Europäische Zentralbank prüft Verbot von Facebook Libra und anderen Kryptowährungen mit hohem Risiko

Die Pläne von Facebook seine Kryptowährung Libra aufzubauen haben keinen Mangel an Kritikern. Libra ist ein Krypto-Asset welches durch einen Korb von Fiat-Währungen gestützt wird.

In den Monaten nach seiner Ankündigung hat Libra weltweit zu Kontroversen und Empörung bei den Aufsichtsbehörden geführt. Diese warnen davor, dass man Facebook und dessen CEO Mark Zuckerberg keine vertraulichen Finanzdaten anvertrauen könne. Und dann gibt es das Problem von Milliarden von Facebook Benutzern. Eine Kryptowährung in den Händen eines Social-Media-Giganten könnte das globale Finanzsystem ihrer Meinung nach bis ins Mark erschüttern.

Die Europäische Union wird nach einem von Reuters veröffentlichten Bericht ein mögliches Verbot von „Hochrisikoprojekten“ für Kryptowährungen prüfen und versuchen, den Start von Libra zu blockieren.

Die Finanzaufsichtsbehörden der EU fordern, dass „alle Optionen auf dem Tisch liegen“. Dies schließt auch die Verhinderung der laufenden Entwicklung der Kryptowährung mit ein, da diese mit übermäßigen Risiken verbunden sei.

Libra wird als „sehr gefährlich“ bezeichnet

Daniel Daianu, Präsident des rumänischen Fiskalrates, sagt, Libra sei „sehr gefährlich“. Er weist gleichzeitig darauf hin, dass solche Vermögenswerte „Teil der Logik derer sind, die glauben, dass Parallelmärkte erforderlich sind und sich auf das Verschwinden von Zentralbanken freuen.“

Der neueste Vorschlag wird voraussichtlich bei einem bevorstehenden Treffen mit den EU-Finanzministern am Freitag erörtert wird. Darin machen die europäischen Regulierungsbehörden geltend, dass Libra und andere ähnliche Initiativen „nicht in der EU ihren Betrieb aufnehmen sollten“.

Die Besorgnis über Technologie-Giganten wie Facebook veranlasst die EU über die Einführung einer eigenen öffentlichen digitalen Währung nachzudenken.

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In dem Dokument heißt es:

„Die EZB und andere EU-Zentralbanken könnten die Chancen und Herausforderungen der Ausgabe digitaler Zentralbankwährungen sinnvoll untersuchen, indem sie auch konkrete Schritte in diese Richtung erwägen.“

Die Kryptogemeinschaft ist in Bezug auf die Libra nach wie vor gespalten. Dies zieht sich von der Analyse Libras Bedeutung für Bitcoin im Allgemeinen bis hin zu dezentralen Systemen und der Fähigkeit von Facebook dies sinnvoll zu gestalten. Ethereum-Mitschöpfer Joseph Lubin sagt, dass er ein großer Fan von Projekten wie Libra sei. Er fügt aber hinzu, dass Libra den falschen Kapitän am Ruder hat.

„Ich glaube nicht, dass Facebook… mit den Bedenken, die wir in Bezug auf Vertrauen und persönliche Identität in Facebook haben, dieses Projekt vorantreiben sollte.“

Was wirklich dezentrale Kryptowährungen betrifft, erklärt der Schöpfer von Cardano und Mitschöpfer von Ethereum, Charles Hoskinson, warum Libra ein anderes Tier ist.

„Die Tatsache, dass die US-Regierung keine Inquisition oder Anhörung gegen Bitcoin durchführen kann ist ein Beweis für die Macht der Dezentralisierung. Sie ziehen stattdessen ein bestimmtes Mitglied der Branche wie Mark Zuckerberg vor sich her und greifen es an.“

Textnachweis: Dailyhodl, Bild: Pixabay

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