Ripple CEO hat optimistische Prognose für Bitcoin, aber Energieverbrauch sei problematisch

Brad Garlinghouse, der CEO von Ripple Labs, hat sich optimistisch zu Bitcoin geäußert. Zugleich rügte er den gewaltigen Energieverbrauch von Bitcoin.

In einem kürzlich mit CNN geführten Interview bestätigte Garlinghouse, dass er selbst Bitcoin besitzt. Bereits im Juni 2019 hatte er erklärt, dass er schon lange an dem König der Kryptowährungen interessiert sei.

Aber das bedeutet nicht, dass er Bitcoin (BTC) für perfekt hält. In einem neuen Tweet sagt Garlinghouse, dass der Energieverbrauch der Bitcoin- und Ethereum-Netzwerke (ETH) eine massive Verschwendung sei.

Der Energiehunger von Bitcoin

Garlinghouse zitierte dabei einen Artikel aus The Telegraph, in dem es um die Energiemenge geht, die das Bitcoin Netzwerk bei seinen Transaktionen verbraucht. Dem Bericht zufolge ist die Energiemenge, die für den Betrieb der Kryptowährung benötigt wird, nun mit dem Stromverbrauch von Chile vergleichbar.

„Der Kohlenstoff-Fußabdruck einer einzelnen Transaktion entspricht 780.650 Visa-Transaktionen oder 52.043 Stunden YouTube“, so die Berechnungen von Alex de Vries, einem Spezialisten für Blockchains bei PricewaterhouseCoopers.

Als Antwort auf Garlinghouse sagt Gabor Gurbacs, Direktor für Digital Asset Strategy der Investmentmanagementfirma VanEck, dass die Energie, die Bitcoin verwendet, notwendig ist, um ein sicheres und dezentralisiertes Netzwerk aufrechtzuerhalten. Er wies auch darauf hin, dass nicht nur die Kryptobranche große Mengen an Energie verbraucht, sondern auch das Netzwerk von Banken und Zahlungsdienstleistern, die weltweit als Finanzvermittler fungieren.

Bitcoin Kurs vom 06.03.2020

Ripple besitzt mehr als die Hälfte der Gesamtmenge seiner Kryptowährung Ripple XRP. Diese ist, nach Marktkapitalisierung, die derzeit drittgrößte Kryptowährung der Welt. Die Kryptowährung von Ripple Labs ist weitaus weniger energiehungrig als Bitcoin, aber angesichts der Kontrolle von Ripple Labs über mehr als 50 Milliarden XRP-Coins wird seit Jahren darüber diskutiert, wie dezentralisiert sie wirklich ist. Die Gesamtmenge von Ripple XRP liegt bei knapp 100 Milliarden Coins.

Bitcoin grüner als gedacht?

Trotz aller Bedenken und Kritik gibt es auch andere Stimmen. So zeigt ein kürzlich erschienenes Forschungspapier der Firma Coinshares, dass der Großteil der von Bitcoin verbrauchten Energie aus erneuerbaren Quellen stammt:

Das Bitcoin Mining findet hauptsächlich in Regionen der Welt statt, in denen reichlich erneuerbare Elektrizität zur Verfügung steht.

Weiter heißt es dort:

Wir gehen nach einer konservativen Schätzung davon aus, dass der Anteil erneuerbarer Energien am Energiemix, der das Bitcoin Mining speist, 74,1 % beträgt. Damit beruht das Bitcoin Mining stärker auf erneuerbaren Energien als fast jede andere Großindustrie der Welt.


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Bild: Pixabay

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