Chaos bei Bitcoin, Ethereum, Ripple & Co. 50 Milliarden in einer Woche verloren, 10 Milliarden zurückgewonnen heute

Der August ist weiterhin ein harter Monat für die Kryptomärkte. Allein in fünf Tagen haben die Märkte Milliarden von US-Dollar an Volumen verloren. Das geschah ungeachtet einer Reihe von positiven Signalen aus der Kryptobranche.

 

Mehr als 50 Milliarden USD eingebüßt

Zwischen Dienstag, dem 7. August und Montag, dem 13. August haben die Kryptomärkte etwa 50 Milliarden USD verloren auf knapp über 190 Milliarden USD. Allein während des Wochenendes brachen die Kurse vieler Kryptowährungen erheblich ein. Das Marktvolumen nahm in dieser Zeit 8 Milliarden USD ab. Gestern Nacht jedoch ging es wieder auf über 200 Milliarden USD hoch. Bei Redaktionsschluss betrug die Gesamtmarktkapitalisierung 203 Milliarden USD.

Ein Grund dafür könnte die Zurückhaltung der US-Börsenaufsichtsbehörde SEC sein. Diese hat nach wie vor keinen der Anträge auf Zulassung von börsengehandelten Fonds (ETFs) auf Bitcoin Basis genehmigt. Zudem hat die SEC den Antrag der Winklevoss-Zwillinge ausdrücklich abgelehnt. Darüber hinaus wurde die Entscheidung über den Antrag von VanEck/SolidX verschoben. Das alles hat offenbar einen Großteil der positiven Stimmung, die noch im Juli herrschte, zunichtegemacht.

Im vergangenen Monat hatte Bitcoin die Marke von 8.400 USD überschritten. Grund dafür war ein Zustrom von Geld aus Asien, insbesondere aus China. Damit wollten chinesische Investoren einer möglichen Abwertung der chinesischen Währung entgehen. Eine solche befürchtete man allgemein als Folge der amerikanischen Sanktionen. Ebenfalls zu der positiven Erwartung bei trugen Gerüchte, dass die SEC alsbald einen börsengehandelten Fonds (ETF) auf Bitcoin Basis genehmigen würde.

Derzeit beherrscht der Bär weiterhin die Märkte. Einige Analysten vermuten, dass Bitcoin noch in 2018 ein neues Level unter 5.000 USD antesten könnte. Da kam der Zufluss Tether-Coins im Wert von 50 Millionen USD, von dem ich gestern berichtete, gerade recht, um Bitcoin etwas zu stabilisieren. Zwar hatte der Bitcoin Kurs kurzfristig auf die Tether-Nachricht reagiert, doch war dies nicht von langer Dauer. Bei Redaktionsschluss hatte Bitcoin Schwierigkeiten, sich über der Marke von 6.100 USD zu halten.

 

Die Wirtschaftskrise in der Türkei könnte die Erholung der Kryptomärkte antreiben

Die derzeitige Wirtschaftskrise in der Türkei und der rasante Wertverfall der türkischen Lira könnten jedoch positive Auswirkungen auf die Kryptobranche haben. Wie zu erwarten war, wird in der Türkei ein erhöhtes Kryptohandelsvolumen gemessen. Einige der größten Kryptobörsen des Landes melden einen Zuwachs des Bitcoin Handels um 63 Prozent. Dazu trägt auch bei, dass der Kryptohandel im Land am Bosporus nicht verboten ist.

Wenn also mehr Türken Bitcoin kaufen, um ihr Vermögen vor dem Kursverfall der Lira zu schützen, würde dies der Kryptowährung wieder mehr Handelsvolumen bescheren. Damit würde auch der Kurs wieder ansteigen. Das wiederum wirkt sich gewöhnlich auch positiv auf den Kurs der anderen Altcoins aus. Im Ergebnis könnten diese Umstände damit zu einem allgemeinen Aufschwung der Kryptomärkte beitragen.

Quellen: Kryptowährungen Kurse, CNN Money, Süddeutsche Zeitung, Pixabay

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