Für Ethereum gibt es viel Konkurrenz am Horizont – steht der Kryptowährung eine harte Zeit bevor?

Ethereum war bisher eine der erfolgreichsten Kryptowährungen, nicht zuletzt dank deren starker Community und der Fähigkeit Smart Contracts abzubilden. Doch in den letzten Wochen haben bereits einige neue Mainnets den Betrieb aufgenommen von Coins, die Ethereum gefährlich werden könnten. Weitere sollen demnächst folgen. Zu den schon gestarteten und noch kommenden Mainnets gehören Tron (TRX), EOS (EOS), Zilliqa (ZIL), VeChain (VEN) und Cardano (ADA). Gleiches gilt für Oyster Pearls (PRL), Ontology (ONT) und Aeternity (AE).

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Tron und EOS erstellen derzeit die Genesisblocks für ihre Plattformen. Zilliqa hat noch keinen Termin für den Start seines Mainnets bekannt gegeben, voraussichtlich jedoch im 4. Quartal diesen Jahres. Das Testnet hat jedoch bereits vielversprechende Resultate gezeigt. Das betrifft besonders das Sharding und die höhere Anzahl von Transaktionen pro Sekunde im Vergleich zu anderen Plattformen. Cardano hat bereits eine Version seines Mainnets veröffentlicht. Derzeit treibt das Team die Dezentralisierung der Plattform voran. Das Mainnet von VeChain soll, Gerüchten zufolge, am 30. Juni seinen Betrieb aufnehmen. Bereits seit dem 29. Mai ist das Mainnet von Oyster Pearls online. Ontology hat den Start seines Mainnets auf diesen Monat gelegt. Aeternity wiederum plant die Veröffentlichung seines Mainnets für Ende Juli oder Anfang August.

Mittlerweile sind acht Projekte unabhängig von Ethereum

Damit machen sich acht Projekte unabhängig von der Ethereum-Plattform. Das bedeutet, dass sie auch ihre existierenden Nutzer mitnehmen. Tron etwa hat derzeit über 100 Millionen Nutzer, die zum Tron-Mainnet wechseln werden. Das soll geschehen, sobald der Genesisblock am 25. Juni 2018 erstellt ist.

Diese achte Mainnets dürften Ethereum (ETH) Konkurrenz machen. Sie bieten alternative Plattformen für Entwickler, die dezentralisierte Apps erstellen wollen. Zugleich können sie mit einigen Vorteilen im Vergleich zu Ethereum aufwarten. So kann man zum Beispiel auf dem Tron-Mainnet in Java programmieren. Zilliqa wiederum bietet Scilla und Sharding.

Technisch scheinen einige der neuen Coins Ethereum überlegen zu sein

Ethereum kann derzeit nur 25 Transaktionen pro Sekunde (TPS) verarbeiten. Das ist wenig im Vergleich zu Tron, das 2.000 TPS schafft. Auch Zilliqa hat kürzlich bewiesen, dass sechs Shards zusammen 2.828 TPS durchführen können. Das dürfte Ethereum und sein manchmal überlastetes Netzwerk in Zugzwang bringen. Auch darf man nicht vergessen, dass sich Stellar (XLM) bereits als beste Wahl für ICO-Projekte erwiesen hat.

Als Fazit lässt sich festhalten, dass in diesem Jahr neue und spannende Blockchains das Feld betreten werden. Diese bieten einzigartige Lösungen für Probleme des echten Lebens. Die Frage ist dann, ob Ethereum seine Position wird verteidigen können. Die Beantwortung bleibt, wie oft, der Zeit überlassen.

Quellen: Globalcoinreport, Medium, FXStreet, Bild: Pixabay

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