Was ist Blockchain?

„Die zentrale praktische Konsequenz (von Kryptowährungen) ist, dass es zum ersten Mal eine Möglichkeit für Internetnutzer gibt, digitales Eigentum direkt und sicher an einen anderen Internetnutzer zu übertragen. Jeder weitere Teilnehmer des (Blockchain-)Netzwerks kann die entsprechende Transaktion folglich einsehen und eindeutig nachvollziehen. Die absolute Legitimität eines jeden Transfers ist systemintern demnach stets durch diese umfassende Transparenz und Nachvollziehbarkeit gewährleistet. Die revolutionären Konsequenzen dieses Durchbruchs sind nur schwer zu überschätzen.“ Marc Andreesen

Das übergeordnete Prinzip der Blockchain Technologie genannten und für monetäre Transaktionen revolutionären Systematik ist vielen von uns aus anderen Kontexten bereits wohl vertraut. Ein bekanntes Beispiel hierfür wäre Wikipedia.

Eine zentrale Eigenschaft der Blockchain liegt darin begründet, dass jeder Benutzer das Recht hat, inhaltliche Einträge in eine Informationsaufzeichnung zu schreiben und damit Inhalte zu generieren und zu verteilen. Die Gemeinschaft der Benutzer steuert folglich die Aufzeichnung und Aktualisierung von Informationen kollektiv und direkt. Ganz genau so, wie auch Wikipedia Einträge nicht das Produkt eines einzelnen Redakteurs, sondern ein gemeinschaftliches Werk sind.

Auf einer anderen Ebene werden die Unterschiede dann jedoch deutlicher. Während sowohl Wikipedia, als auch die Blockchain Technologie auf dem Internet als distributivem Netzwerk basieren, ist Wikipedia auf dem World Wide Web aufgebaut und nutzt hierbei ein „client server network model“. Dies bedeutet, dass ein Wikipedia Nutzer über seinen Account zwar Inhalte der Enzyklopädie ändern kann, diese jedoch weiterhin auf einem zentralen Server gespeichert sind. Wenn ein Nutzer nun auf die Wikipedia-Seite zugreift, erhält er die aktualisierte Version der „Master-Kopie“ des entsprechenden Wikipedia-Eintrags. Die Kontrolle der Datenbank verbleibt jedoch bei den Wikipedia-Administratoren, so dass der Zugriff auf entsprechende Inhalte und letztlich die Berechtigungen im Umgang mit selbigen weiterhin von einer zentralen Instanz verwaltet werden.

Das digitale Rückgrat von Wikipedia ähnelt somit den stark geschützten und zentralisierten Datenbanken, die Regierungen, Banken oder Versicherungen heute vorwiegend verwenden. Die Kontrolle dieser zentralisierten Datenbanken liegt bei ihren jeweiligen Eigentümern. So bleiben die Verwaltung von Updates, die Zugriffsrechte und der Schutz vor Cyber-Bedrohungen in der Hand der entsprechenden Institution.

Durch die Blockchain Technologie wird hingegen eine dezentrale, verteilte Datenbank erzeugt.

Während die „Master-Kopie“ von Wikipedia also auf einem zentralen Server bearbeitet, gespeichert und abgerufen wird und alle Benutzer ausschließlich diese eine neue Version betrachten können, werden im Fall von „Blockchain“ eine Vielzahl gleichwertiger Knotenpunkte generiert, welche wechselseitig kommunizieren. Jeder Knotenpunkt und jeder damit assoziierte Datensatz im Netzwerk wird unabhängig aktualisiert, gespeichert und abgerufen.

Der populärste Datensatz übernimmt als de-facto-gültig gewissermaßen die Rolle der „Master-Kopie“. Die Kontrolle liegt somit nicht bei einzelnen, privilegierten administrativen Institutionen, sondern bei der Gemeinschaft der Benutzer selbst.

Transaktionen werden direkt und dezentral übertragen. Jeder Informationsknoten erstellt seine eigene aktualisierte Version von Ereignissen.

Es ist dieser Unterschied, der die „Blockchain-Technologie“ so nützlich macht. Durch die innovative Informationsregistrierung, -generierung und -verteilung wird die Notwendigkeit einer vertrauenswürdigen und kontrollierenden dritten Partei überflüssig.

