Bitcoin Handelsvolumen steigt in Argentinien über 50% an, Menschen in Venezuela kaufen ebenfalls Bitcoin auf Rekordniveau

Die Nachfrage nach Bitcoin steigt in Argentinien auf der Kryptobörse LocalBitcoins stark an. Und auch in Venezuela kaufen die Menschen Bitcoin auf Rekordniveau.

Der anhaltende Kursverfall des Peso macht die Ersparnisse weiterhin zunichte. Die Landeswährung ist im Jahr 2019 gegenüber dem US-Dollar um weitere 37 % gefallen, nachdem sie im Jahr 2018 die Hälfte ihres Wertes verloren hat.

Die Bemühungen der Zentralbank, den Peso durch strenge Kapitalkontrollen und Beschränkungen für Fremdwährungstransaktionen zu stabilisieren, tragen zu einem rekordverdächtigen Anstieg des wöchentlichen Bitcoin-Handels bei. Nach Angaben von Coin.dance ist das Bitcoin-Volumen in der Woche zum 21. Dezember um über 50% von 21,5 Millionen auf 32,6 Millionen gestiegen. Es hat damit einen neuen Rekord aufgestellt.

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Quelle: Coin.dance

Regierung versuchte zuvor Kapitalabfluss zu Bitcoin zu stoppen

Die argentinische Zentralbank hat im September eine neue Runde von Währungskontrollen eingeführt, um die Schuldenkrise des Landes zu stoppen. Am 1. November verhängte sie ein Verbot, das den Verbrauchern den Kauf von Bitcoin und anderen Kryptowährungen mit Kreditkarten verbietet. Diese Politik wollte zwar den Kapitalabfluss an Bitcoin verlangsamen, es hatte aber den gegenteiligen Effekt.

Andrés Oppenheimer ist Redakteur und syndizierter Außenpolitik-Kolumnist des Miami Herald. Er schlägt vor, dass Argentinien und Venezuela ihre Wirtschaft auf den US-Dollar stützen sollten.

Er sagt, er habe die wirtschaftlichen Turbulenzen Argentiniens mit dem ehemaligen Wirtschaftsminister Domingo Cavallo diskutiert. Dieser hat zwischen 1991 und 2001 den argentinischen Peso an den US-Dollar gebunden. Cavallo ist jetzt Gastprofessor in Harvard. Er empfiehlt Argentinien die Einführung eines Doppelwährungssystems. Dies soll es den Menschen erlauben sowohl in der Landeswährung als auch in US-Dollar zu sparen. Er nennt es eine ‚bi-monetäre‘ Wirtschaft.

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„Venezuela und Argentinien müssen möglicherweise den US-Dollar oder ein Zwei- oder Mehrwährungssystem übernehmen. So politisch inkorrekt das auch klingen mag. Andernfalls, falls sie keine drastischen Schritte unternehmen um die öffentlichen Ausgaben zu reduzieren, werden sie die Decksitze auf der Titanic immer wieder neu arrangieren“ sagt Oppenheimer.

Regierungsbeamte versuchen der von Hyperinflation und der abgewerteten Währung geplagten Wirtschaft Abhilfe zu verschaffen. Coin.dance berichtet jedoch, dass Argentinien nicht das einzige südamerikanische Land war, das Rekorde im Bitcoin-Handelsvolumen verzeichnete. Auch das wöchentliche Bitcoin Volumen von LocalBitcoins in Venezuela erreichte mit einem Anstieg von über 18% ein neues Allzeithoch.

Textnachweis: Dailyhodl Bild: Pixabay

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