Bitcoin Volumen im Iran steigt stark, während der iranische Rial sich im freien Fall befindet

Die nationale Währung des Iran, der Rial, ist gegen den US-Dollar wieder auf ein Rekordtief gefallen. Dies steht im Lichte der anstehenden Wirtschaftssanktionen der USA. Zugleich hatte man den Zentralbankchef des Landes entlassen, den die Regierung für den Fall des Rial verantwortlich macht.

Vor kurzem noch hatte der iranische Rial leichte Anzeichen einer Erholung nach Jahren der Entwertung gezeigt. Am Montag jedoch ging er in den freien Fall über. Ein US-Dollar war auf dem Schwarzmarkt zeitweise 100.000 Rial wert. Viele Iraner haben nun Angst, dass die Wirtschaft ihres Landes kollabieren könnte. Diese Befürchtung wurde noch dadurch bestärkt, dass die iranischen Behörden Beschränkungen für den Handel mit ausländischen Währungen festlegten. Zudem gehen die Behörden hart gegen Personen vor, die die Beschränkungen zu umgehen versuchen, indem sie Goldmünzen auf dem Schwarzmarkt kaufen.

Iraner wenden sich Bitcoin zu in diesen unsteten Zeiten

In dieser misslichen Lage wenden sich offenbar einige Iraner Bitcoin und anderen Kryptowährungen zu. Im Mai 2018 hatten die USA bereits Sanktionen gegen Teheran verhängt. Seitdem hat der Kryptohandel im Land leicht zugenommen. Dennoch liegt er nach wie vor weit unterhalb des Allzeithochs vom Dezember des letzten Jahres. Vor einiger Zeit gab es Berichte zum Umfang des Handels. Laut dieser Berichte hatten die Iraner bisher über 2,5 Milliarden USD nach außerhalb des Landes geschickt. Damit sollten Bitcoin und andere Kryptowährungen gekauft werden. Dabei ist zu bedenken, dass die Iraner keinen Zugang zum internationalen Bankensystem haben. Der Wechsel kann daher nur über unkonventionelle Wege erfolgen, etwa Devisenhändler oder international Reisende.

 

Nationale Kryptowährung als Lösung?

Der Iran hatte Bitcoin und andere Kryptowährungen im April dieses Jahres verboten. Zugleich hatte die Regierung angekündigt, eine eigene nationale Kryptowährung herausgeben zu wollen. Dazu hatte der iranische Minister für Informations- und Kommunikationstechnologie mitgeteilt, dass es bereits Experimente in dieser Richtung gebe. Kürzlich hatte die iranische Regierung bestätigt, dass sie einen nationalen Verschlüsselungscode geschaffen habe, der die Blockchain Technologie nutze.

Ungeachtet dessen gehen die USA davon aus, dass alle Versuche zur Umgehung der Sanktionen zum Scheitern verurteilt sind. Das liege daran, dass sie auf Personen und Organisationen abzielten, nicht aber auf Assets. Die Regierung Trump hat klargemacht, dass jeder, der Geschäftsbeziehungen mit dem Iran anbahne, ebenfalls mit Sanktionen belegt würde.

Einen ähnlichen Versuch hatte bereits Venezuela unternommen. Dort hatte man eine von Öl und Mineralien gedeckte Kryptowährung, den Petro, eingeführt. Die Ergebnisse waren jedoch nicht überzeugend. So ist der Petro, der zu Beginn für 60 USD verkauft wurde, auf derzeit 16,50 USD abgestürzt. Die Nachfrage auf den weltweiten Märkten ist minimal. Ungeachtet dessen hat der Präsident Venezuelas angekündigt, die Währung des Landes an den Petro binden zu wollen.

Quellen: abcNEWS, Bitcoin.com, Moneycontrol, Pixabay

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