Erste große Bitcoin Börse erhält Erlaubnis Wertpapier Tokens zu notieren

Die Kryptobörse Coinbase hat von der US-Börsenaufsichtsbehörde SEC und der US-Wertpapieraufsicht FINRA eine besondere Genehmigung erhalten. Diese Genehmigung berechtigt Coinbase im Ergebnis, auch Coins zu notieren, die nach US-Recht als „Wertpapiere“ gelten. Dies berichtete Bloomberg.

Ein Sprecher von Coinbase erklärte gegenüber Bloomberg, dass die SEC und die FINRA es Coinbase gestattet hätten, verschiedene Wertpapierhändler zu kaufen. Dazu gehören Keystone Capital Corp., Venovate Marketplace Inc. und Digital Wealth LLC. Durch diese Käufe kommt Coinbase in den Besitz verschiedener Lizenzen. Mit diesen kann Coinbase Wertpapiertoken anbieten und als Broker-Dealer sowie als registrierter Investmentberater auftreten.

Zeitraum ist noch nicht klar

Der Sprecher teilte weiter mit, dass Coinbase nun seine Technologie in die neuen Tochtergesellschaften integrieren werde. Einen Zeitrahmen dafür nannte er jedoch nicht.

In der letzten Woche hatte die in San Francisco ansässige Kryptobörse mitgeteilt, dass man die Notierung von fünf neuen Coins prüfe. Dazu gehören Cardano (ADA), Basic Attention Token (BAT), Stellar Lumens (XLM), Zcash (ZEC) und 0x (ZRX). Ergänzend teilte Coinbase jedoch mit, dass eine Notierung der Token nicht garantiert sei.

Bereits im Juni hatte Coinbase angekündigt, auch Ethereum Classic (ETC) und ERC-20-Token zu unterstützen. Das Unternehmen hatte seinerzeit mitgeteilt, dass die Entscheidung zur Unterstützung auch einem weiteren Zweck diene. Dabei gehe es darum, „den Weg für eine Unterstützung von ERC-20-Token im Rahmen zukünftiger Coinbase-Produkte zu ebnen.“

Im März 2018 hatte die SEC bereits Hinweise zum Handel mit Token gegeben, die als „Wertpapiere“ einzustufen seien. Nach Angaben der Börsenaufsichtsbehörde müssten sich Kryptobörsen, die den Handel mit solchen Token anbieten, bei ihr anmelden und sich regulieren lassen. Dementsprechend würden dieselben Regeln gelten wie für herkömmliche Börsen. Die SEC fügte hinzu, dass Unternehmen, die als alternative Handelssysteme tätig sein wollten, ebenfalls regulatorischen Anforderung unterliegen. Dazu hieß es:

Weitere Krypto Börsen werden folgen

„Die Registrierung als Broker-Dealer bedeutet für die alternativen Handelssystemanbieter, dass sie eine ganze Reihe regulatorischer Vorgaben erfüllen müssen. So benötigen solche Anbieter angemessene Richtlinien und Prozesse, um den Missbrauch von wichtigen, nicht-öffentlichen Informationen zu verhindern. Zudem müssen sie Buchhaltungs- und Aufzeichnungspflichten erfüllen. Weiter gelten finanzielle Verantwortungsgrundsätze, unter anderem, sofern einschlägig, hinsichtlich der Sicherung von Kundeneinlagen und -wertpapieren.“

Neben Coinbase interessieren sich auch andere Unternehmen für diese Art der Genehmigung. Das liegt daran, dass die SEC bereits angekündigt hat, dass sie viele Coins grundsätzlich als Wertpapiere ansieht. Ohne eine Lizenz der SEC könnten US-Unternehmen diese Coins nach einer offiziellen Erklärung der SEC nicht mehr in den USA anbieten. Dem wollen die Unternehmen natürlich zuvorkommen und sich so für die Zukunft wappnen.

Quellen: Bloomberg, Coinbase, Pixabay

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