Bitcoin Börsen halten noch immer 92% der Investorengelder, trotz Hacks und krimineller Aktivitäten

Speziell professionelle Anleger denken immer noch, dass es die beste Option für ihre großen Portfolios ist ihre Gelder auf Bitcoin Börsen zu lassen. Dies trotz anhaltender Berichte über Kryptobörsen die Betrügereien und Hacks zum Opfer fallen.

Bitcoin Börsen sind nach wie vor die beliebteste Wahl für institutionelle Anleger, wenn es darum geht, ihre Gelder zu lagern. Obwohl diese diverse Risiken bergen. Dies besagt eine neue Studie der Kryptobörse Binance.

Binance Research ist der Forschungszweig der Kryptobörse. Dieser fand heraus, dass 92,1% der Befragten Gelder an Kryptobörsen hielten, 32,9% in kalten Wallets, 18,4% in heißen Wallets und 2,6% in Custody Services.

Binance Research befragte 76 Unternehmen, Fonds und Institutionen, die alle über 100.000 US-Dollar für Krypto-Assets bereitgestellt hatten. Einige Befragte hatten mehr als 25 Millionen Dollar in Kryptowährungen investiert.

Als allgemeiner Rat wird empfohlen Kryptowährungen nicht auf Kryptobörsen zu belassen, sondern ins eigene Wallet zu senden

Die hohe Zahl überrascht viele Marktteilnehmer. Immer wieder wird empfohlen, nach Möglichkeit Gelder von Kryptobörsen abzuziehen. Diese Sorge teilten 48,3% der Befragten. Sie machen sich Sorgen um plattformspezifische Ausfälle wie Hacks.

Kadan Stadelmann ist CTO von Komodo. Er sagte einer Publikation diese Woche, dass „das größte Problem des zentralisierten Börsenmodells in dem immensen Vertrauen liegt, das Sie als Benutzer akzeptieren müssen“. Eine inkompetente Börse, so Stadelmann, könne mit Geldern, Sicherheit und Infrastruktur falsch umgehen.

Man muss nicht weit suchen, um Beweise für Stadelmanns Argument zu finden: In diesem Monat brach die kanadische Kryptobörse Einstein Exchange zusammen, trotz angeblicher 12 Millionen Dollar an Kundengeldern. Und der russische FSB ist mit dem Verlust von 450 Millionen Dollar an Kundengeldern für die inzwischen nicht mehr existierende WEX-Kryptobörse verbunden. Rund 40 Millionen Dollar wurden im Mai 2019 von Binance selbst gestohlen.

Was macht den Anlegern Angst?

Der Bericht ergab, dass die Anleger nicht davon abgehalten wurden, die Stablecoin Tether zu verwenden. Obwohl über 43,3% die laufenden rechtlichen Probleme der Coin unter den fünf größten Risiken für die Welt der Kryptowährungen anführten. Rund 40 Prozent der Anleger gaben Tether als ihre bevorzugte Stablecoin an. Der Bericht von Binance besagt, dass dies der Liquidität und der beträchtlichen Marktkapitalisierung der Coin zu verdanken ist. Dies hat die Coin bei Anlegern so beliebt gemacht.

Bei der Facebook-geführten Libra oder den digitalen Währungen von Zentralbanken wie dem chinesischen CBDC schienen sich institutionelle Investoren nicht allzu sehr zu sorgen. Nur 5 Prozent der Befragten sehen Libra oder etwaige digitale Währungen der Zentralbanken als große Bedrohung. Tatsächlich nannten 19,7 Prozent der Befragten solche Coins als einen der größten Wachstumstreiber.

Eine solche Haltung steht im krassen Gegensatz zu den Positionen der obersten Regulierungsbehörden und Regierungsbeamten. Ein Bericht der G7-Staaten vom vergangenen Monat warnte davor, dass Stablecoin-Netzwerke wie Libra eine ernsthafte Bedrohung für die Autorität der Zentralbanken darstellen, die Geldpolitik zu bestimmen.

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Textnachweis: Decrypt Bild: Pixabay

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