Bitcoin in Davos 2020: 4 Entwicklungen die für Kryptowährungen wichtig sind

Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos letzte Woche sind neben Bitcoin die staatlich kontrollierten digitalen Währungen ein heißes Thema. Zudem gibt es große News von der Bitcoin Börse Huobi.

Beim Weltwirtschaftsforum in der Schweizer Stadt Davos treffen sich einmal im Jahr die globalen Eliten aus Wirtschaft und Politik. Dort erörtern sie, wie sie wichtige Angelegenheiten in der Welt managen können. Bei der diesjährigen Ausgabe des Weltwirtschaftsforum gab es eine Reihe von Bitcoin und Blockchainkonferenzen und Panels.

Was waren also die großen Neuigkeiten für Bitcoin und Kryptowährungen in Davos?

Ein gemeinsamer Rahmen für digitale Währungen der Zentralbanken

Das Weltwirtschaftsforum hat ein Toolkit für digitale Währungen der Zentralbanken (CBDCs) herausgegeben. Mit anderen Worten sind das staatlich kontrollierte Kryptowährungen.

Das „CBDC Policy-Maker-Toolkit“ wurde mit dem Input von über einem Dutzend Zentralbanken sowie einer Vielzahl von Finanzinstitutionen, Akademikern und anderen internationalen Organisationen erstellt. Sowohl die Bank of Thailand als auch die Zentralbank von Bahrain verwenden das Kit bereits, so die Erklärung des WEF. Kürzlich gab die Bank von Thailand bekannt, dass sie die Versuche mit Hongkong für einen Prototyp abgeschlossen hat.

Das Kit umfasst Arbeitsblätter, Informationsleitfäden und Analysen.

„Es ist das erste seiner Art, das eine prägnante Zusammenfassung der Schlüsselfragen für politische Entscheidungsträger bietet“, sagte Ashley Lannquist, Projektleiterin beim Weltwirtschaftsforum.

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Das Kit ist eine Reaktion auf das Interesse der Zentralbanken an selbstentwickelten digitalen Währungen. Einige existieren bereits, wie die digitale Währung des Senegals, der CFA-Franc oder der venezolanische Petro. Große Währungen sind ebenfalls am Horizont, wie Chinas digitaler Yuan. Private Initiativen, wie die von Facebook geführten Libra-Vereinigung, JP Morgans JPM Coin oder die immens populäre Stablecoin Tether, haben wohl die Maßnahmen der Zentralbanken provoziert.

Huobi kündigte eine Krypto-Brokerage-Plattform an

An anderer Stelle in Davos kündigte die in Singapur ansässige Kryptobörse Huobi eine neue Krypto-Brokerage-Plattform an. Diese soll traditionelle institutionelle Anleger in Kryptowährungen einbeziehen. Huobi bietet nun institutionellen Kunden die Möglichkeit, ohne Transaktionsgebühren zu handeln. Die Börse wird die „Smart Order Routing“-Strategie nutzen. Das heißt sie wird sich mit anderen Börsen und OTC-Desks verbinden, um ihnen die günstigsten Kurse anzubieten.

„Institutionelle Investoren und HNWI werden im Jahr 2020 und darüber hinaus den größten Beitrag zum Wachstum der Kryptowirtschaft leisten. Aber Barrieren wie geringe Liquidität und ein Mangel an Produkten zur Vermögensaufwertung halten die breite Akzeptanz auf“ sagte Ciara Sun in einer Erklärung. Sie ist Vizepräsidentin für globale Geschäfte der Huobi Group.

Weitere Einzelheiten zu Bakkt’s neuer App für Verbraucher.

Bakkt ist die von der Interkontinentalbörse betriebene Börse für Terminkontrakte  auf Bitcoin. Das Unternehmen bringt nun eine App für Verbraucher heraus. In seiner Rede auf der Veranstaltung sagte Bakkt-Präsident Adam White, dass die App digitale Vermögenswerte unterstützen wird. Sie wird neben Kryptowährungen auch Dinge wie Treuekartenpunkte umfassen. Er sagte, dass sie eher wie ein normales Fintech-Produkt (z.B. PayPal) aussehen wird, als ein Krypto- Produkt wie Binance und Coinbase.

Ray Dalio sprach negativ über Bitcoin und bevorzugt Libra

Der beste Klatsch aus Davos kam jedoch von dem Milliardär und CEO von Bridgewater, Ray Dalio. Er sagte, dass Bitcoin viel zu volatil sei um darin zu investieren, und dass jeder stattdessen ein bisschen Gold halten sollte. „Es gibt zwei Verwendungszwecke von Geld: ein Tauschmittel und ein Wertspeicher. Bitcoin ist heute in keinem dieser beiden Fälle wirksam“, sagte er gegenüber CNBC in einem Interview in Davos.

Dalio sagte auch, dass „Bargeld Müll ist“.

Er prognostiziert: „Es ist sehr wahrscheinlich, dass Sie in der nächsten [Präsidentschafts-]Amtszeit einen Abschwung sehen werden. Es gibt dann keine effektive Geldpolitik. Es wird Leute geben, die sich gegenseitig an die Kehle gehen. Darüber bin ich besorgt.“

Dalio ist eher ein Libra-Mann. Er findet die Idee einer an einen Korb von Stablecoins orientierten Währung besser als Bitcoin. Währenddessen hat der Präsident der Schweiz, des Landes in dem die Libra-Vereinigung ihren Sitz hat, dieses Projekt jedoch als gescheitert bezeichnet.

Bild: Pixabay

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