Wieso EOS, Stellar, IOTA, Waltonchain, Binance, Litecoin, NEO & Monero die Altcoin-Apokalypse überleben werden

2018 war bisher ein echtes Desaster für die Kryptokurse. Zwar glauben wir fester denn je an Bitcoin, aber wir haben Zweifel, ob die Mehrheit der Altcoins je wieder ihre Allzeithochs wird erreichen können.

Denken Sie einmal zurück an das Jahr 2014. Seinerzeit wurden die Top 20 von Bitcoin, Litecoin und Ripple XRP angeführt. Die restlichen Plätze belegten Exoten wie Peercoin, Terracoin und ähnliche. Wie viele von diesen Coins sind noch relevant? Den großen Bärenmarkt von 2014/2015 haben nur die drei führenden überstanden: Bitcoin, Litecoin und Ripple XRP.

Wenn man also den Markt von 2014/2015 mit dem heutigen vergleichen kann, sollte man lieber scharf nachdenken, was im eigenen Portfolio bleiben darf. Es ist schwer Verluste hinzunehmen, aber das Begrenzen von Verlusten weist einen gereiften Investor aus.

 

Der Kryptomarkt hat sich seit 2014 stark verändert

Es ist immer wichtig, sich die Geschichte anzusehen, denn wer daraus nichts lernt, läuft Gefahr, sie zu wiederholen. Man muss aber auch bedenken, dass sich seit dem letzten Bärenmarkt viel verändert hat. Als Beispiel sei die Marktkapitalisierung genannt. Im Jahr 2014 lag die Gesamtmarktkapitalisierung bei etwa 2 Milliarden USD. Das war ungefähr 100 Mal weniger als heute. Ganz zu schweigen, dass 2014 nur wenige Leute je von Bitcoin gehört hatten oder wussten, um was es sich handelt. Heute kennt die ganze Welt Bitcoin, gerade durch seinen Höhenflug Ende 2017. Ungeachtet dessen befinden wir uns noch in den Anfangstagen und nur ein kleiner Teil der Menschen hält Kryptoassets.

Es bleibt auch noch viel zu tun. Nach wie vor kann man den Kryptomarkt mit einem unsicheren, hormongesteuerten Teenager vergleichen, der auf einer Party das erste Mal „eine Pille geschmissen“ hat und jetzt glaubt, denn Sinn des Lebens erkannt zu haben.

Im neuesten „BitMEX CryptoTrader Digest“ teilte der BitMEX-CEO Arthur Hayes, einige erschreckende Details mit. Dabei ging es um die Kryptoblase des Jahres 2017. Im Wesentlichen soll dabei nach dem Grundsatz vorgegangen worden sein: „Stopf Du mir meine Taschen voll und ich stopfe Deine“. So schreibt Hayes:

„Den wirklichen Profit haben 2017 die Ethereum-Halter, Shitcoin-Projekte und die Promoter gemacht. Das Grundkapital für viele der angesehenen Krypto-Hedge-Fonds stammte von übergroßen Gewinnen von gehaltenen Ethereum- und Tokenprojekten. Neidische Risikokapitalgeber alter Schule wandelten Teile ihrer Mittel in schlecht durchdachte Hedge-Fonds um, damit sie auch auf Shitcoins wetten konnten. Jeder kam mit Informationen zu denselben Geschäften und glaube, es begriffen zu haben. Das hat in 2017 gut funktioniert.“

Alles in allem sind wir optimistisch und glauben, dass der derzeitige Bärenmarkt vermutlich (oder hoffentlich) kürzer sein wird als derjenige von 2014/2015.

 

Wie kann man beurteilen, welche Coins überleben werden?

Vorweg darf ich anmerken, dass ich Bitcoin, Ethereum und Ripple XRP hier nicht besprechen werden. Wenn einer dieser Marktführer sich nicht erholen sollte, dann haben wir ganz andere, größere Probleme.

Hier nun eine Liste von Aspekten, die unserer Meinung nach wichtig für das Überleben einer Coin sind:

– Starke Community

– Echtes, markgerechtes Produkt

– Elite-Team

– Voll kapitalisiert (viele Projekte rafft es dahin, weil ihre Mittel in Ethereum angelegt wurden; Ethereum ist seit den Initial Coin Offerings aus 2017 jedoch um 60 bis 80 Prozent gesunken.)

– Alte Projekte, die immer noch relevant sind (Lindy-Effekt)

– Projekte, die die Unterstützung Chinas genießen (falls Sie es noch nicht bemerkt haben sollten: China schickt sich an, die Führungsrolle in der weltweiten Technologie zu übernehmen)

Eine andere Methode, die Überlebensfähigkeit von Projekten einzuschätzen, ist es, sie in eine von drei bestimmten Kategorien einzuordnen. Projekte in der Kategorie 1 haben die besten Chancen, während die Kategorie 3 eine hohe Ausfallrate kennzeichnet.

– Kategorie 1: Kryptowährungen – beste Nutzungsfälle, längste Geschichte, so wie Bitcoin, Litecoin oder Monero.

– Kategorie 2: Plattformen/Protokolle – haben den Vorteil, von anderen, auf ihnen aufbauenden Projekten abgeschirmt zu werden; einige davon haben viel Kapital (etwa EOS)

– Kategorie 3: dApp-Token – leider ist die Welt noch nicht bereit; daher dürften diese Token vermutlich wie die Dinosaurier aussterben

In den folgenden Tagen veröffentlichen wir eine kurze Analyse und Prognose zu den 8 besten Altcoins, die den Bärenmarkt voraussichtlich überleben werden: EOS, IOTA, Binance, Litecoin, Monero, Stellar Lumens, NEO.Quellen: BitMEX Crypto Trader Digest, Pixabay

 

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