Ripple XRP: Warum ist der Kurs am Boden und hat solche Probleme zu steigen?

Wir werfen wir einen Blick darauf, warum der Kurs von Ripple XRP so gesunken ist. Weiter sehen wir uns an, warum er nicht steigt.

Ripple XRP – manch einem kommen bei dem Gedanken an diese Kryptowährung die Tränen. Noch vor zwei Jahren als Top-Geheimtipp gehandelt und von vielen „Experten“ bejubelt, hat Ripple XRP im letzten Jahr die schlechteste Performance aller Top-10-Kryptowährungen gezeigt. Ripple XRP hat beinahe die Hälfte seines Wertes eingebüßt und ist gegenüber seinem Allzeithoch vor zwei Jahren um 95 % abgesackt.

Warum ist der Kurs von Ripple XRP dort, wo er ist?

Ein möglicher Grund für diesen Kursverfall könnte die hohe Inflation der Kryptowährung sein. So hat Ripple XRP eine Inflationsrate von über 23 Prozent. Das bedeutet, dass heute 23 Prozent mehr Ripple XRP im Umlauf sind als noch letztes Jahr. Alle anderen Kryptowährungen haben eine geringere Inflation. Zum Vergleich: Ethereum (ETH) hat eine Inflation von knapp über 5 Prozent und Litecoin (LTC) von etwas unter 6 Prozent.

Gegen das Inflationsargument scheint jedoch die Kryptowährung Tezos (XTZ) zu sprechen. Obwohl die Inflation ähnlich hoch wie bei Ripple XRP ist, konnte die Tezos Coin im letzten Jahr über 60 % zulegen. Bei genauerer Betrachtung zeigt sich aber, dass das vermutlich dem Umstand geschuldet ist, dass Tezos zu einem Proof-of-Stake Modell gewechselt ist.

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Der Kurs von Ripple XRP am 25.05.2020

Bitcoin (BTC) hat nur eine Inflationsrate von etwas unter 4 Prozent. Dazu hat auch das kürzlich stattgefundene Halving beigetragen, mit dem die Belohnung der Miner für die Blockbildung halbiert wurde. Zugleich wurde damit der Zustrom von Bitcoin auf den Markt verringert, was einer Deflation gleichkommt.

Besonders intelligent löst übrigens Binance das Problem. So kauft die Kryptobörse einen Teil ihrer eigenen Coins, die Binance Coin (BNB), zurück und vernichtet („verbrennt“) diese dann quartalsweise.

Flutet Ripple Labs den Markt mit Ripple XRP?

Aber gehen wir zurück zu Ripple XRP. Derzeit befinden sich etwas weniger als 30 Milliarden Ripple XRP im Umlauf. Das bedeutet, dass etwa 30 bis 40 Prozent des Gesamtbestandes zirkulieren. Warum aber ist das so?

Das hinter Ripple XRP stehende Unternehmen, Ripple Labs, entnimmt quartalsweise Hunderte Millionen Ripple XRP aus Wallets, in denen die Coins verwahrt werden. Diese Ripple XRP werden dann verkauft. Mit den Erlösen werden neue Partner gewonnen, die Entwicklung des Unternehmens und seiner Assets vorangetrieben und neue Anwendungsfälle eröffnet.

Das kommt bei der Community nicht gut an. Dort geht man davon aus, dass Ripple Labs so bewusst den Markt beeinflusst. Damit könnte die Community Recht haben. Im laufenden Jahr hat Ripple Labs 5 Milliarden Ripple XRP freigegeben. Das sind immerhin 5 Prozent des Gesamtbestandes. Der Fairness halber muss man aber erwähnen, dass nicht bekannt ist, wie viele dieser Coins ihren Weg an Kryptobörsen gefunden haben.

Wenn man bedenkt, dass weiterhin beinahe 50 Milliarden Ripple XRP verwahrt werden und bis 2023 jeden Monat eine Milliarde davon freigegeben werden sollen, dürfte die Inflation nicht so schnell abnehmen.


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Bild: Pixabay

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