Vitalik Buterin: Ethereum & Co. müssen zwei Hindernisse überwinden, um zum Mainstream zu werden

Vitalik Buterin ist der Mitbegründer von Ethereum. In einem Interview mit dem US-amerikanischen Ökonomen Tyler Cowen äußerte sich Buterin zu Kryptowährungen im Allgemeinen. Dabei ging es unter anderem um die Frage, welche Hürden die Kryptowährungen überwinden müssten, um in den Mainstream zu gelangen. Buterin sah dabei zwei wesentliche Hindernisse, die Skalierbarkeit und die Einfachheit der Benutzung.

Im Hinblick auf die Skalierbarkeit führte Buterin aus:

„Die Kapazität der Ethereum Blockchain beträgt derzeit etwa 15 Transaktionen pro Sekunde. Wenn man nur daran denken wollte, etwa alle Fahrten von Uber auf die Blockchain zu bringen, wären das schon 12 Transaktionen pro Sekunde. Wenn man dann versuchen wollte, PayPal herüberzuholen, ginge es schon um Hunderte von Transaktionen. Alles, was noch komplexer ist, geht in den mehrfachen Tausenderbereich. Ich glaube, dass die bloße Fähigkeit, mehr Transaktionen pro Sekunde zu verarbeiten, wichtig ist. Das kann man durch Sharding und andere Skalierbarkeitsverbesserungen auf der Basisebene erreichen, an denen wir derzeit arbeiten.“

Die Benutzererfahrung von Kryptowährungen ist ebenfalls sehr wichtig

Zu der von ihm angesprochenen Einfachheit der Benutzung stellte er fest:

„Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Benutzererfahrung. Die Nutzung der Blockchain sollte nicht so umständlich sein, wie sie es heute noch ist. Zusätzlich muss man die Benutzererfahrung auch im Hinblick auf die Sicherheit verbessern. Es geht darum, wie einfach es ist, ein Wallet einzurichten, so dass nicht jemand das ganze Geld über Nacht stehlen kann (…). Das sind die Herausforderungen, für die wir viel mehr Innovation brauchen. Ich glaube, dass wir solche Innovationen in den nächsten paar Jahren sehen werden.“

Buterin erklärte auch, was einer Kryptowährung einen Wert verleihe. Weiter erläuterte er, wie man, seiner Meinung nach, prüfen könne, ob eine neue Kryptowährung einen Wert habe. Dazu sagte er:

„Ich habe viel darüber nachgedacht und bin immer noch nicht sicher, was die beste Antwort ist (…). Eine Möglichkeit, den Wert zu bestimmen, ist es, die Kryptowährung als eine Art Unternehmen zu betrachten. Dieses Unternehmen erzielt Einnahmen über Gebühren (…). Ein einfaches Modell ist es dann, den Kapitalwert der Transaktionsgebühren zur Bewertung zu verwenden.“

Danach erklärte Buterin kurz die vielfältigen Möglichkeiten, sich an Ethereum im weiteren Sinne zu beteiligen.

Zusätzlich dazu führte er aus, was ihn an der neuen Branche, die die Kryptowährungen und die Blockchain geschaffen haben, so fasziniert. Buterin sagte:

„Ich finde, dass das ein Teil dessen ist, was Kryptowährungen interessant macht. Sie sind nicht nur ein dezentralisierter Widerstand gegen Zensur. Sie sind auch eine kulturelle Weiterentwicklung, die selbst viele Aspekte der Dezentralisierung beinhaltet. Dabei geht es darum, wie sie erstellt werden, aber es geht auch um eine Lebensart und Zusammenarbeit, ebenso wie das Schaffen von Dingen.“

 

Quelle: Soundcloud, Pixabay

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