Experte: Bitcoin Kurs steigt 2019 auf bis zu 20.000 USD dank ETF, Bakkt, Fidelity

Sonny Singh ist der Manager für Partner- und Geschäftsbeziehungen des Bitcoin Zahlungsdienstleisters BitPay. Singh hatte bereits früher prognostiziert, dass Bitcoin sein Allzeithoch von 20.000 USD im nächsten Jahr wieder erreichen könnte. Zugleich ging er seinerzeit davon aus, dass der König der Kryptowährungen 2019 nicht unter 15.000 USD falle. In einem neuen Interview mit Bloomberg hat Singh sich jetzt wieder zu Bitcoin geäußert.

Zunächst führte Singh aus, dass Bitcoin im Mainstream angekommen sei und eine große Markenbekanntheit genieße. Das sei wichtiger als der eigentliche Kurs der Kryptowährung. Weiter führte er aus:

„Ich habe schon lange gesagt, dass es keine wirklichen Kursbewegungen nach unten oder oben gibt, bevor nicht eine neue Richtung gefunden ist. Das sind Umstände wie die im nächsten Jahr anstehende Veröffentlichung des Fidelity-Produktes, die im nächsten Jahr kommende Bakkt-Veröffentlichung, ein Produkt von Square oder ein ETF [börsengehandelter Fonds auf Kryptobasis] von BlackRock.“

Auch im Hinblick auf die US-Bank JPMorgan zeigte sich Singh optimistisch. 2017 noch hatte der CEO von JPMorgan, James Dimon, Bitcoin als „Betrug“ bezeichnet. Singh widersprach dem und ging davon aus, dass JPMorgan im nächsten Jahr seine Haltung ändern und ebenfalls in die Kryptomärkte investieren könnte. Eine Rolle dabei spielen könnte etwa Fidelity (großer US-Finanzdienstleister), wenn man dort ein [Krypto-] Produkt auf den Markt bringe, sagte er. Insgesamt könne der Einstieg sich jedoch bis in das erste oder zweite Quartal hinziehen, da diese großen Unternehmen viel Zeit bräuchten, um ihre Projekte zu veröffentlichen, sagte Singh.

 

Nur der „Silberrücken“ Bitcoin zählt

Dazu befragt, ob man die einzelnen Kryptowährungen inzwischen als eigene Arten von Währung ansehen müsse, antwortete Singh, dass [nur] Bitcoin der „400-kg-Gorilla“ sei. Die Unternehmen bauten ihre Produkte daher einzig um Bitcoin herum auf. Er wisse nicht, was mit den anderen Kryptowährungen geschehen werde. Von dort schwenkte Singh dann zum Markt für Initial Coin Offerings (ICOs) und führte aus:

„Ich glaube, man kann ziemlich sicher sagen, dass der ICO-Markt zum jetzigen Zeitpunkt beinahe tot ist. Und vielleicht überleben einige von denen, ich weiß es nicht. Aber keiner von denen wird es überstehen, wenn Bitcoin nicht zuerst überlebt, denn darauf konzentriert sich jeder.“

 

Ausblick auf das Jahresende 2019

Im Hinblick auf den Stand im nächsten Jahr um diese Zeit prognostizierte Singh:

„Ich glaube, dass wir im nächsten Jahr einen ersten börsengehandelten Fonds [auf Kryptobasis] sehen werden (…), ein Fidelity-Produkt, vielleicht auch ein Square-Produkt. Diese versuchen dann, die BitPays und Coinbases der Welt zu überholen. Das wird mit Sicherheit eine spannende Zeit.“

Zum Kurs im nächsten Jahr befragt, erklärte Singh, dass er diesen bei 15.000 USD bis 20.000 USD verorte. Das hänge jedoch davon ab, ob einer der genannten großen Mitspieler ein [Krypto-] Produkt veröffentliche, schränkte Singh ein. Das könne jedoch dauern, da sich im Fintech-Bereich nichts schnell bewege.

 

Quelle: Bloomberg, Pixabay

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