Ripple erwägte 2 Milliarden Ripple XRP zu verschenken, um seine Vorherrschaft in Indien zu sichern

Asheesh Birla ist der Vizepräsident von Ripple. Auf der Fintech-Konferenz „Scaling and Digital Disruption“ sprach Birla über Ripple und die Kryptowährung XRP. Dabei zeigte Birla auf, welche ambitionierten Plänen Ripple im Hinblick auf seine Kryptowährung in Indien verfolgt. Dabei geht es um nichts Geringes als die Erringung der dortigen Marktführerschaft.

Birla führte dazu aus:

„[Ripple] hat seinen Blick schon früh auf Indien gerichtet. Dort leben zwei Milliarden Menschen, das ist ein gewaltiger Markt. Dann haben wir überlegt, wie wir zwei Milliarden Menschen für Ripple gewinnen können. Sollten wir einfach jedem indischen Bürger eine Coin schenken? Das wären also zwei Milliarden. Einfach so verschenken?“

Am Ende verwarf Ripple den Plan. Man bevorzugte das Eingehen von Partnerschaften mit den größten indischen Banken. Ein Grund dafür waren auch die Schwierigkeiten, die es bereitet hätte, nahezu jedem indischen Staatsbürger Ripple XRP zukommen zu lassen.

Birla erklärte weiter, dass das Verschenken eine der Ideen gewesen sei. Dann aber habe man erkannt, dass es ausreiche, die drei größten Banken Indiens für Ripple zu gewinnen. Damit erreiche man 80 Prozent Marktanteil.

Er fuhr fort:

„Dann haben wir uns Gedanken zur Zukunft gemacht. Wir haben erkannt, dass innerhalb der nächsten fünf Jahre eine weitere Milliarde Menschen in Indien eine Bankverbindung haben wird. Diese Verbindung wird über ihre Mobiltelefone erfolgen. Also haben wir uns auch an Mobilfunkanbieter und Telekommunikationsunternehmen gewandt. Daher können wir, so glaube ich, zukünftig 50 Prozent des indischen Marktes erreichen.“

Eine ähnliche Strategie hat Ripple jüngst mit Partnerschaften mit großen japanischen und südkoreanischen Banken verfolgt.

Was ist mit der indischen Zentralbank?

Die indische Zentralbank hatte Anfang des Jahres eine unpopuläre Entscheidung getroffen. Im Rahmen dessen wurde es sowohl Einzelpersonen als auch Unternehmen untersagt, mit Kryptowährungen zu handeln. Somit ist es derzeit offiziell verboten zum Beispiel Bitcoin zu kaufen. Als Grund für diese Entscheidung führte die Zentralbank die mit Kryptowährungen verbundenen Risiken an.

Kürzlich gab es jedoch Gerüchte, dass die Zentralbank diese Regelung gegebenenfalls nicht aufrechterhalten will. Vielmehr wolle man Kryptowährungen wie Rohstoffe behandeln.

Dazu äußerte sich jüngst ein Mitglied des Gremiums des indischen Finanzministeriums gegenüber Quartz. Dabei erläuterte das Mitglied, dass die Einordnung als „Rohstoff“ ein guter Mittelweg sei. So könne man demonstrieren, dass Kryptowährungen keine echten „Währungen“ seien und den Handel angemessen regulieren.

Es bleibt abzuwarten, ob Ripple die indische Zentralbank für eine Zusammenarbeit gewinnen kann. Dabei könnte es um die Frage gehen, ob Ripple XRP als Währung verwendet werden soll. Denkbar wäre auch, dass die indische Bankenbranche über Ripple die Abhängigkeit vom SWIFT-System beenden möchte.

Quellen: Express.co.uk, rbidocs, Quartz, Pixabay

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