Blockchain der Kryptobörse Binance (BNB) ist eine der wichtigsten Entwicklungen bei den Kryptowährungen

Im April 2018 veröffentlichte die Kryptobörse Binance ihre Binance Chain. Schon am nächsten Tag erreichte das darauf basierende native Token der Kryptobörse, die Binance Coin (BNB), ein Allzeithoch gegen den US-Dollar. Zugleich kündigten verschiedene Projekte eine Migration von Ethereum auf die Binance Chain an.

Es fragt sich daher: Beruht das alles nur auf Hype oder ist die Chain von Binance ein echter Herausforderer für die anderen Smart-Contract-Protokolle?

Changpeng Zhao, der CEO von Binance, hat vor einiger Zeit erklärt, dass die Binance Chain keine Smart Contracts biete. Damit ist die geschlossene Chain derzeit insoweit keine Gefahr für Ethereum. Das bedeutet aber nicht, dass die Binance Chain keine Smart Contracts über andere Plattformen bereitstellen könnte. Man denke nur an Cosmos, die Blockchain, die Blockchain Interoperabilität ermöglichen soll. Zudem ist es möglich, dass Binance seine Chain um Möglichkeiten zur Erstellung von Smart Contracts erweitert. Smart Contracts sind einfach zu wichtig, als dass man sie unbeachtet lassen könnte. Die Stellungnahme von Changpeng Zhao dürfte daher vor allem Public-Relation-Zwecken gedient haben.

Die „Protokollkriege“

Allgemein müssen Protokolle die Entwickler und die Nutzer für sich gewinnen. Das gilt auch für die Binance Chain. Je mehr Entwickler auf der Plattform entwickeln, desto besser. Mehr Projekte bedeuten mehr Kunden und die stärken das Netzwerk. Um das geht es im Kern bei den „Smart-Contract-Protokollkriegen“.

In der Liebe und im Krieg sind aber bekanntlich alle Mittel erlaubt. Es verwundert daher nicht, dass Gerüchte aufkamen, dass die Kryptobörse Binance den Wechsel von Projekten zu seiner Chain „forciert“ haben soll. Ethereum verfolgt demgegenüber einen anderen Weg. Dabei geht es darum, das Ideal der Dezentralisierung zu verwirklichen. Das zeigt schon das Whitepaper des Projektes.

Smart-Contract-Protokolle der zweiten Generation, etwa EOS, liegen zwischen den beiden Positionen von Binance und Ethereum. Sie sind so gestaltet, dass sie die gestalterischen Einschränkungen von Ethereum umgehen. Zugleich opfern sie ein Stück Dezentralisierung zugunsten der Nutzbarkeit. So will man etwa schnellere und günstigere Transaktionen anbieten.

Eine bessere Nutzbarkeit eröffnet mehr Anwendungsmöglichkeiten. Dies zeigt sich etwa im überraschenden Erfolg von Tron. Die Binance Chain hat das klare und große Ziel, den Handel von Kryptowährungen zu ermöglichen. Andere Projekte, etwa Ethereum und EOS, betonen ihren Blockchain Schwerpunkt und müssen nach auf dem Markt gefragten Anwendungsmöglichkeiten suchen. Die Binance Chain muss dies dank ihrer Anbindung an die Kryptobörse Binance nicht. Das bedeutet einen klaren Vorteil für die Binance Chain.

Was ist aber mit Bitcoin? Der König der Kryptowährungen scheint weitgehend unberührt. Das mag daran liegen, dass Bitcoin keine Smart Contracts bietet oder bieten will.

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Fazit

Mit der großen Marktmacht von Binance im Rücken erscheint es unwahrscheinlich, dass der Erfolg der Binance Chain nur auf Hype beruht. Zudem ist es ein kluger Ansatz, zunächst mit einem konkreten Anwendungsfall zu beginnen und dann das Produkt auf diesen zuzuschneiden. Dies hat Binance getan. Damit hat das Projekt einen echten Nutzen und reale Anwender. Diese Stärken machen die Binance Chain zu einem ernstzunehmenden Herausforderer.

Erst vor ein paar Tagen hatten wir vom riesen Erfolg von Binance bei den IEOs berichtet, welche derzeit eine Lizenz zum Gelddrucken sind sofern man eine begehrte Allokation an Token erhalten kann.

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