PricewaterhouseCoopers investiert in VeChain

Das Investmentunternehmen PricewaterhouseCoopers (PwC) hat kürzlich mitgeteilt, dass man dort in VeChain investiert habe. VeChain ist eine Blockchain Plattform, die sich auf Finanzdienstleistungen konzentriert. Ebenfalls umfasst sind die Verwaltung von Lieferketten und Smart Contracts. Diese Mitteilung hat den Hype um die chinesische Kryptowährung weiter geschürt. Dies gilt insbesondere, als der Start des Mainnets für Ende Juni 2018 anberaumt ist.

VeChain hatte bei Redaktionsschluss einen Kurs von 4,75 USD. Gemessen an der Marktkapitalisierung liegt VeChain auf dem 15. Platz der größten Kryptowährungen. Die Marktkapitalisierung betrug dabei 2,5 Milliarden USD und das tägliche Handelsvolumen 145 Millionen USD. Insbesondere die Konzentration auf die Lieferkettenverwaltung hat das Interesse vieler Branchen geweckt.


Massenmarkt Annahme ist entscheidend

Die Annahme im Massenmarkt entscheidet über das Schicksal jeder Kryptowährung als Zahlungsmittel. Anfang des Jahres hatte der millionenschwere Bitcoin-Verfechter Tim Draper sich zu Bitcoin geäußert. Er prognostizierte, dass man in fünf Jahren ausgelacht werde, wenn man versuchte, einen Kaffee mit Fiatgeld zu bezahlen. Draper sah die Aussichten für Bitcoin äußerst positiv und ging davon aus, dass andere Kryptowährungen auf der Strecke blieben. Bitcoin werde sich hingegen, seiner Meinung nach, als Standard durchsetzen.

Der Vorstandsvorsitzende von Starbucks, Howard Schultz, scheint diese Meinung nicht zu teilen. Er erklärte vor einiger Zeit, dass Bitcoin daran scheitern werde, heute oder in Zukunft zu einer Währung zu werden. Vielmehr werde sich der Markt für eine oder einige der echten, vertrauenswürdigen Kryptowährungen auf Blockchain Basis entscheiden.

Nach Meinung von Schultz müssten diese Kryptowährungen von einer Marke in einem realen Geschäftsumfeld legitimiert werden. Die Konsumenten müssten dem Unternehmen, das die Transaktion anbiete, vertrauen.

VeChain ist bewusst so aufgebaut, dass es die Blockchain Technologie mit der echten Welt verknüpft. Derzeit betrifft dies vorrangig die Kühlkettenlogistik, die Gesundheitsfürsorge sowie die Automotive- und Modebranche. PwC ist dabei nur die neueste große Institution, die sich dem Projekt anschließt.

Auch viele andere Unternehmen versuchen, Kryptowährungen als Offline-Zahlungsmittel zu etablieren. So hat etwa Tangem eine Pilotversion seiner intelligenten Geldscheinplattform in Singapur eingeführt. Die Karten von Tangem ermöglichen Transaktionen in realen Geschäften. Zugleich fungieren sie als nicht-kopierbare Wallets mit Cold-Storage.

Auch die südkoreanische Kryptobörse Bithumb wendet sich der realen Welt zu. Dazu hat man sich mit dem Mobilfunkzahlungsunternehmen Korea Pay Services zusammengeschlossen. So sollen bis zum Jahresende über 8.000 Händler im ganzen Land erreicht werden. Weiter kooperiert Bithumb seit Februar auch mit drei Kioskherstellern. Auch auf diesem Weg sollen Kryptowährungen als neues Zahlungsmittel eingeführt werden.

Es gibt viele Anwendungsbereiche für Kryptowährungen. Die Verwendung als Zahlungsmittel ist eine davon. Es wird sich zeigen, ob die Aussage von Howard Schultz von Starbucks zutreffend ist und Bitcoin „das Rennen verliert“. Tim Draper wird in jedem Fall auf der Gewinnerseite stehen. Sein Risikokapitalfonds hat bereits in viele andere mögliche Gewinner investiert, unter anderem VeChain.

 

Quellen: CCN, NewsBTC, Vechain

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