Bitcoin: Radikaler Verbesserungsvorschlag BIP 174 ist in Arbeit, offline Transaktionen eventuell bald möglich

Inzwischen hat die Bitcoin Community den Verbesserungsvorschlag „BIP 174“ erhalten. Wenn dieser Vorschlag angenommen würde, könnte die Blockchain zukünftig die berühmten „teilweise signierten Bitcoin Transaktionen“ (PSBT) unterstützen. Die Nutzer könnten dann Offlinetransaktionen durchführen. Das geschähe über ein Protokoll, dass ihnen erlauben würde, Standardformate für die Signierung von Transaktionen festzulegen, ohne sie sofort in das Netzwerk hochladen zu müssen.

Technische Umsetzung befindet sich in der Entwicklung

Die technische Umsetzung befindet sich immer noch in der Entwicklung. Dennoch hat bereits eine große Anzahl von Programmierern aktiv daran gearbeitet und die Entwicklungen getestet.

Den Vorschlag selbst hatte vor einigen Tagen Andrew Chow, ein aktiver Entwickler aus der Community, gemacht. Seitdem hat der Vorschlag viel Rückhalt in der Bitcoin Community gefunden. Einer der Entwickler, die die Initiative unterstützen, ist Pieter Wuille, der auch als Mitbegründer von Blockstream und für seine Mitarbeit an „Segregated Witness“ bekannt ist.

Die Implementierung dieser Lösungen hat es möglich gemacht, die Bitcoin Blockchain in einigen wesentlichen Aspekten zu verbessern. Initiativen wie Segregated Witness waren zentral für die Skalierbarkeit. Andere, wie das Lightning Network oder auch der jetzige Vorschlag BIP 174, versprechen hingegen erhebliche Fortschritte im Hinblick auf die Massentauglichkeit.

Die Zustimmung aus der Community zeigt beispielhaft ein Tweet von Alex Bosworth. Er twitterte:

„Tolle Funktion zum Einfügen in den [Software-] Kern: BIP 174. Wir treten in eine Ära der großflächigen Nutzung von Coins mit Contracts ein, auf die nicht einfach ein paar Vordrucke passen. Um die Komplexität der Contracts zu erhöhen, brauchen wir Protokolle, die Erlös-Skripte und fortschrittliche Signierungsschritte ausführen können, nicht einfach nur Private Keys.“

Bekannte Entwickler aus der Bitcoin Community arbeiten an BIP 174

Bereits jetzt arbeiten Entwickler daran, BIP 174 zu einem Erfolg zu machen. Ein Beispiel dafür ist Peter Gray, der Gründer von Coinkite. Das Unternehmen Coinkite hat bereits ein Hardware-Wallet mit dem Namen „Coldcard“ entwickelt. Das Wallet unterstützt Transaktionen, die auf dem PSBT-Standard basieren. Angekündigt wurde das Wallet seinerzeit auf Twitter.

Wie es scheint, sieht auch Pieter Wuille mit großer Spannung dem Erfolg des Wallets und des Vorschlages entgegen. So schrieb Wuille:

„Das neue Coldcard-Hardware-Wallet basiert auf PSBT (z. B. BIP 174, wie veröffentlicht). Wir halten es für «PSBT-nativ». Es kann PSBT-Dateien auf MicroSD-Cards und/oder USB signieren. Zudem kann es PSBT-Dateien in vielen einfachen Fällen finalisieren.“

Weiter schrieb Wuille:

„Ich glaube, dass BIP 174, so wie er ist, vernünftige Spezifikationen hat. Diese sollten von jetzt an nur auf vorwärtskompatible Weise geändert werden … aber natürlich bin ich befangen.“

Über den Vorschlag ist noch nicht abgestimmt worden. Es gibt auch keine Angaben dazu, wann er vollkommen funktionsfähig sein könnte. Dennoch scheint die Zukunft für den Vorschlag vielversprechend, so dass er wahrscheinlich implementiert werden wird.

Quellen: GitHub, BitcoinTech Weekly, Coldcard, Pixabay

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