Bitcoin Crash: Frühe Investoren stoßen ihre Bitcoin Bestände ab

Der von manchen als „Blutbad“ bezeichnete Kursverfall an den Kryptobörsen hat sich weiter fortgesetzt. Dazu hat sich jetzt auch Michael Moro, der CEO des Unternehmens Genesis Global Trading, geäußert. In einem Telefoninterview mit der Website „The Block“ erklärte Moro, dass relativ frühe Großinvestoren erstmals damit begonnen hätten, ihre Bitcoin Bestände abzustoßen. Angesammelt hatten sie diese, als Bitcoin noch bei etwa 1.000 USD stand.

Moro sagte:

„Wir sehen, dass Leute, die Anfang 2017 gekauft haben, jetzt zum ersten Mal verkaufen.“

Als Grund dafür nannte Moro, dass diese Investoren beim jetzigen Kurs nahe an ihre Kostenbasis kämen.Die Kleinanleger, die Ende 2017 gekauft hatten, hätten bereits zu Anfang des Jahres abgestoßen, ergänzte Moro.

 

Bitcoin bei unter 4.200 USD

Bitcoin hat inzwischen zum zweiten Mal in dieser Woche einen neuen Tiefpunkt erreicht. Dabei fiel es an den Kryptobörsen Coinbase und Kraken auf unter 4.200 USD pro Coin. Der Kurs an den Kryptobörsen, die nur Krypto-zu-Krypto-Paare anbieten, unterschritt die Marke von 4.400 USD jedoch nicht. Der Grund dafür dürfte in der Paarung von Tether und Bitcoin zu finden sein.

Der Investor und Kommentator „The Crypto Dog” twitterte zum Kurssturz:

„Im Hinblick auf das Volumen sind wir nach wie vor weit vom Boden entfernt. Bisher war dieser Abverkauf relativ schwach (gemessen am Volumen).“

 

Düstere Zeiten für Bitcoin?

In Anbetracht der schwachen Marktlage und des starken Falls des Bitcoin Kurses ist zu vermuten, dass die Investoren weiter abstoßen. Das gilt offenbar selbst für Anleger, die Bitcoin gekauft haben, als es noch zwischen 1.000 USD und 2.000 USD stand. Es könnte sein, dass diese Investoren erhebliche Teile der von ihnen gehaltenen Bitcoin verkaufen, und zwar aus Furcht davor, dass die Kryptowährung große Supportlevel durchbrechen könnte. Das würde den Kurs natürlich weiter drücken.

Investoren, die schon Anfang 2017 investiert haben, sind mit ihrer Anlage nach wie vor 50 bis 100 Prozent im Plus. Dennoch ist auch zu bedenken, dass der Kryptomarkt seit dem Jahr 2014 keine Korrektur dieses Ausmaßes erlebt hat. Seinerzeit fiel der Kurs von Bitcoin um mehr als 85 Prozent.

Gegenüber seinem Allzeithoch von 19.500 USD ist Bitcoin von einem Kursverfall um 85 Prozent noch deutlich entfernt. Um einen Abschwung von 85 Prozent zu erleben, müsste Bitcoin auf 2.950 USD pro Coin fallen. Dazu wiederum müsste der König der Kryptowährungen gegenüber seinem jetzigen Tiefstand von 4.400 USD um weitere 32 Prozent sinken.

Die nächste mittelfristige Erholung für Bitcoin und die anderen großen Kryptowährungen benötigt eine neue Schar von Investoren. Wenn diese Investoren einsteigen, etwa die institutionellen Anleger, könnte sich eine monatelange Konsolidierungsphase anschließen.

Quellen: The Block, Twitter, Pixabay

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