SWIFT Managerin über Ripple XRP: „Ich denke, dass die Zahlen für sich sprechen“

Lisa O’Connor ist die geschäftsführende Direktorin von SWIFT für den Bereich Asien-Pazifik. In einem Interview mit Ran NeuNer, dem Moderator der CNBC-Fernsehsendung „Crypto Trader“, hat O‘Connor sich jetzt zur Blockchain und Ripple XRP geäußert.

Dabei ging es zunächst um die Frage, ob SWIFT die Blockchain Technologie nutzt. O‘Connor antwortete darauf:

„Wir prüfen selektiv die Nutzung von DLT [Distributed Ledger Technology]. Wir tun das, weil unsere Eigentümer auch an diesem Trend interessiert sind. Man schaut also, wie sie DLT für bestimmte Geschäftsprobleme nutzen. Wir glauben nicht, dass DLT oder die Blockchain die Lösung für jedes Problem sind. Daher sehen wir uns jedes Problem gerne zuerst an und nutzen dann die richtige Technologie als Lösung.“

O’Connor erklärte dann einige Einsatzmöglichkeiten bei Wahlen in Singapur und in der australischen Börse. Sie ergänzte, dass es nicht darum gehe, was SWIFT prüfe. Vielmehr wolle man in der Zukunft eine Plattform sein, die ihre Mitglieder mit der besten Blockchain Lösung verbinde.

 

Swift gegen Ripple XRP

Danach fragte NeuNer, ob Swift sich Sorgen wegen Ripple XRP mache. Immerhin sehe die Ripple-Community SWIFT als den Hauptkonkurrenten für Ripple XRP. Darauf entgegnete O’Connor zunächst, dass sie meine, dass der DLT-Bereich „wirklich interessant“ sei. Danach erklärte sie:Ripple Kaufen

„Ich würde einfach sagen, dass die Zahlen insoweit für sich sprechen. Die alten Zeiten, in denen eine grenzüberschreitende Zahlung mehrere Tage benötigte, sind vorbei. Heutzutage ist diese Zeitspanne auf Minuten oder Sekunden zusammengeschrumpft und zum Teil mit Zahlungen in Echtzeit verbunden.“

Sie fügte hinzu, dass SWIFT zudem das „Global Payment Innovation“ (GPI) habe, das schnelle Zahlungen und Transparenz ermögliche. Dazu führte sie aus, dass diese Zahlungslösung Geldmengen bis zu 300 Milliarden USD pro Tag verarbeite. So hieß es:

„Im SWIFT-Netzwerk sind das 50 Prozent aller Zahlungen. Das ist eine gewaltige Menge an Zahlungen und eine gewaltige Menge unserer Mitglieder nutzen diese [Lösung] bereits. Wenn man das mit anderen Marktteilnehmern vergleicht – ja, es gibt Diskussionen, aber ich denke, dass die Zahlen für sich sprechen.“

Schließlich fragte NeuNer, wie SWIFT die erwähnte Geschwindigkeit erreiche und ob dies über existierende oder eine neue Technologie möglich sei. Darauf antwortete O’Connor:

„Das ist einfach in vielerlei Hinsicht die bereits vorhandene Technologie. Es zeigt aber auch die Leistungsfähigkeit unserer Branche.“

Abschließend stellte Ran NeuNer die Frage, ob Swift plane, eine eigene Blockchain zu erstellen oder eine bereits existierende für seine Anwendungen zu nutzen. Darauf entgegnete O’Connor:

„Es liegt nicht an mir, vorauszusagen, was unser CEO vielleicht plant, aber ich glaube, dass wir generell offen sind, unsere Plattform in der Zukunft noch intensiver zu nutzen.“

Bildquelle: Pixabay

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