Venezuela verpflichtet Fluggesellschaften dazu, Kryptowährungen als Zahlungsmittel zu akzeptieren

Venezolanischer Präsident verpflichtet Fluggesellschaften dazu, Petro und Kryptowährungen als Zahlungsmittel für Tickets zu akzeptieren.

Die ölgestützte Kryptowährung Venezuelas macht weiter Schlagzeilen. Der Kryptobeauftragte des Landes, Carlos Vargas, kündigte kürzlich an, dass venezolanische Fluglinien jetzt Petro (PTR) und andere Kryptowährungen als Zahlungsmethoden akzeptieren können.

Vargas kündigte diese Schritte im Auftrag des Präsidenten Venezuelas, Nicolás Maduro, an. Die Mitteilung erfolgte über Twitter und besagte, dass „Fluglinien nationale und internationale Flüge für »Petro« und andere Kryptowährungen anbieten dürfen“.

Anfang des Monats hatte Maduro bereits verschiedene Staatsunternehmen angewiesen, den Kauf und Verkauf von Produkten und Dienstleistungen über Petro abzuwickeln. Zu diesen Unternehmen gehört die staatliche Erdöl- und Naturgasgesellschaft PDVSA. Ebenfalls angewiesen wurde die „Corporación Venezolana de Guayana (CVG)“, ein dezentralisiertes Konglomerat, zu dessen Tochtergesellschaften auch Edelmetallproduzenten gehören.

Nach Angaben des venezolanischen Nachrichtensenders Telesur haben seit der Herausgabe des Petro am 20. Februar Investoren und Unternehmer aus 127 verschiedenen Ländern ihr Interesse an der Kryptowährung bekundet. Das bedeutet, wie kürzlich von CCN berichtete, dass sich über 171.000 Personen und Unternehmen für den Vorverkauf haben eintragen lassen.

Auf Twitter gab die Regierung weiter bekannt, dass 40,8 Prozent der Käufer planten, die Transaktion mit USD durchzuführen, während 6,5 Prozent ihre PTR mit EUR bezahlen wollten. Bitcoin und Ethereum seien bei den Vorregistrierungen mit 33,8 und 18,4 Prozent vertreten.

Nach Angaben von Nicolás Maduro erbrachte der Petro-Tokenverkauf am ersten Tag 735 Millionen USD. Telesur meldete, dass die Kryptowährung inzwischen „Umsätze von über 3 Milliarden USD“ zu verbuchen habe. Allerdings wird keine dieser Behauptungen von Beweisen gestützt.

Es herrschte einige Zeit Ungewissheit über die Blockchain, auf die sich der Petro stützt. Beobachter fanden heraus, dass eine NEM-Wallet, von der vermutet wird, dass sie der venezolanischen Regierung gehört, noch keines der Millionen von Petro-Tokens aus dem Vorverkauf verteilt hat.

Die venezolanische Kryptowährung soll dazu dienen, den Wirtschaftssanktionen zu entgehen, die die USA gegen das Land verhängt haben. Senatoren in den USA haben die Kryptowährung dementsprechend verurteilt. Der venezolanische Kongress, der in der Mehrheit von der Opposition beherrscht wird, nannte den Verkauf eine „illegale und verfassungswidrige“ Machenschaft, die dazu diene, die Ölreserven des Landes zu verpfänden.

Ungeachtet dessen hat Maduro eine zweite staatliche Kryptowährung angekündigt. Diese soll „Petro Gold“ heißen und wird von Edelmetallen gedeckt. Wie CCN berichtete, wurde Petro Gold am 22. Februar für „die nächste Woche“ angekündigt. Der venezolanische Präsident erklärte dazu:

„In der nächsten Woche werde ich Petro Gold herausgeben, das von Gold gedeckt wird. Damit wird es noch einflussreicher sein und den Petro stärken“.

Seit Beginn des Vorverkaufs von Petro haben auch andere Länder Pläne für eigene Kryptowährungen offenbart. Dazu gehören Iran, der sich kürzlich von Bitcoin abwandte, und die Türkei.

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