FBI verhaftet Mitglied der Ethereum Foundation wegen des Verdachts, Nordkorea geholfen zu haben

Ein US-Anwalt behauptet, dass Virgil Griffith zu einer Blockchain-Konferenz in Nordkorea gereist ist. Dort wollte er angeblich dem Regime helfen Sanktionen zu umgehen.

Das FBI verhaftete gestern am Los Angeles International Airport den Direktor für Sonderprojekte der Ethereum Foundation. Das FBI behauptete, er habe das nordkoreanische Regime bei der Ausarbeitung eines Workarounds für US-Sanktionen unter Verwendung der Ethereum Blockchain unterstützt.

Ermittler sagten, dass Virgil Griffith während einer Reise nach Nordkorea Anfang des Jahres „hochtechnische Informationen an Nordkorea weitergab. Er wusste, dass diese Informationen verwendet werden könnten, um Nordkorea zu helfen Geld zu waschen und Sanktionen zu umgehen“.

US Sanktionen gegen Nordkorea seien unterwandert worden

„Indem er dies angeblich tat, gefährdete Griffith die Sanktionen der USA. Diese haben sowohl der Kongress als auch der Präsident verhängt, um maximalen Druck auf Nordkoreas gefährliches Regime auszuüben.“ Dies sagte US-Außenminister Geoffrey S. Berman in einer Erklärung.

Griffith soll sich der US-Regierung widersetzt haben und im Februar an der Pyongyang Cryptocurrency and Blockchain Conference teilgenommen haben. Dort diskutierten nordkoreanische Beamte die Aussicht auf eine souveräne Kryptowährung sowie eine Möglichkeit, Ethereum „Smart Contracts“ zur Entwicklung eines außergerichtlichen Gerichtssystems zu nutzen.

 „Wir können nicht zulassen, dass sich jemand den Sanktionen entzieht. Die Folgen davon könnten schwerwiegend sein. Beispielsweise falls Nordkorea finanzielle, technologische und informative Mittel erhält um Atomwaffen zu bauen. Das würde die Welt gefährden“, sagte William F. Sweeney Jr. Er ist der stellvertretender Direktor des FBI.

Überreagiert das FBI?

Wills Bentley de Vogeleare ist ein Freund von Griffith. Er glaubt, dass das FBI überreagiert. Er sagte Griffith „sei nicht dagewesen um ihnen beizubringen, wie man Sanktionen umgehen kann. Er war da um sie über Ethereum zu unterrichten. So wie er es bei vielen ähnlichen Konferenzen auf der ganzen Welt getan hat“.

Griffith wird noch heute vor dem Bundesgericht angeklagt werden. Im Falle einer Verurteilung droht eine Höchststrafe von 20 Jahren für die angebliche Straftat.

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Textnachweis: Decrypt Bild: Pixabay

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