Hoffnung für den Bitcoin Kurs? 10,7 Billionen USD Finanzunternehmen hilft anderen Fonds in Bitcoin zu investieren

Northern Trust ist ein Gigant unter den Finanzdienstleistern. Derzeit belegt das Unternehmen den Platz Nummer 486 auf der Liste „Fortune 500“ der größten US-Unternehmen. Jetzt wendet sich die 129 Jahre alte Traditionsfirma dem Kryptomarkt zu.

Forbes berichtete, dass Northern Trust inzwischen einige seiner Dienste für Krypto-Hedge-Fonds anbietet. Zugleich befasse man sich dort mit der Frage, wie man die Blockchain in die hauseigene Private-Equity-Sparte einbinden kann.

Nach Angaben des Berichtes arbeitet Northern Trust schon seit Monaten mit drei „Hedge-Fonds aus dem Mainstreambereich“ zusammen, die nicht namentlich genannt werden durften. Diese hätten damit begonnen, ihre Portfolios mit Kryptoinvestitionen anzureichern.

Nach Angaben auf seiner Unternehmenswebsite hat Northern Trust ein Vermögen von 10,7 Billionen USD in seiner Verwaltung und Treuhand. Derzeit verwaltet das Unternehmen direkt keine eigenen Kryptoassets. Dennoch bietet es Hedge-Fonds und Institutionen, die sich für den Kryptomarkt interessieren, seine Verwaltungsdienste an. Dazu gehören etwa die Bewertung der Investitionen, Unterstützung bei der Umsetzung der Richtlinien zur Verhinderung der Geldwäsche und andere.

 

Finanzgiganten erwärmen sich für Bitcoin

Diese Erkenntnis zeigt, dass sich die großen Mitspieler auf den Finanzmärkten den Kryptowährungen zu öffnen beginnen.

Dazu äußerte sich auch Peter Cherecwich, der Präsident der Abteilung für Unternehmens- und Institutionsdienste von Northern Trust. Er erklärte gegenüber Forbes, dass das Unternehmen sich offiziell „vorsichtig“ gegenüber der Blockchain Technologie zeige. Weiter erklärte Cherecwich, dass er nicht davon ausgehe, dass das Unternehmen alsbald Kryptowährungen treuhänderisch verwahre. Zugleich bereite sich Northern Trust aber auch auf eine Zukunft vor, in der Regierungen möglicherweise ihre staatlich gedeckten Währungen auf einer Blockchain herausgeben.

Weiter führte Cherecwich aus:

„Ich glaube, dass die Regierungen am Ende überlegen werden, ihre Währungen zu digitalisieren und sie als eine Art digitales Token zu handeln. Also, zum Beispiel ein Token des US-Dollar. Der US-Dollar ist dann aber noch irgendwo, etwa in einem Tresorraum. Möglich ist auch, dass die Regierung die Token einfach nur deckt. Wie sie das machen werden? Ich habe keine Ahnung. Ich bin aber sicher, dass es so kommen wird.“

Weiter erklärte er, dass das Unternehmen ein Team aus mehr als einem Dutzend Spezialisten für Technologie und Private Equity habe. Dieses Team sei damit betraut, eine Dienstesuite auf Basis der Unternehmensversion der Blockchain Software „Hyperledger Fabric“ zu erstellen.

Im letzten Jahr hatte ein Manager von Northern Trust zu einer „vorsichtigen“ Regulierung der Blockchain Technologie aufgerufen. Er erinnerte daran, dass eine Datenbank noch nie zuvor reguliert worden sei. Es sei daher potenziell gefährlich, vorschnell zu handeln und der Branche neue Regeln aufzuerlegen.

Quellen: Forbes, Northern Trust, Financial News, Pixabay

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