Ripple XRP CEO kritisiert Facebook Libra: Arrogantes Auftreten nicht gut für Kryptowährungen

Brad Garlinghouse, CEO von Ripple, gibt einen Einblick in seine Meinung zu Facebooks neuer Kryptowährung, Libra.

Ripple CEO kritisiert arrogantes Auftreten von Facebook mit Libra

Auf einem von The Information veranstalteten Treffen in Menlo Park, teilte Garlinghouse seine Bedenken mit. Er sagte, dass er Facebooks Ankündigung seiner neuen Kryptowährung Libra für viel zu vollmundig und dreist gehalten hat.

„Ich denke, dass die Art und Weise, wie Facebook vorging, ehrlich gesagt [aus meiner Sicht] Arroganz gezeigt hat. Speziell in der Art und Weise, wie sie es eingeführt haben.

Ich denke, Facebook hat das Vertrauensdefizit welches die Firma hat sehr unterschätzt.“

Die regulatorische Gegenreaktion gegen Libra in den USA und auf der ganzen Welt sieht Garlinghouse kritisch. Er befürchtet nämlich, dass die Regierungen weltweit nun noch kritischer in ihrer Haltung zur Krypto- und Blockchain-Technologie werden könnten.

„Jetzt mache ich mir Sorgen: werden wir als nächstes ins Kreuzfeuer geraten?“

— Anzeige —

Einige Libra-Unterstützer zogen sich zurück

Visa, Mastercard, PayPal, Stripe, eBay und Mercado Pago haben ihre Unterstützung für Libra in diesem Monat eingestellt. Dazu wurde ausführlich berichtet. Es wurde bei einigen dieser Unternehmen welche ihre Untersützung entzogen haben spekuliert, dass dies aufgrund von Regierungsdruck geschah. Facebook hat wohl ganz offensichtlich unterschätzt welche Macht Politker ausüben können gegenüber Unternehmen.

Trotz der Rückschläge sagt der Chef der Facebook-Blockchain, David Marcus, gegenüber Yahoo Finance, dass das Projekt „absolut nicht“ gefährdet sei.

„Man muss als Mitglied wirklich Leidenschaft, Energie und Standhaftigkeit haben, um das durchzuhalten. Ein Proekt dieser Dimension ist sehr schwierig. Und es wird weiterhin schwierig sein. Wenn überhaupt, wird es schwieriger, bevor es einfacher wird …

Wir konkretisieren alle regulatorischen Anforderungen. Zudem konkretisieren wir auch die Aufsicht die erforderlich ist, um ein solches Vorhaben durchzuführen. Grundsätzlich hat sich an den Plänen für das Libra Proekt jedoch nichts geändert. „

Bereits im Juli hat Garlinghouse die Unterschiede zwischen Ripple XRP und Libra in der Sendung „Squawk Box“ des TV-Kanals CNBC hervorgehoben.

Ripple sieht eine symbiotische co-Existenz mit Banken

Laut Garlinghouse konzentriert sich Ripples Ansatz darauf, Banken beim grenzüberschreitenden Geldtransport zu unterstützen. Im Gegensatz hierzu hat Facebooks Libra Association keine Banken an Bord.

„Es gibt eine große Chance, die Funktionsweise der weltweiten Finanzsysteme zu ändern, was Verbrauchern, Unternehmen usw. sehr zugute kommt.

Aber Ripple konkurriert auch hier nicht mit den Banken. Im Gegensatz hierzu machte David Marcus eine Große Ansage als er Libra ankündigte. Er sagte nämlich: „Dies bedeutet das Ende von Western Union.“ Dies war ein großer Aufruf an die Banken auf der ganzen Welt sich das jetzt genauer anzuschauen. Diese hatten lange genug zugesehen wie die großen Tech-Unternehmen immer weiter in deren Territorium eindrungen. Das hat ihnen Angst gemacht.“

Dieses großspurige Auftreten von Facebook mit ihrer neuen Kryptowährung Libra hat der Firma sicherlich keinen Vorteil gebracht. Vor allem, da Facebook bereits seit längerem kritisch beäugt wird von den Regierungsstellen in vielen Ländern. Dies beruht hauptsächlich auf dem zum Teil heiklen Umgang mit Datenschutzthemen und der Privatsphäre seiner Nutzer. Nicht nur auf der Regierungsseite wird Facebook deswegen ausgiebig Lobbyarbeit betreiben müssen um mehr Fürsprecher zu gewinnen. Vor allem bei den Kunden ist fraglich, inwiefern nun Facebook auch noch bei Finanztransaktionen Vertrauen entgegen gebracht werden kann.

Textnachweis: Dailyhodl, Bild: Pixabay

Bitte bewerten Sie diesen Artikel
[Gesamt: 0 Durchschnitt: 0]

Auch interessant Mehr vom Autor

Kommentar schreiben

Deine Email Adresse wird nicht veröffentlicht.