Tunesien führt weltweit erste papiergesicherte digitale Zentralbankwährung ein

Die Tunesische Zentralbank hat angekündigt, die Einführung ihrer Landeswährung auf einer Blockchain zu testen.

Die Digitalisierung des Dinars macht Tunesien zum ersten Land der Welt, das die Verschiebung eines Teils seiner Geldmenge auf eine elektronische Form ankündigt. Dies geht aus einem Bericht hervor, der am Donnerstag von der russischen Nachrichtenagentur Tass veröffentlicht wurde.

Den Bürgern soll es auch möglich sein, physisches Bargeld zur digitalen Version zu konvertieren. Diese digitale Version wird zu 100% von der Landeswährung gestützt.

Der staatliche E-Dinar wird im Privatbesitz der tunesischen Regierung sein. Dieser wird auch als digitale Zentralbankwährung (CBDC) bezeichnet. Er wird vom russischen Fintech „Universa Blockchain“ betrieben. Dieses Unternehmen bietet eine Plattform für Blockchain-Lösungen, die End-to-End-Digitalisierungsdienste und programmierbares Geld für Regierungen bereitstellt. Damit steht die Funktionsweise des E-Dinars im Gegensatz zu Kryptowährungen, die auf dezentralen und öffentlichen Blockchains laufen.

E-Dinar soll billiger sein und zahlreiche weitere Vorteile bringen

Man erwartet, dass die digitale Währung der Zentralbank billiger in der Ausgabe ist und transparenter und nachvollziehbarer im alltäglichen Verkehr sein wird. Zudem sollen so illegale Aktivitäten und Steuerhinterziehung wirksamer bekämpft werden.

Alexander Borodich, Gründer und CEO von Universa, sagt, dass die neue digitale Währung keine Kryptowährung ist. Trotzdem verwendet sie die Blockchain Technologie. Also dieselbe Technologie, die auch hinter Bitcoin und anderen Kryptowährungen steht.

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„Elektronische Banknoten können nicht gefälscht werden. Jede solche Banknote ist wie die Papierversion kryptografisch geschützt und verfügt wie das Gegenstück aus Papier über eigene digitale Wasserzeichen. Und die Herstellung einer solchen Banknote ist 100-mal billiger als die Verschwendung von Tinte, Papier und Strom für die Druckmaschine.“

Universa erhält einen Prozentsatz aller Transaktionen der Blockchain, auf die die Tunesische Zentralbank zugreifen kann.

Weitere Länder werden sich möglicherweise anschließen

Dem Bericht zufolge arbeitet Universa auch mit mehreren anderen Ländern zusammen, um ein effizientes Blockchain-basiertes Netzwerk von Zentralbanken aufzubauen.

„Andere Maghreb-Länder – Marokko, Algerien und Mauretanien – nahmen ebenfalls an der Präsentation der elektronischen Währung in der tunesischen Hauptstadt teil. Diese Länder beobachten die Prüfung der elektronischen Währung. In Zukunft können sie sich dem Projekt anschließen, sich unter einem System zusammenschließen und internationale Zahlungen mit elektronischem Geld zu einer vereinbarten Gebühr abwickeln.“

Laut Borodich verändert die digitale Währung die Kernfunktionen der Banken. Beispielsweise verbleibt das gesamte physische Geld bei der Zentralbank. Währenddessen werden Geschäftsbanken zu Betreibern die wettbewerbsfähige Dienstleistungen erbringen müssen.

Universa plant auch die Überholung der kommunalen Infrastruktur, um Blockchain-basierte Lösungen und tokenisierte Plattformen in allen Städten zu ermöglichen.

„Universa bietet dem Bankensektor das weltweit schnellste Interbank-Zahlungssystem mit den niedrigsten Kosten pro Transaktion. Unser Smart.Money ist ein digitales Unterfangen, mit dem jedes Unternehmen, jede Bank und jede Regierung StableCoins ausgeben kann. Von digitalen Landeswährungen bis hin zu Gold-Tokens“ so das Unternehmen.

Textnachweis: Dailyhodl Bild: Pixabay

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