StellarX schickt kostenlose Krypto-Handelsplattform ins Rennen

Der Wunsch nach dezentralisierten Kryptobörsen ist groß. Ein Beispiel dafür lieferte der Mitgründer von Ethereum, Vitalik Buterin, als er auf einer Konferenz sagte:

„Ich hoffe ganz klar, dass alle zentralisierten Kryptobörsen zur Hölle fahren, so sehr es eben geht.“

Die zentralisierten Bitcoin Börsen haben in der Vergangenheit viele Hacks und Betrügereien erdulden müssen. Dabei sind Werte im Bereich von vielen Milliarden US-Dollar verloren gegangen. Hinzu kommt, dass immer mehr Menschen den Schutz der finanziellen Privatsphäre als ein Grundrecht ansehen. Die angestammten Börsen unterliegen vielen Vorgaben und Gesetzen, die diesem Gedanken entgegenstehen. In diesem Lichte ist der Ruf nach dezentralisierten Alternativen durchaus verständlich.

Aus diesem Grunde wurde StellarX geschaffen. Das dahinterstehende Team hat jetzt das Ende der Beta-Testphase bekanntgegeben. Der Dienst hat damit offiziell den Betrieb aufgenommen. Das geschah über das Unternehmen Interstellar, das aus einer Partnerschaft zwischen Chain und Lightyear hervorgegangen ist.

Auf StellarX können die Nutzer Fiatwährungen, Token und andere Assets handeln. Besonders vorteilhaft ist, dass der Handel auf der Plattform grundsätzlich gebührenfrei ist. Da die Trades auf dem Stellar-Netzwerk stattfinden, ist eine kleine Gebühr in Stellar Lumens (XLM) zu zahlen. Diese Gebühren sind jedoch so gering (0,00001 Stellar Lumens), dass StellarX sie wöchentlich erstattet.

 

StellarX ist keine direkte Kryptobörse

Klarzustellen ist jedoch, dass die Plattform nicht wirklich eine Kryptobörse ist. Vielmehr ist sie eine grafische Benutzeroberfläche zur Nutzung des offenen Stellar-Marktplatzes.

Die neue Kryptobörse hat natürlich auch Nachteile. So sind auf StellarX alle Assets, außer Stellar und auf Stellar basierende Token, „gebunden“. Das bedeutet, dass die Assets auf StellarX eigentlich Token von Drittanbietern sind, die das Eigentum an dem unterliegenden Asset garantieren. Das führt zum Beispiel dazu, dass Abhebungen über die Websites der Anbieter erfolgen müssen. Für solche Abhebungen können zudem Gebühren anfallen. Immerhin hat StellarX Pläne, die Abhebungen zukünftig in die eigene Plattform zu integrieren.

Diese Nachteile mögen manche hartgesottenen „Krypto-Anarchisten“ und „Cypherpunks“ abschrecken. Etwas neutraler betrachtet muss man aber sagen, dass StellarX einen guten Kompromiss zwischen Dezentralisierung und Nutzererfahrung gefunden hat.

Vermutlich werden die Nutzbarkeit und die durch die Dezentralisierung gewonnene Sicherheit viele Kunden ansprechen. Die Plattform unterstützt zudem alle auf Stellar basierenden Token, deren Zahl derzeit etwa 2.500 beträgt. Pro Woche kommen etwa 50 weitere hinzu. Das wiederum lockt Trader an. Zudem gibt es mehrere Anreize, Stellar Lumens (XLM) als Haupt-Kryptowährung zu nutzen. StellarX wird damit sicher auch die Annahme und Verbreitung von Stellar Lumens fördern.

Darüber hinaus sind für die Zukunft weitere Funktionen für StellarX geplant. Es ist daher gut möglich, dass StellarX dem Stellar-Netzwerk zum Durchbruch verhilft.

Quellen: TechCrunch, Medium, StellarX, Pixabay

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