Gerüchte um Ripple Kooperation mit Amazon

Manche Dinge verschwinden einfach nicht, auch, wenn man es sich noch so sehr wünscht. Dazu gehören zum Beispiel die andauernden Spekulationen zu einer Partnerschaft von Ripple (XRP) und Amazon (AMZN). Das erste Gerücht, das diese Spekulationslawine auslöste, tauchte Anfang Dezember 2017 auf. Seitdem wird gemunkelt, dass dieses Geschäft kurz vor dem Abschluss stehe.

Dabei wird argumentiert, dass Amazon für sein Geschäft mit aufkommenden Technologietrends Schritt halten muss. Nur so könne die Dominanz gesichert werden. Einer dieser technologischen Fortschritte ist die Blockchain, die über Kryptowährungen Einzug hält.

Aktueller Ripple Kurs, Quelle: https://www.kryptovergleich.org/coin/ripple/

Dieses Szenario führt zu einer großen Frage. Wenn Amazon Kryptowährungen für die Zahlung in seinem gigantischen Onlineshop akzeptieren wollte – welche Möglichkeiten hätte man dort?

Am wahrscheinlichsten ist, dass Amazon sich die Top-10 oder Top-20 der Kryptowährungen ansieht. Ehrlicherweise muss man sagen, dass nicht viele eine ähnlich gute Plattform wie Ripple anbieten können. XRP ist skalierbar, verringert das Risiko großer Preisschwankungen und arbeitet mit verschiedenen Netzwerken zusammen. In den Top-10 kommt nur Litecoin dem nahe und könnte XRP Konkurrenz machen. Ripples Stärke liegt jedoch in der damit verbundenen Endkundenerfahrung.

Für Millionen Kunden von Amazon.com ist es einfacher, in Ripple berechnete Zahlungen zu verstehen. Bitcoin und sogar Litecoin sind in dieser Hinsicht viel sperriger. Der Kurs von Bitcoin macht es für normale Käufer ungeeignet. Ein Preis von 100 Ripple ist viel klarer als 0,0002 Bitcoin.

Wenn Amazon also auswählen müsste, würde Ripple eine Endkundenerfahrung bieten, die zu Amazons Geschäftsmodell passt.

Ripple (XRP) ist eine beliebte Top-Kryptowährung. Sie unterstützt ein ganzes Spektrum von hervorragenden Lösungen für Banken, Zahlungsdienstleister und Unternehmen. Das RippleNet bietet drei Blockchainlösungen: xRapid, xCurrent und xVia. Alle drei Systeme sind darauf ausgelegt, Geld einfacher, schneller und günstiger zu transferieren. Ripple selbst ist zudem unermüdlich dabei, Banken und Finanzdienstleister zur Annahme dieser Lösungen zu bewegen.

Große Partnerschaften mit Banken in aller Welt haben etwa zu der erfolgreichen Einführung und Nutzung der Plattform xCurrent beigetragen. Zahlungsdienstleister wie MoneyGram, LianLian Pay und andere sind dabei, xRapid als Liquiditätsquelle zu nutzen. Zudem hat Ripple kürzlich fünf weitere Kunden für xVia gewinnen können: FairFX, Exchange4free, RationalFX, UniPAY und MoneyMatch.

Da immer mehr Unternehmen Ripple nutzen, scheint es nur eine Frage der Zeit zu sein, bevor die „Schwergewichte“ sich anschließen.

Amazon hat sich bereits mit einigen Großbanken zusammengeschlossen. So soll ein Produkt für jüngere Kunden und Kunden ohne Bankkonto geschaffen werden. Das könnte ein Zeichen dafür sein, dass irgendwann in der Zukunft XRP genutzt werden soll. Zudem will man Amazon Pay, ein System in der Art von PayPal, auch für Geschäftslokale einführen. Ripples xVia könnte daher eine Lösung sein, über die der Internethandelsgigant nachdenkt.

Besonders interessant könnte auch ein anderes Szenario werden. Wenn etwa Alibaba als großer Marktteilnehmer Kryptowährungen akzeptierte, würde das Amazon natürlich in Zugzwang bringen.

Hinzu kommt die kürzlich bekannt gegebene Partnerschaft zwischen Verge und MindGeek. Damit wird auch der Bereich der Erwachsenenunterhaltung bei der allgemeinen Annahme vermutlich eine Rolle spielen. Es wäre daher nicht verwunderlich, wenn die Gerüchte in den kommenden Tagen neuen Auftrieb erhielten.

Natürlich ist es auch möglich, dass eine solche Partnerschaft nicht sobald zustande kommt.

Es ist kein Geheimnis, dass Amazon seine eigenen Ideen hat, wie Kryptowährungen im eigenen Geschäft genutzt werden sollten. So hat das Unternehmen bereits einige Domains mit Kryptowährungsbezug registrieren lassen.

Es bleibt abzuwarten, ob eine Seite konkrete Schritte unternimmt, die auf eine Partnerschaft hindeuten. Bis dahin muss man Gerüchte als solche behandeln. Anlegern sei angeraten, ihre Aufregung zu zügeln und sich nicht hinreißen zu lassen. Die Kryptobranche befindet sich immer noch im Wachstum und schon bloße Möglichkeiten ziehen einen großen Hype nach sich.

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1 Kommentar
  1. Stefan sagt

    Naja, man muss ja nicht in 0,000x Bitcoin rechnen. Man kann auch sagen „das kostet 4k Satoshi“.

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