Die Blockchain Technologie ist also trotz der genannten Neuheiten keine grundlegend neue Technologie. Sie kombiniert vielmehr bereits bewährte Technologien und wendet diese auf neue Weise an. Die Idee des Bitcoin Schöpfers Satoshi Nakamoto zeichnet sich durch eine innovative Verbindung und neuartige Konfiguration drei bereits bestehender Technologien aus. Das Internet, die Verschlüsselung von Daten mit privaten Schlüsseln und ein Protokoll, dass die Incentivierung regelt macht das neue monetäre System von Bitcoin so revolutionär und nützlich.

Das Ergebnis ist, wie bereits erwähnt, ein System für digitale Interaktionen, welches keine vertrauenswürdige dritte Partei benötigt und einer entsprechenden Machtkonzentration vorbeugt. Der kontinuierliche Prozess zur Sicherung digitaler Beziehungen ist die Blockchain Technologie selbst implizit und wird durch eine elegante, einfache und dennoch robuste Netzwerkarchitektur gewährleistet.

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Digitales Vertrauen definieren

Vertrauen ist eine Risikobewertung zwischen verschiedenen Parteien. In der digitalen Welt basiert die Bestimmung von Vertrauen oft darauf die Identität (Authentifizierung) nachzuweisen und folglich personalisierte Berechtigungen (Autorisierung) zu beweisen.

Einfacher ausgedrückt wollen wir wissen: „Bist du wirklich der, für den du dich ausgibst zu sein?“ und „Darfst du das tun, was du zu tun versuchst?“

Im Fall der Blockchain Technologie bietet die Kryptografie mit privaten Schlüsseln ein leistungsfähiges „Besitz-Tool“, das die individuellen und kollektiven Authentifizierungsanforderungen erfüllt. Der Besitz eines privaten Schlüssels ist persönliches Eigentum. Dieser private Schlüssel dient den Teilnehmern der Transaktion für eine eindeutige und auf die gewünschte Aktion ausgerichtete Authentifizierung. Es bietet den Teilnehmenden jedoch darüber hinaus auch datenschutzrechtliche Vorteile, da es den Nutzern erspart, mehr persönliche Informationen zu teilen, als sie für einen direkten Austausch benötigen würden. Das Hacken persönlicher, vertraulicher Daten wird somit weitestgehend ausgeschlossen.

Neben dieser eindeutigen, sicheren und zugleich anonymen Authentifizierung ist in zweiter Instanz vor allem auch die Autorisierung wichtig. Letztere gewährleistet unter anderem, ob der entsprechende Nutzer über genug digitales Kapital verfügt um den Anforderungen des gewählten Transaktionstyps gerecht zu werden. Hierfür wird ein sogenanntes verteiltes Peer-to-Peer-Netzwerk als Ausgangspunkt genutzt. Dieses reduziert das Risiko einer zentralisierten Beschädigung oder eines Fehlers und beugt so auch potentiellen äußeren Angriffen vor.

Dieses verteilte Netzwerk ist an die Aufzeichnungen und die Sicherheit des Transaktionsnetzwerks gebunden. Jede Autorisierungstransaktion ist das kumulierte Ergebnis des gesamten Netzwerks. Dieses wendet konsequent dieselben Regeln an, nach welchen das Protokoll der „Blockchain“ konstruiert wurde.

Die so bereitgestellte Authentifizierung und Autorisierung ermöglicht Interaktionen in der digitalen Welt, ohne auf teures und risikobehaftetes Vertrauen auf eine dritte Instanz angewiesen zu sein. Heute sind Unternehmer aus der ganzen Welt auf die weitreichenden Auswirkungen und zahlreichen Möglichkeiten dieser Entwicklung aufmerksam geworden – ungeahnte, neue und mächtige, dezentrale digitale Beziehungen sind im Entstehen. Die Blockchain Technologie wird entsprechend zunehmend als die geeignete Grundlage für das künftige Internet of Value bezeichnet.

Die Idee, dass kryptografische Schlüssel und geteilte Transaktions-Knotenpunkte Anreize für Benutzer bieten können, digitale Beziehungen zu sichern und zu formalisieren, führt dazu, dass der Fantasie hinsichtlich neuer Anwendungskontexte kaum noch Grenzen gesetzt sind. Von Regierungen über IT-Unternehmen bis hin zu Banken wird versucht diese neue Transaktionsebene aufzubauen und zu etablieren um die vielzähligen neuen Möglichkeiten die damit verbunden scheinen auszuloten.

Authentifizierung und Autorisierung als konstitutiver Grundstein für digitale Transaktionen sind das angewandte Ergebnis und das strukturelle Fundament der Blockchain Technologie. Dieses steht ab sofort und künftig für jeden Bedarf als ein zugleich sicheres, vertrauenswürdiges und anonymes, digitales Transaktionssystem zur Verfügung.