Newsflash: Bitcoin Kurs fällt auf unter 4.600 USD

Der Bär geht um und mit ihm fallen die Kryptokurse seit Anfang dieser Woche. So hat heute der Bitcoin Kurs eine weitere, psychologisch wichtige Marke nach unten durchbrochen. Am vergangenen Sonntag fiel der Kurs des Königs der Kryptowährungen zum ersten Mal im Jahr 2018 unter 5.000 USD. An der Kryptobörse Coinbase sackte das Paar Bitcoin/US-Dollar auf 4.950 USD ab, bevor es wieder die Marke von 5.000 USD überschritt. Damit hatte Bitcoin kurzzeitig ein 13-Monatstief erreicht. Im Verlauf der Woche fiel der Kurs weiter und notiert derzeit nur wenige Dollar über der wichtigen Marke von 4.500 USD. Die Marktkapitalisierung wurde ebenfalls vom Abwärtstrend erfasst und betrug schließlich nur noch 78.4 Milliarden USD.

Die Experten sind sich uneinig, was den Abverkauf antreibt. Einige Analysten vermuten, dass es die Unsicherheit um die Hard Fork von Bitcoin Cash ist. Andere sehen den nach wie vor nicht erfolgten Einstieg der institutionellen Investoren als Grund an.

Als der Bitcoin Kurs im letzten Jahr die Schwelle von 5.000 USD überschritt, geschah genau das Gleiche, allerdings aus anderem Grund. So wurde Bitcoin seinerzeit massiv verkauft, da die Krypto-Trader die Profite mitnehmen wollten. Daran an schloss sich das bekannte Allzeithoch gegen Ende des Jahres 2017 und Anfang 2018. Es bleibt zu hoffen, dass sich dieser Ablauf in diesem Jahr wiederholt und sich an den jetzigen Kurseinbruch eine hohe Korrektur anschließt.

Allgemein sind die Analysten unterschiedlicher Meinung, ob und wann eine solche Korrektur zu erwarten ist. Mohamed El-Erian etwa prognostizierte bereits im Juni, dass er erwarte, dass sich Bitcoin bei 5.000 USD einpendele. Andere Experten wiesen die Voraussage El-Erians seinerzeit zurück.

Kryptowährungen sind nicht „tot“

In einem Interview mit Yahoo Finance hatte El-Erian später erklärt, dass Kryptowährungen nicht „tot“, vielleicht aber überbewertet seien. Er erinnerte an seine Prognose vom Juni und erklärte, dass Spekulationen zum vorherigen Bullenmarkt geführt hätten. Der sich anschließende Kaufrausch sei daher ungerechtfertigt gewesen.

Der technische Krypto-Analyst Willy Woo ist der Auffassung, dass sich der Bitcoin Kursabschwung voraussichtlich bis in das zweite Quartal 2019 fortsetzt. Erst danach werde sich der Markt umkehren und zu einem langen Anstieg zu neuen Allzeithochs ansetzen. So twitterte Woo kürzlich:

„Wenn man die Ansicht für die Blockchain zusammennimmt, vermute ich, dass der Boden etwa im zweiten Quartal 2019 erreicht wird. Danach beginnt das wirkliche Akkumulationsband. Erst dann können wir den langen und mühsamen Weg nach oben antreten.“

Nicht zu vergessen ist aber auch, dass es viele Experten gibt, die für Bitcoin weitere Höhenflüge voraussehen. Dazu gehören etwa der Milliardär Tim Draper oder John McAfee. Man muss zudem bedenken, dass die Kryptomärkte und Bitcoin auch in der Vergangenheit schon erhebliche Kursstürze erlitten haben. Das verlief letztendlich immer positiv, denn die junge Branche hat bisher alles überstanden und ist immer gestärkt daraus hervorgegangen.

Quellen: Forbes, Yahoo Finance, Twitter, Pixabay

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