Blockchain Capital: „Das harte Durchgreifen der Regierung wird Bitcoin vermutlich nicht beeinflussen“

In vielen Ländern auf der Welt gehen die Regierungen hart gegen den Kryptowährungsmarkt vor. Viele fürchten deshalb, dass der Markt anfangen könnte, darunter zu leiden. Ein Experte ist jedoch anderer Meinung. Er glaubt, dass Bitcoin am wenigsten wahrscheinlich von den strikten Regulierungen durch Regierungen und Regulierungsbehörden beeinträchtigt werden wird. Bitcoin ist die erste Kryptowährung überhaupt und führte zum Aufkommen der Blockchaintechnologie. Sein Whitepaper wurde 2008 unter dem Decknamen „Satoshi Nakamoto“ herausgegeben. Im folgenden Jahr wurde Bitcoin veröffentlicht. In den Jahren danach wurde Bitcoin zur Nummer 1 der weltweiten Kryptowährungen. Das gilt im Hinblick auf den Kurs, die Marktkapitalisierung, die Beliebtheit und das Handelsvolumen – um nur einige zu nennen.

Jetzt äußerste sich Spencer Bogart, einer der Partner von Blockchain Capital, in einem Interview mit CNBC. Er erklärte, dass Bitcoin, verglichen mit anderen Kryptowährungen, am wenigsten einem Wertpapier gleiche. Das weltweit strenge Vorgehen gegen Kryptowährungen habe eine Reihe von Gründen. Einer dieser Gründe sei es, dass Kryptowährungen als Wertpapiere angesehen würden. Einige andere von Regierungen und Regulierungsbehörden angeführte Gründe seien Steuerflucht, Geldwäsche, die Nutzung zum Kauf verbotener Gegenstände und die Terrorfinanzierung.

Nach Meinung Bogarts ist Bitcoin weit davon entfernt, als Wertpapier zu gelten. Daher sei es sehr unwahrscheinlich, dass es von den Maßnahmen beeinträchtigt werde. Erläuternd führte Bogart aus, dass die Definition von tokenisierten Wertpapieren nicht auf Bitcoin passe. Das erkläre sich daraus, dass Bitcoin seinerzeit herausgegeben wurde und Leute begannen, es zu minen. So wuchs der Wert der Coin organisch. Zudem gebe es kein zentrales Gremium, das für das von den Investoren für Bitcoin gezahlte Geld zuständig sei. Miner validierten Bitcointransaktionen, während andere Personen direkt oder indirekt über Instrumente, wie ETFs, mit Bitcoin handelten.

Die Beliebtheit von ICOs hat auch einen beachtlichen Anstieg der Anzahl von Kryptowährungen gebracht. Dies war der Auslöser für die Debatte zur Natur der Kryptowährungen. Die US-Börsenaufsichtsbehörde SEC geht davon aus, dass viele Kryptowährungstokens in Wahrheit Wertpapiere seien. Damit fielen sie unter die Wertpapiergesetze. Seit Juli 2017 hat die SEC sich weiter auf den Kryptowährungsmarkt konzentriert. Das führte dazu, dass viele Unternehmen ihre ICO-Pläne aufgaben, nachdem sie eine Aufforderung der SEC erhalten hatten. Die Debatte ist dabei schwerpunktmäßig auf die Frage gerichtet, ob Kryptowährungen eine Nutzung ermöglichen oder ein Wertpapier sind.

Am 7, März 2018 gab die SEC eine amtliche Stellungnahme ab. Darin hieß es, dass jede Kryptowährung, die als Wertpapier gelte, bei der Behörde anzumelden sei. In den Vereinigten Staaten wird zur Feststellung, ob eine Transaktion eine Wertpapieranlage ist, der sogenannte „Howey-Test“ durchgeführt. Dieser Test ist das Ergebnis einer Anhörung vor dem Obersten Gerichtshof der USA im Jahre 1946. Nach Bogart liegt gemäß dem Test ein Wertpapier vor, wenn Investoren einem allgemeinen Unternehmen Geld in der Erwartung zukünftiger Profite zur Verfügung stellen. Diese zukünftigen Profite müssten zudem hauptsächlich auf den Bemühungen anderer beruhen. Bitcoin erfülle keine dieser Voraussetzungen und werde daher wahrscheinlich den regulatorischen Wirbelwind unbeschadet überstehen.

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