Malta empfängt Kryptounternehmen mit offenen Armen

Maltesischer Premierminister: „Viele Kryptowährungsunternehmen haben ihren Sitz bereits nach Malta verlegt oder planen eine Verlegung“.

Der Premierminister Maltas, Joseph Muscat, war schon immer ein entschiedener Verfechter von Kryptowährungen und der Blockchain Technologie. Anders als eine Anzahl europäischer Staaten ist Malta dafür bekannt, ein kryptowährungsfreundliches Umfeld zu sein.

Teil der Blockchain Agenda von Muscat ist es, die Blockchain Technologie für das Erziehungswesen und die Immobilienverwaltung zu nutzen. Ähnlich wie Malta haben auch Estland und Schweden große Fortschritte bei der Einbindung von Blockchain Protokollen gemacht.

Im Rahmen einer politischen Kundgebung im maltesischen Mqabba am 25. März erklärte Muscat den derzeitigen Stand. Danach befinde sich die Regierung in Gesprächen mit einer ganzen Anzahl potenzieller Kryptowährungsinvestoren, die ihre Geschäfte nach Malta verlagern wollten. Weiter kündigte der Premierminister an, dass die Regierung für die kommenden Wochen und Monate eine Reihe von Treffen mit diesen Investoren geplant habe.

 

Binance ist nur der Anfang

Am 23. März wurde bekannt, dass Binance, die, gemessen am Handelsvolumen, größte Kryptowährungsbörse, ein Büro auf Malta eröffnen will. Der Premierminister reagierte sogar mit einem Tweet und hieß Binance mit offenen Armen im Land willkommen. Der Binance-Gründer, Changpeng Zhao, lobte Malta als progressives Land, insbesondere im Hinblick auf Kryptowährungen und Fintech.

Auf der Kundgebung in Mqabba gab Muscat weiter bekannt, dass Binance selbstverständlich nicht das erste Unternehmen sei, das seinen Sitz nach Malta verlege. Nach Meinung des Premierministers sei die Beliebtheit der Börse der Grund, warum gerade diese Verlegung solche Schlagzeilen mache. Es gebe aber auch viele andere Unternehmen, die ihren Sitz bereits nach Malta verlegt hätten oder planten, dies zu tun.

 

Maltas Pläne zur Regulierung von Kryptowährungen

Weiter betonte der Premierminister, wie wichtig es für Malta sei, einen robusten Rahmen für den Kryptowährungsmarkt des Landes zu schaffen. Er erklärte, dass seine Regierung bereit sei, den ersten Schritt in Richtung einer Regulierung des Marktes zu tun. Dies sei jedoch ein Vordringen in unbekannte Gewässer. Es gebe keine Karte oder Hilfen, wie man das bestmöglich bewerkstellige. Dennoch sei die Regierung entschlossen, das Wagnis auf sich zu nehmen und wäge alle Möglichkeiten genau ab. Das Ziel sei eine funktionierende Regulierung des heimischen Kryptowährungsmarktes.

Nach Angaben des Premierministers seien es nicht vorrangig Steuervorteile, die die Kryptowährungsunternehmen in das Land lockten. Vielmehr sei es das Vertrauen der Unternehmen, dass die maltesische Regierung ein geeignetes Regulierungssystem für den Markt einführen werde. Muscat zeigte sich zudem zuversichtlich, dass der Kryptowährungsmarkt des Landes ebenso stark werde, wie der Finanz- und Computerspielsektor. Er räumte jedoch ein, dass dieses Wachstum nicht linear sein werde.

Schließlich sprach der Premierminister auch die möglichen ökonomischen Vorteile des Zuzuges der Kryptowährungsunternehmen an. Diese sah er vor allem in einem Anstieg der örtlichen Arbeitsplätze.

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