Bitcoin: Weniger als 1% aller Bitcoins für illegale Zwecke verwendet

Kryptowährungen wurde einmal vorgeworfen, „ziemlich direkt zum Tode von Personen zu führen“ (wie Bill Gates es ausdrückte). Kürzlich hat die Foundation for Defense of Democracies eine Untersuchung dazu veröffentlicht. Daraus geht hervor, dass weniger als 1 Prozent aller Bitcoin für illegale Zwecke verwendet wird.

Ein Fall einer Nutzung für Straftaten ist der von Aaron Shamo, eines 28-jährigen Bitcoin-Nutzers. Shamo, der nach der Kryptorallye Ende 2017 zum Millionär geworden war, soll nach Polizeiangaben als Drogendealer tätig gewesen sein. Er soll mit Fentanyl, einem starken Opioid, gehandelt haben, das bereits zu 28 tödlichen Überdosen geführt haben soll. Shamo befindet sich derzeit in Haft und wartet auf seinen Prozess. Er hat auf nicht schuldig plädiert, denn auf ihn wartet eine zwingend lebenslange Freiheitsstrafe, falls er für schuldig befunden wird.

Der angebliche Drogenring soll Bitcoin als Zahlungsmittel verwendet haben. In einer von dem Dealer versendeten E-Mail hieß es: „Wir haben jetzt umgestellt und akzeptieren nur noch Bitcoin als Zahlungsmittel. Sie erhalten daher einen Rabatt von 10 Prozent auf alle Produkte. Ein weiterer Vorteil ist, dass Sie durch die Zahlung per Bitcoin unbegrenzt und so viel bestellen können, wie Sie möchten“.

Die Polizei fand sechs Webseiten, auf denen Fentanyl angeboten wurde. Alle führten Bitcoin als bevorzugte Zahlungsmethode auf. „Es ist anonym und daher das Zahlungsmittel der Wahl für diese Drogenhändler“, sagte der US-Senator Rob Portman aus Ohio. Portman ist der Leiter eines US-Senatsausschusses, der die Angelegenheit untersucht. Der Generalstaatsanwalt Jeff Sessions nannte die Nutzung von Bitcoin im Dark Web ein „großes Problem“.

Die meisten Befürworter von Kryptowährungen sehen nicht Bitcoin als das Problem an. So sagte Perianne Boring, die Präsidentin der Kammer für digitalen Handel: „Bitcoin die Schuld an dieser Krise zu geben ist genauso unsinnig, wie das Internet oder die von den Drogenhändlern benutzten Autos verantwortlich zu machen“.

Das Anonymitätsargument ist ebenfalls fragwürdig. Zum Kaufen von Bitcoin benötigt man echtes Geld und die Kryptobörsen sammeln nun persönliche Daten der Nutzer. Darüber hinaus müssen die Nutzer ihre Bitcoin auch zurück in Fiat-Währungen tauschen, um diese als normale Konsumenten nutzen zu können. Ein Beamter des Justizministeriums erklärte dazu: „Ab einem bestimmten Punkt ist Bitcoin nur so gut wie die Möglichkeit, es auszugeben. Daher achten wir darauf, wo die Währung zurück in das herkömmliche Finanzsystem fließt und ausgegeben wird“.

Die jetzt vorliegende Untersuchung stammt von dem US-amerikanischen Think Tank Foundation for Defense of Democracies. Nach Angaben der Untersuchung wird weniger als 1 Prozent aller Bitcoin für illegale Zwecke verwendet. Zudem geht aus der Untersuchung hervor, dass nahezu die gesamte illegale Aktivität aus Transaktionen im Dark Web besteht.

In der Untersuchung heißt es:

„Eine bessere Sicherung der Privatsphäre ist möglicherweise eine wichtige Voraussetzung für eine Steigerung der legalen Nutzung von Kryptowährungen. Diese muss jedoch mit den Anforderungen der Polizeibehörden abgewogen werden, in bestimmten Fällen Transaktionen nachverfolgen zu können“.

Verbrechen hat es schon lange vor Bitcoin gegeben. Auch in Zukunft werden Kriminelle immer wieder versuchen, neue Technologien für ihre Zwecke zu missbrauchen.

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