Bitcoin im Wert von mehr als 8,5 Millionen USD beschlagnahmt von israelischer Polizei

In Israel wurde eine große Aktion zur Bekämpfung der Geldwäsche durchgeführt. Die Leitung hatte die Cyberkriminalitätsabteilung der Staatsanwaltschaft. Die jetzt bekannt gewordene Anklageschrift beschuldigt einen gewissen Hilmi Git. Dieser soll mehr als 20.000 betrügerische Transaktionen mit israelischen Kreditkarten vorgenommen haben. Die aus den Taten erlangten Gelder soll er mit Bitcoin gewaschen haben.

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Israelische Polizei beschlagnahmt 1.071 Bitcoin

Hilmi Git soll Einwohner von Hebron sein. Ihm werden verschiedene Straftaten, unter anderem im Zusammenhang mit Kreditkarten, vorgeworfen. Die aus den Straftaten stammenden Mittel soll Git dann über Bitcoin gewaschen haben. So soll er im Laufe der Zeit 1.071 Bitcoin angesammelt haben. Der von Git verursachte Gesamtschaden soll bei über 8,5 Millionen USD liegen.

 

Das Netz des Verbrechens

Nach Angaben in der Anklageschrift soll Git ein Netzwerk aus Foren und Webseiten betrieben haben. Darin bot er Anleitungen für eine ganze Reihe von Computerstraftaten an. Eines der Foren befasste sich mit Kreditkartenbetrug. Der Zugang zum Forum war kostenlos. Zugleich wurde aber auch gegen Bezahlung eine „VIP-Mitgliedschaft“ angeboten. Die „VIP“-Mitglieder erhielten dann „frische“ Kreditkartendaten.

Weiter soll sich Git auch dem betrügerischen Verkauf von Mobiltelefonen gewidmet haben. Dies soll oft zulasten der Mitglieder seines eigenen Forums geschehen sein. Zur Ausführung der Tat bot Git zunächst Mobiltelefone zu deutlich erniedrigten Preisen an. Nachdem die Käufer dann die Bezahlung veranlasst hatten, lieferte Git die Mobiltelefone nie aus. Vielmehr sperrte er den Zugang der Käufer zum Forum. Zugleich schrieb er sich selbst im Namen der Käufer falsche Beurteilungen. Darin lobte er die „Transaktionen“ und dankte für die günstigen Telefone.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft verlangte Git, dass alle Zahlungen in Bitcoin erfolgen sollten. So habe er zwischen 2008 und 2018 mehr als 1.071 Bitcoin in seinen Besitz gebracht.

Die Staatsanwaltschaft beschlagnahmte das Wallet des Beschuldigten. Die Mittel darin werden eingezogen, falls Git verurteilt werden sollte.

Die Staatsanwaltschaft hat zudem eine Verlängerung der Untersuchungshaft beantragt. Sie sieht im Fall von Git Fluchtgefahr. Zudem bestehe das Risiko, dass Git das Internet für weitere Straftaten nutze, so die Staatsanwaltschaft.

Dafür spricht auch eine Aussage von Git selbst. So soll er gesagt haben:

„Wir sind Diebe. Wo immer Geld zu holen ist, wir schnappen es uns. Ganz egal, ob aus Israel, den USA oder vom Mond. Wir kommen immer ran und nutzen die Möglichkeiten“.

Quellen: Calcalist, CCN, Bild: Pixabay

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