Bitcoin Kurs weiter im Aufwind nach US-Gesetzentwurf für Stablecoins

Im US-Kongress wurde am Mittwoch ein Gesetz zur Regulierung von Stablecoins vorgeschlagen. Demnach müssten Herausgeber von Stablecoins eine Banklizenz haben. Der Bitcoin Kurs zog daraufhin merklich an.

Am Mittwoch haben die Abgeordneten Rashida Tlaib, Jesús García und Stephen Lynch im US-Kongress den Erlass eines neuen Kryptogesetzes vorgeschlagen. Der Vorschlag trägt den Titel „Stablecoin Tethering and Bank Licensing Enforcement (STABLE) Act“. Als Gesetz würde er den Herausgebern von Stablecoins große Anforderungen auferlegen, unter anderem den Erwerb einer von der US-Zentralbank genehmigten Banklizenz.

Der Kongress ist das Gesetzgebungsorgan der Vereinigten Staaten und gliedert sich in den Senat und das Repräsentantenhaus. Um Gesetz zu werden, müssten die Ausschüsse des Repräsentantenhauses und des Senats zustimmen. Das gilt in diesem Fall als unwahrscheinlich, da nur wenige der Gesetzesvorschläge in den USA es tatsächlich bis zur Gesetzesreife schaffen.

Das Gesetz wäre eine hohe Hürde

Falls man den Vorschlag umsetzt, dürfte das erhebliche Schwierigkeiten für viele Anbieter von Stablecoins bedeuten. Der Erwerb einer Banklizenz in den USA ist schwierig und aufwendig. Durch das Lizenzverfahren sollen die Verbraucher vor unseriösen Anbietern geschützt werden.

Belegt wird die Schwierigkeit dadurch, dass in den USA von 2013 bis 2018 nur 52 Anträge auf Erteilung einer solchen Lizenz eingereicht wurden. Im Laufe des Verfahrens wurden zudem viele der Anträge zurückgezogen, vermutlich, nachdem den Antragstellern klar wurde, dass sie keinen Erfolg haben würden.

Von einem solchen Gesetz betroffen wären unter anderem Tether (USDT), USD Coin (USDC) und TrueUSD (TUSD). Aber auch die angekündigte Facebook-Kryptowährung „Diem“ (DIEM), die zuvor „Libra“ heißen sollte, fiele unter die Vorschriften.

Wie reagiert der Bitcoin Kurs?

Nach der Ankündigung des Gesetzesvorschlages stieg der Bitcoin Kurs merklich an.

Natürlich ist nicht vollkommen klar, ob dies mit der Ankündigung zusammenhängt oder der allgemein hoffnungsfrohen Stimmung am Kryptomarkt. So hatte kürzlich VISA angekündigt, die Stablecoin USD Coin integrieren zu wollen. Von PayPal ist schöner länger bekannt, dass das Unternehmen Bitcoin aufkauft, um sie im eigenen Ökosystem zu verwenden.

Ebenfalls beachtlich ist, dass Larry Fink, der CEO von BlackRock sich kürzlich positiv zu Bitcoin geäußert hatte. BlackRock ist der größte Vermögensverwalter der Welt und verwaltet Gelder in Höhe von 7 Billionen US-Dollar. Wenn man bedenkt, dass das gesamte geschürfte Gold der Welt aktuell etwa einen Wert von „nur“ 6,6 Billionen US-Dollar hätte, wird klar, welche Bedeutung BlackRock hat. Das gilt insbesondere dann, wenn man sich dort dazu entschließen würde, in Krypto zu investieren.


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Bild: Pixabay

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