EOS Mainnet-Start mehrfach verzögert, 19.000 neue Tokens werden produziert

In der EOS-Community herrscht derzeit Frustration. Auch nach tagelangen Tests ist die Blockchain immer noch nicht einsatzbereit.

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Die Blockproduzentenkandidaten (BPCs) haben sich in einer Abstimmung gegen den Start der EOS Blockchain ausgesprochen. Der EOS-Chefentwickler Dan Larimer bezeichnete das als einen Streit um Lappalien.

Hinter den Kulissen zeigt sich jedoch ein anderes Bild. Scheinbar haben nicht die Blockproduzentenkandidaten den Ausschlag gegeben. Vielmehr steht hinter ihnen noch jemand anderes.

Es gibt noch sogenannte „ABPs“. Dies dürfte als „Appointed Block Producer“, also „ernannte Blockproduzenten“ zu verstehen sein. Ursprünglich sollten 16 ABPs ernannt werden. Derzeit gibt es allerdings 16 Kandidaten und nur einen wirklich ernannten ABP.

Weitere Tokens für 250.000 USD sollen produziert werden

Aus einer geleakten Unterhaltung kann man Einzelheiten entnehmen. Daraus geht hervor, dass man scheinbar 19.000 Tokens im Wert von ungefähr 250.000 USD produzieren will. So soll ein Betrag an „RAM“, offenbar etwas wie GAS oder eine Transaktionsgebühr, an das Genesiskonto gespendet werden. Damit soll die Blockchain startbereit gemacht werden. Anschließend will man diese Token an eine Adresse mit einem ungültigen Private Key schicken.

Anstelle von 1 Milliarde Token beginnt die Blockchain also mit 19.000 Token. Dies soll mehr zu Buchhaltungszwecken dienen. Im Ergebnis will man so den Snapshot in den Genesis-Konten abbilden.

Einer der Teilnehmer der Diskussion war Timothy Lewis. Er schrieb: „Die kriegen nicht mal die Tokenausgabe auf die Reihe“. Offenbar ändert man auch die „Verfassung“. Andere wiederum befassen sich mit dem Aufspüren von Bugs. Dazu gehört auch ein Bug, der es manchmal verhindert, die eigenen Token zu übertragen.

Ungeachtet dessen stimmten 36 blockproduzierende Supernode-Kandidaten für den Start. 26 andere stimmten dagegen. Das bedeutete eine Zustimmung von 60 % und eine Ablehnung von 40 %. Die erforderliche Zweidrittelmehrheit wurde damit nicht erreicht.

Abstimmung steht an

Jetzt wird erneut abgestimmt. Das soll gegen Mitternacht Londoner Zeit erfolgen. Die Abstimmung findet unter erheblichem öffentlichem Druck statt. Einige Beobachter erklärten zum Beispiel, dass sie nicht für BPCs stimmen würden, die gegen den Start abstimmten.

Viele Beteiligte scheinen frustriert und wollen, dass die Blockchain jetzt endlich erstellt wird. Dabei stört sie offenbar auch nicht, dass weiterhin Bugs gefunden werden. Auch Schwachstellen in den Einzelheiten der Umwandlung der Token in Coins scheinen dem keinen Abbruch zu tun. Als Abhilfe dafür will man einfach mehr Coins produzieren.

Auch hat es den Anschein, als würde im letzten Moment noch neuer Programmcode eingearbeitet. Es bleibt also spannend, wann das EOS-Mainnet endlich seinen Betrieb aufnimmt.

Quellen: Reddit, Pastebin, Bild: Pixabay

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