Giganten am Werk: Wie Amazon, Microsoft und Alibaba die Blockchain nutzen

Die Blockchain hat sich bisher unbestritten als ein Erfolgsmodell erwiesen. Weltweit rüsten sich damit bereits viele Unternehmen für die Zukunft. Ungeachtet dessen hatten sich bis vor einiger Zeit nur wenige der modernen Internetgiganten dieser Technologie zugewandt.

Seit etwa Anfang 2018 ist das Ganze jedoch in Bewegung geraten. Inzwischen haben Amazon, Microsoft und Alibaba die Bühne betreten und bereiten sich auf die Blockchain vor. Ich möchte Ihnen daher einmal vorstellen, was dazu bekannt ist und welche Anwendungsfälle zu erwarten sein könnten.

Amazon und die Blockchain

Seit Jahren machen Gerüchte die Runde, dass Amazon Zahlungen in Bitcoin oder anderen Kryptowährungen akzeptieren könnte. Zudem hat Amazon Anfang des Jahres drei Domains mit Bezügen zu Kryptowährungen gekauft. Amazon besitzt nun offiziell die Domains amazonethereum.com, amazoncryptocurrency.com und amazoncryptocurrencies.com.

Es bleibt insoweit jedoch unklar, welche Pläne Amazon konkret verfolgt. Eine Spekulation, für die es jedoch keine konkreten Beweise gibt, besagt, dass das Unternehmen eine eigene Bitcoin Börse eröffnen will.

Immerhin existiert ein Dokument des US-Patentamtes, das Aufschluss zu Amazons Plänen geben könnte. So wurde Amazon Anfang des Jahres ein Patent für einen Marktplatz für Streamingdaten erteilt. Aus dem Patent konnte man entnehmen, dass Amazon eine neue Technologie entwickelt hat. Diese erlaubt es dem Unternehmen, eine große Menge von Daten bei relativ geringer Latenz zu streamen.

Zusätzlich beschreibt das Patentdokument auch einen auf den Kryptomarkt bezogenen Anwendungsfall. So kann das System offenbar einen Datenstrom erzeugen, der weltweite Bitcoin-Transaktionen veröffentlicht.

Microsoft und die Blockchain

Während des Weltwirtschaftsforums 2018 kündigte Microsoft seinen Beitritt zu der „ID2020-Alliance“ an. Dabei geht es darum, das Leben vieler Menschen auf der Welt durch die Schaffung einer digitalen Identität zu verbessern. Dieses System soll auf der Blockchain basieren.

In einem offiziellen Blogeintrag äußerte sich die zuständige Microsoft-Abteilung. Dort hieß es, dass die Blockchain das richtige Medium sei, um Daten in einem fälschungssicheren Umfeld zu speichern.

Die ID2020-Alliance hat inzwischen eine Spende von 1 Millionen USD von Microsoft erhalten. Weitere Unterstützung erhält sie vom Management-Beratungsdienstleister Accenture und der Rockefeller Stiftung.

Microsoft und Accenture hatten bereits einen Blockchain Prototypen für die ID2020-Alliance vorgestellt. Die Vereinten Nationen wiederum haben die Ethereum-Blockchain genutzt, um wichtige Hilfsmittel an Flüchtlinge in Syrien zu verteilen.

Alibaba und die Blockchain

Anfang des Jahres hat der Internethandelsgigant Alibaba den Start einer Probeplattform angekündigt. Dabei handelt es sich um das „Food Trust Framework“. So will das Unternehmen die Nachverfolgbarkeit von Lieferketten verbessern. Konkret soll das Pilotprojekt dazu dienen, mittels der Blockchain Lebensmittellieferungen zu verfolgen. Dabei geht es zunächst um Lieferungen aus Australien und Neuseeland nach China.

Dazu erklärte Alvin Liu, der Alibaba-Geschäftsführer für Tmall Import & Export:

„Der Lebensmittelbetrug ist eine beachtliche globale Herausforderung, besonders in Anbetracht der steigenden Komplexität der Lieferketten“.

Mit seiner Plattform will Alibaba eine Nachverfolgbarkeit über die gesamte Lieferkette hinweg ermöglichen. Das soll das Vertrauen der Kunden steigern und ein sicheres Umfeld schaffen.

Alibaba hofft, dass falls das Pilotprojekt Erfolg hat, alle internationalen Lieferketten der Alibaba Group auf der Blockchain aufbauen können.

Berichten zufolge will Alibaba die Produkte zukünftig auch mit QR-Codes versehen. Dabei handelt es sich um maschinenlesbare Barcodes.

 

Bild: Pixabay

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