Bitcoin und weitere Kryptowährungen können gegen Finanzkrisen genutzt werden laut Morgan Stanley

Im Bereich der Kryptowährungen werden immer neue Forschungen durchgeführt. Diese führen oft zu interessanten Ergebnissen. Viele Branchen weltweit wenden sich den Kryptowährungen und der ihnen unterliegenden Blockchain Technologie zu.

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Jetzt wurde eine weitere Untersuchung veröffentlicht. Diese gab ein Forscherteam der US-amerikanischen Bank Morgan Stanley heraus. Darin hieß es, dass Bitcoin und Kryptowährungen den Zentralbanken dabei helfen könnten, die Zinsen zu senken. So könnten die Banken die Auswirkungen von zukünftigen Finanzkrisen abmildern.

Die letzte weltweite Finanzkrise ereignete sich von 2007 bis 2008. Die Zentralbanken setzten damals einen geringeren Leitzins fest. So wollten sie Kreditgeber und Konsumenten vor den harten Auswirkungen der Krise schützen. Die Krise war seinerzeit so schwer, dass einige Zentralbanken sogar negative Zinsen festsetzen mussten.

Einsatz in vielen Bereichen möglich

Aus der Untersuchung von Morgan Stanley ging auch hervor, dass Banken Kryptowährungen in vielen Bereichen einsetzen könnten. Ungeachtet dessen legte die Untersuchung nicht nahe, dass Kryptowährungen die Fiatwährungen in den Hintergrund drängen könnten.

Einer der Bereiche, in dem Banken Kryptowährungen nutzen könnten, sei die Geldpolitik, hieß es. Die Untersuchung stellte insoweit fest, dass Kryptowährungen es den Banken ermöglichen würden, im Falle einer Finanzkrise noch höhere Negativzinsen festzusetzen.

„Theoretisch könnte ein zu 100 % digitales Geldsystem noch höhere Negativzinsen ermöglichen. Das entspräche der Strategie bestimmter Zentralbanken“, erklärten die Untersuchungsleiterin Sheena Shah und ihr Team.

Sie ergänzten, dass frei umlaufendes Papier- und Münzgeld die Möglichkeiten der Zentralbanken begrenzten. Die Banken könnten dann nicht völlig frei negative Einlagezinssätze festsetzen. Digitales Bargeld könne dagegen theoretisch mit negativen Einlagezinsen belegt werden, die für alles in einer Wirtschaft umlaufendes Geld gelten würden“, hieß es in dem Bericht.

Über die Jahre ist das Interesse an Kryptowährungen immer weiter gestiegen. Einige Zentralbanken haben jedoch nach wie vor Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Kryptowährungen. Dementsprechend unterstützen sie die Ergebnisse und Anregung dieser Studie von Morgan Stanley nicht.

Insbesondere der Präsident der Deutschen Bundesbank, Jens Weidmann, stellte sich dem entgegen. Seiner Meinung nach würden Kryptowährungen die Auswirkungen einer zukünftigen Finanzkrise nur verschlimmern. Er argumentierte, dass von den Zentralbanken geschaffene Kryptowährungen das Risiko von Finanzkrisen eher erhöhen würden.

Damit bleibt die Frage grundsätzlich offen. Könnten Kryptowährungen die Auswirkungen einer globalen Finanzkrise abmildern oder würden sie eine solche noch verschärfen?

Quellen: Business Insider, CCN, Bild: Pixabay CC0

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