Indien erlaubt ab sofort Bitcoin, Ripple, Ethereum & Co: Krypto-Unternehmer sagt Handelsschub voraus

In Indien ist die Bahn für Kryptowährungen wieder frei und die dortigen Unternehmer erwarten einen Handelsschub für Kryptowährungen wie Bitcoin, Ripple (XRP) und Ethereum.

In einem Grundsatzurteil hat der Oberste Gerichtshof Indiens am Mittwoch entschieden, das indische Verbot von Dienstleistungen mit Kryptowährungs für Banken und Unternehmen aufzuheben. Der Gerichtshof urteilte, dass das Verbot verfassungswidrig sei. Die Zentralbank des Landes, die Reserve Bank of India, hatte 2018 über ein Rundschreiben ein Verbot von Transaktionen mit Kryptowährungen durchgesetzt.

Indiens Kryptowirtschaft steht bereit

Nur sechs Stunden nach dem Urteil des Obersten Gerichtshofs war die Kryptobörse „CoinDCX“ zur ersten Plattform in Indien, die mit einer lokalen Bank zusammenarbeitete. Die in Mumbai ansässige Börse kündigte an, dass sie nun Unterstützung für Fiat-Transfers bietet, so dass Kunden Bitcoin und andere Kryptowährungen mit Indischen Rupien kaufen können.

Jetzt können die Inder damit Kryptogeschäfte wieder über formellen Bankdienstleistungen abwickeln. Brancheninsider erwarten, dass Innovatoren, Entwickler und Unternehmer in diesem Raum die verlorene Zeit durch den Aufbau umfangreicher Fintech- und Kryptowirtschaften wieder aufholen.

Laut Benson Samuel, dem Direktor für Technologie bei Tokenyz Ventures, werden mehrere Unternehmen ihre Initiativen wieder aufnehmen und weiterhin Plattformen, Produkte und Dienstleistungen für Kryptowährungen aufbauen. So sagte er:

Es ist ein sehr positives Zeichen, das sich jetzt das durchgesetzt hat, was wir seit zwei Jahren erwartet haben. Der größte Teil der Infrastruktur und der Kleinigkeiten für die Kryptowährung wurde bereits in den letzten Jahren ausgebaut.

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Bitcoin Kurs am 06.03.2020

Sumit Gupta, Mitbegründer und CEO von CoinDCX, erklärte:

Indiens Kryptoumfeld dürfte sich nach dem Gerichtsurteil verändern. Aus diesem Grund sollten die Krypto-Rupien-Paare einen massiven Sprung erleben, da neue Investoren (sowohl institutionelle als auch private) nun ohne Zögern oder Skepsis in die Kryptomärkte investieren können.

Weiter sagte er:

Der Markt ist jetzt für jeden in Indien offen, und CoinDCX möchte diesen neuen Investoren und Nutzern die beste Lösung bieten – die Integration von Banken war unsere erste Priorität. Die Integration des Bankwesens wird uns große Märkte eröffnen. Die Integration der Bankkanäle macht den gesamten Prozess der Einführung von Kryptowährungen einfacher.

Das sagen die Anwälte

Die Anwaltskanzlei „Ikigai Law“ vertrat die Börsen Koinex, CoinDCX, Throughbit und CoinDelta und reichte die erste Petition vor dem Obersten Gerichtshof ein, um seinen Mandanten den Zugang zur formellen Wirtschaft wieder zu ermöglichen. Die Anwälte stellten heraus, dass die Börsen umfangreiche Mechanismen für KYC (Kundenverifikation) und AML (Verhinderung der Geldwäsche) implementiert hätten, um Bedenken hinsichtlich digitaler Vermögenswerte, die illegale Aktivitäten erleichtern, auszuräumen.

Weiter argumentierte Ikigai:

Das Rundschreiben [der Indischen Zentralbank vom April 2018] hebt dieses Sicherheitsnetz auf, indem es die Banken weitgehend vom Ökosystem abschneidet.

Die indischen Krypto-Märkte schicken sich an, schnell aufzuholen. So verzeichnete die Bitcoin Bank App „Cashaa“ nach der Entscheidung des Obersten Gerichtshofs bereits ein Volumen von über 500 Bitcoin (Wert: etwa 4,4 Millionen USD) in Indien.


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Bild: Pixabay

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