Kursmanipulation von Bitcoin, Ethereum durch Kartell?

Die Theorie, dass hinter dem Bitcoin, Ethereum und allgemeinen Kryptowährungscrash ein Kartell steht welches durch Verkäufe direkt die Kurse manipuliert verstärkt sich durch einen kürzlichen Bericht auf Medium. Dort wird anhand des Bitcoin Kurses der letzten Monate anschaulich dargestellt, wie zu Schlüsselmomenten Bitcoin massiv verkauft wurde und Negativschlagzeilen gestreut wurden um so den Kurs weiter zu drücken. Die Fundamentaldaten der Kryptobranche sind besser denn je. Woche für Woche gibt es News, dass weitere Großunternehmen die Blockchain Technologie adaptieren. Das wäre vor einem Jahr fast noch undenkbar gewesen. Wir stehen aller Ansicht nach vor der Adaption im Massenmarkt. Und dennoch haben sich die Kurse der wichtigsten Kryptowährungen wie Bitcoin, Ethereum und Ripple mehr als halbiert in den letzten Wochen. Wie passt das zusammen? Es scheint eine komplett unlogische Entwicklung zu sein.

Lasst uns einen Blick auf die maßgeblichen Negativschlagzeilen nehmen der letzten Wochen und deren tatsächliches Gewicht:

1. Google, Facebook, Twitter und nun auch Mailchimp verbieten Werbung für die Kryptobranche

Wie hast du deine erste Kryptobörse gefunden welche dir half Bitcoin zu kaufen zum Einstieg mit deinen Euros? Durch eine Anzeige auf Google? Dies war in den wenigsten Fällen der Fall, da einem meist Bekannte hier einen Tipp gaben oder man sich auf Expertenseiten wie Kryptovergleich.org informiert hat. Die großen Kryptobörsen wie Coinbase, Binance, Bitcoin.de und andere waren noch nie maßgeblich für die Kundengewinnung von den oben genannten Konzernen abhängig und die wenigsten haben auf diesen Plattformen aktiv Werbung betrieben. Viele davon mussten gar die Aufnahme neuer Mitglieder pausieren da es einen derart massiven Andrang gab im Dezember und Januar. Auf diesen wichtigen Fundamentalpunkt – jedem Zugang zu Kryptowährungen ermöglichen – hat das Werbeverbot fast gar keine Auswirkung. Es wird allerdings Auswirkungen auf den ICO Markt haben. Und das nicht ganz unberechtigt, da auch unserer Meinung nach mehr als die Hälfte der ICO Schwemme der letzten Monate schlechte Projekte waren mit viel zu hohen Fundraising Zielen und unausgereiften Geschäftsmodellen. In Summe ist die Auswirkung dieser Werbevorbote auf die Fundamentaldaten und Aussichten des Kryptomarkts vollkommen vernachlässigbar. Gute ICO Projekte werden auch in Zukunft, in einem Normalumfeld keine Probleme haben Investoren zu finden.

2. ICO Scams in den Schlagzeilen

Den Anteil tatsächlicher Scams schätzen wir auf unter 5% aller ICOs ein. Per Definition ist ein ICO Scam ein solches Vorhaben welches Anleger bewusst betrügt und arglistig täuscht um dann mit dem eingesammelten Geld zu verschwinden. Dies war die absolute Minderheit aller ICOs und wurde dennoch in den Mainstream Medien rauf und runter gespielt um somit Kryptoinvestoren zu verunsichern. Wir würden sogar soweit gehen zu sagen, dass der Anteil an Scams im Bereich der herkömmlichen Pennystocks welche offiziellen Regularien unterliegen noch höher ist. Darüber hinaus gab es jedoch eine Vielzahl an ICOs mit einer einfach unausgereiften Geschäftsidee, zu gierigen Fundraising Zielen, keinem Product / Markt Fit usw. Genau das gleiche Szenario wie man es auch bei normalen Startups als Angel Investor kennt. Man muss sich eben ausführlich informieren vor jeglichem Investment. Big Deal. Die Top ICOs haben revolutionäre Geschäftsideen, Teams die talentierter als viele top tech Startups sind und werden ganz vorne mit dabei sein sobald die Blockchain Technologie den Massenmarkt erreicht. Im derzeitigen ICO Winter muss man um einiges selektiver vorgehen als noch im Dezember oder Januar, aber auch dieser Markt wird sich in absehbarer Zeit wieder erholen.

3. Mt. Gox Bitcoin Schwemme

Wie wir berichteten, verkaufte der Treuhänder der insolventen Bitcoin Börse Mt. Gox massiv Bitcoin seit Januar was den Kursen sicherlich nicht ganz zuträglich war. Aber auch hier liegen die überspitzte Medienpanik und die Realität weit auseinander.

4. Hacks von Kryptobörsen

Mittlerweile sind Hackerangriffe auf Bitcoin Börsen fast schon eine Regelmäßigkeit. Sicherheitsvorkehrungen werden laufend verstärkt, aber auch die Hacker verbessern ihre Taktiken ständig. Damit muss gerechnet werden und man sollte seine Coins lediglich zum Traden auf eine Börse transferieren und sofort danach in das eigene Hardware Wallet transferieren. Falls man dies beachtet ist man auch hier auf der sicheren Seite.

5. Stärkere Regularien staatlicher Stellen

Das Paradebeispiel hierfür sind die USA wo Börsen wie Coinbase auf Anforderung Transaktionsdaten ihrer Kunden staatlichen Stellen zu Verfügung stellen müssen. Hier geht es hauptsächlich darum Steuerhinterziehung und Geldwäsche zu bekämpfen. Auch dies sorgte für Verunsicherung auf den Märkten, allerdings auch in einem komplett überzogenen Ausmaß. Gefährlich wäre es geworden falls staatliche Stellen in Schlüsselmärkten angefangen hätten legitime Bitcoin / Fiat Börsen zu schließen. Dies war außer in China nirgendwo der Fall. Im Gegenteil, Länder wie Frankreich, Südkorea (nach einer 180 Grad Wende), Singapur und Japan unterstützen die Blockchain Technologie und die damit zwingend verbundenen Kryptomärkte aktiv um ihre Länder zu einer Vormachtstellung in dieser Technologieumwälzung der Zukunft zu verhelfen. In Zukunft wird zudem die Wichtigkeit dezentraler Kryptobörsen wie Neonexchange (derzeit im ICO) immer mehr zunehmen, da diese von niemand abgeschaltet werden können aufgrund ihrer komplett dezentralen und damit ungreifbaren Struktur.

Was steckt also hinter dem Crash?

Die mit der Blockchain einhergehende Technologieumwälzung wird einige Branchen besonders hart treffen, vor allem Wall Street, also den Finanzsektor. Die Blockchain wird diesen Bereich grundlegend disrupten. Diese Institutionen haben ein unwahrscheinlich hohes Interesse daran den momentanen Status Quo zu bewahren. Steckt also möglicherweise ein säuberlich abgestimmtes Kartell dahinter welches aktiv die derzeitigen Märkte manipuliert und so grundlegende Verunsicherungen bei Neueinsteigern in die Kryptowelt verursachen will?

Diese These wurde erstmalig in dem folgenden Medium Beitrag beschrieben. Der Beitrag schildert schlüssig wie zu wichtigen Kurspunkten Verkäufe und Negativschlagzeilen konzentriert wurden um den Bitcoin Preis massiv unter Druck zu bringen.

Zum vollen Artikel geht es hier.

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