EOS wird scharf von Litecoin Gründer Charlie Lee kritisiert

Charlie Lee ist der Gründer von Litecoin (LTC) und ein bekannter Kryptoexperte. Im Hinblick auf eine Ankündigung des EOS-Teams hat Lee jetzt Bedenken an EOS geäußert. Das Team hatte bekannt gemacht, dass es Experten für das Auffinden von Bugs suche. Dies erfolgte nur zwei Tage vor dem Start des EOS Mainnets.

Die Suche wurde von Daniel Larimer auf Twitter veröffentlicht. Larimer ist der Mitbegründer von Steemit und der Chief Technical Officer von EOS. Er twitterte, dass das EOS-Team Bug-Finder suche. Diese sollten Bugs aufspüren, die Hacks ermöglichen oder zu Abstürzen führen könnten. Pro Bugs wurde eine Zahlung von 10.000 USD ausgelobt.

Larimer hatte per Tweet zur EOS Bugbounty aufgerufen

In seinem Tweet schrieb Larimer:

„Helft uns, gefährliche Bugs in #EOSIO vor unsere 1.0 Release zu finden. 10.000 USD für jeden einzigartigen Bug, der zu einem Absturz, einer Rechteausweitung (Privilege Escalation) oder nicht-deterministischem Verhalten in Smart Contracts führen kann. Angebot freibleibend, Identitätsnachweis erforderlich, Gültigkeit liegt im freien Ermessen von Block.one“.

Zu diesem Tweet äußerte sich Charlie Lee auf Twitter. Er hielt die Ankündigung für „merkwürdig“. EOS habe gerade 4 Milliarden USD von Investoren eingesammelt. Jetzt biete man „nur 10.000 USD für katastrophale Bugs und das zwei Tage vor dem Start des Mainnets“, bemerkte Lee.

Weiter wies Lee auch auf andere Probleme hin. Diese waren schon zuvor vom Nutzer „Panek“ ausgeführt worden. Panek hatte ebenfalls Bedenken am EOS-Mainnet geäußert.

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EOS selbst sieht sich als harten Konkurrenten zum Ethereum-Netzwerk. Über ein Initial Coin Offering (ICO) hat EOS bisher 4 Milliarden USD eingesammelt. Damit ist der ICO der bisher größte der Geschichte. Er hat doppelt so viel eingespielt wie der bisherige Spitzenreiter, der ICO von Telegram. Dieser brachte 1,7 Milliarden USD ein.

Das einzige Problem für EOS könnten jetzt noch Sicherheitslücken sein. Darauf haben Beobachter immer wieder hingewiesen. Ein Beispiel dafür sollen andauernde „Supernode-Angriffe“ sein. Von diesen berichten verschiedene Coins jeden Tag immer wieder.

Solche Lücken könnten, wenn sie nicht geschlossen werden, das EOS-Netzwerk anfällig für Angriffe machen.

Bei Redaktionsschluss wurde das EOS-Token für 12,12 USD gehandelt. In der Liste der am höchsten kapitalisierten Kryptowährungen belegte EOS nach wie vor den fünften Platz. Seine Marktkapitalisierung betrug mehr als 10,7 Milliarden USD.

Quellen: NewsBTC, Twitter, Aktuelle Kurse, Bild: Pixabay

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