Rabobank prüft die Herausgabe eines eigenen Krypto Wallets

Niederländische Großbank Rabobank prüft die Herausgabe eines eigenen Kryptowährungs-Wallets.

Laut einer neuen Presserklärung prüft die niederländische Rabobank die Möglichkeit der Entwicklung eines Kryptowährungs Wallets im Rahmen ihres Onlinebankings.

Die Idee einer digitalen Wallet ist Teil des eigenen Kryptowährungsprojektes „Rabobit“ der Bank. Dieses Projekt wiederum basiert auf dem bankinternen „Moonshot“-Programm. Das Programm soll die Mitarbeiter der Rabobank dazu ermuntern, innovative Ideen vorzuschlagen, die dann von der Bank weiter entwickelt werden können.

Die offizielle Vorstellung der zur Umsetzung ausgewählten „Moonshot“-Ideen soll Mitte Juni erfolgen. Ungeachtet dessen hat die Rabobank bereits eine einseitige Werbewebseite für ihren potenziellen, blockchainbasierten Dienst veröffentlicht. Gleichzeitig soll damit auch das öffentliche Interesse ausgelotet werden.

Nach den Angaben auf der Homepage soll Rabobit, wenn es herauskommt, den Kunden der Bank „über ein einziges Bankkonto“ den Zugriff auf ihre gesamten Einlagen gewähren. Damit soll es möglich sein, „Einlagen, auch Kryptowährungen, in nur einer Umgebung zu senden und zu empfangen“.

Rabobank ist ein internationaler Finanzdienstleister mit ungefähr 8,7 Millionen Kunden in aller Welt und verwaltet etwa 681 Milliarden Euro. Zuvor war die Bank jedoch nicht immer so offen gegenüber Digitalwährungen. Noch im vergangenen Monat hatte nach Angaben der niederländischen Nachrichtenseite „NL Times“ ein unbenannter Vertreter der Bank behauptet, dass man Bitcoin dort als „riskantes“ Produkt einschätze.

„Das Eigentum und die Wertübertragung sind vollkommen anonym und entziehen sich der Aufsicht Dritter, etwa derer von Regierungen. Das bedeutet, dass Kryptowährungen nicht den höchsten Complianceanforderungen von Rabobank genügen“, erklärte der Bankvertreter.

Im November 2017 hatte bereits eine andere Großbank, die südkoreanische Shinhan-Bank, angekündigt, dass sie dabei sei, ihre eigene Kryptowährungs-Wallet zu entwickeln. Die Uneinigkeit innerhalb der südkoreanischen Behörden, wie Kryptowährungen korrekt zu regulieren seien, führte jedoch dazu, dass die Pläne von Shinhan auf Eis gelegt wurden

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