Bosch erklärt seine Kooperation mit IOTA und neues Sensorgerät

Das Unternehmen Bosch engagiert sich bereits seit Längerem bei IOTA. Dies erfolgt über die Bosch Connected Devices and Solutions GmbH. In einem jüngst erschienen Blogeintrag erklärt die GmbH das neue „Bosch XDK“ (Cross Domain Development Kit), sowie dessen Schnittstellen zu IOTA.

Zentraler Knotenpunkt ist dabei der IOTA Data Marketplace. Dabei handelt es sich um einen dezentralisierten Datenmarktplatz der IOTA Foundation. Das Ziel des Marktplatzes ist es, jedem Marktteilnehmer den Kauf von bestimmten Daten zu ermöglichen. Damit will man erreichen, dass die Daten allen zugänglich sind und nicht nur einigen wenigen vorbehalten bleiben.

Wie aber werden diese Daten gesammelt? Hier kommt das Bosch XDK ins Spiel. Herzstück des Kits ist ein universelles, programmierbares Sensorgerät, das über eine Vielzahl von Sensoren verschiedene Umgebungsdaten messen kann. Dazu gehört zum Beispiel die Luftfeuchtigkeit, die Geräusch- und Lichtmenge sowie die Beschleunigung. Das Gerät kann diese Daten jedoch nicht nur sammeln, sondern sie auch in Echtzeit auf den Datenmarktplatz von IOTA hochladen und dort verkaufen. Ausgelegt ist Bosch XDK für jeden erdenklichen Anwendungsfall im Internet der Dinge. Dazu vereint das Bosch XDK, so Bosch in seinem Blogeintrag, in sich „modernste MEMS-Sensorik, WiFi, BLE, SD und gebrauchsfertige Softwarepakete“. Entwickelt wurde das Bosch XDK so, dass es Personen mit unterschiedlichen Vorkenntnissen nutzen können. Das Informationsmaterial ist sogar kostenlos. So will man einer großen Anzahl von Personen die Möglichkeit geben, eigene Projekte für das Internet der Dinge zu entwickeln.

 

IOTA Marktplatz wurde erstmals vergangenes Jahr vorgestellt

Der IOTA-Marktplatz, an den XDK die gesammelten Daten schickt, wurde als Pilotprojekt erstmals im November 2017 vorgestellt. Seitdem scheint es, als würde er sich zu einer der wichtigsten Anwendungen von IOTA entwickeln. Die IOTA Foundation sieht die dort angebotenen Daten, die mehr als 75 Milliarden Geräte sammeln sollen, als „Treibstoff der Zukunft“ an. Interessant dürfte in diesem Zusammenhang auch die Vergütung sein, die nach dem Empfinden den Datenerzeugern, also den Anbietern, zukommen sollte. Im Rahmen der bisherigen Tests, etwa mit einer Wetterstation in Tel Aviv in Israel, war das auch der Fall.

Bosch scheint diese positive Einschätzung der IOTA Foundation zu teilen und rechnet mit 20 Milliarden verbundenen Geräten bis zum Jahr 2020. Das Unternehmen erklärte, dass man IOTAs Vision eines offenen und dezentralisierten Datenpools, der jeder zahlenden Partei offenstehe, schätze. Dazu schreibt das Unternehmen:

„Derzeit sind diese Daten meist in der Kontrolle von wenigen Einheiten und für die breite Masse nicht verfügbar. Aus diesem Grund können neue Anwendungsfälle oder Geschäftsfelder nicht von jedermann entwickelt werden. In einer Zeit, in der Daten immer wichtiger werden, stellt IOTA mit ihrem Data Marketplace ein Gegenstück zum Status Quo dar.“

Quellen: Springer Professional, Medium, Bosch Presse, Pixabay

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