dollar seiner Mittel in Polen und Portugal von den Aufsichtsbehörden in beiden Ländern „aufgehalten“ würden. Die Bitcoin Börse fügte hinzu, dass Crypto Capital ein von Monroe im Namen von TCA unterzeichnetes Referenzschreiben vorlegte. Dies geschah angeblich nachdem Crypto Capital unter Druck gesetzt worden war, weitere Informationen zu den eingefrorenen Bankkonten bereitzustellen.

In dem Schreiben wurde die Verwahrung von Bitfinex-Mitteln in Höhe von etwas mehr als 300 Millionen US-Dollar bei TCA im Auftrag eines Kunden namens Global Trade Solutions AG (GTS) indiziert. GTS ist geschäftsläufig als „Crypto Capital“ tätig.

Nun beantragt Bitfinex die Zeugenaussage von Monroe sowie die Dokumentation seiner Kommunikation mit Ozzie Yosef. Letzterer ist einer der Topmanager von Crypto Capital. Zudem soll Josefs Schwester Ravid Yosef vernommen werden. Ausserdem wurden Aussagen von Reginald Dennis Fowler (Alleingesellschafter von GTS) sowie Fowlers Sohn Trent Dennis Fowler beantragt. Dieser soll als Inhaber mindestens eines Kontos registriert sein, über das Crypto Capital Einzahlungen von Bitfinex-Kunden entgegennimmt.

Insbesondere Reginald Fowler und Ravid Yosef wurden vom US-Justizministerium wegen mutmaßlichern Bankbetrugs indiziert. Der mutmaßliche Betrug soll in Verbindung mit einem System zur Einzahlung von Geldern an Kryptobörsen stehen.

Den vollständigen Antrag finden Sie hier.

Einmal mehr gerät Bitfinex damit nicht aus den Schlagzeilen. Insbesondere das Schwesterunternehmen Tether war mehrmals in der Vergangenheit Gegenstand von Kontroversen und Ermittlungen. Zuletzt ging es um den Vorwurd von massiven Marktmanipulationen.

Textnachweis: Coindesk, Bildquelle: Pixabay

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