Bitcoin Mining ist nicht so schlecht für den Planeten wie jeder denkt sagt neue Studie

Die energiefressende Blockchain von Bitcoin ist nicht gut für die Umwelt. Aber eine neue Studie behauptet, dass die Auswirkungen auf den Planeten nicht so schrecklich sind, wie wir alle dachten.

Die Auswirkungen des Bitcoin Minings auf die Umwelt sind seit langem Gegenstand vieler Diskussionen. Aber eine neue Studie deutet darauf hin, dass solche Bedenken übertrieben sein könnten.

Susanne Köhler und Massimo Pizzol sind ein Forscherpaar von der Universität Aalborg in Dänemark. Sie sagen, dass viele der früheren Studien über die Auswirkungen von Bitcoin auf die Umwelt „pauschale Annahmen“ getroffen haben. Diese Annahmen betrafen vor allem die Menge der durch das Mining verursachten Kohlenstoffemissionen. Nur sehr wenige dieser Studien, so die Forscher, haben versucht, zu genauen Daten zu gelangen. Köhler glaubt, dass der Mangel an legitimen Informationen ein sehr kontroverses Feld geschaffen hat.

„Auf der einen Seite haben wir diese alarmierenden Stimmen, die sagen, dass wir das Pariser Abkommen wegen Bitcoin nicht erfüllen werden“, sagte sie dem New Scientist. „Auf der anderen Seite gibt es viele Stimmen aus der Bitcoin-Gemeinschaft. Diese sagen, dass der größte Teil des Minings mit grüner Energie betrieben wird.“

Köhler behauptet, dass frühere Bitcoin-bezogene Umweltstudien von den falschen Annahmen ausgingen. Dazu zählt dass die Emissionen für alle Mining Aktivitäten von Kryptowährungen in etwa gleich sind. Dies sei aber nicht unbedingt der Fall. Basierend auf diesen Annahmen wurden die Kohlenstoffemissionen aus dem Bitcoin-Mining auf 63 Megatonnen pro Jahr geschätzt. Aber laut Köhler liegt die reale Zahl eher bei einem Drittel davon. Es seien nur 17,29 Megatonnen pro Jahr.

China ist für den Großteil der Bitcoin Mining Emissionen verantwortlich

In ihrem Bericht geht es vor allem um China. Dieses Land ist für rund 47 Prozent der CO2-Emissionen aus dem Mining verantwortlich. Schließlich ist China die Heimat von zwei der weltweit größten Bitcoin-Miningunternehmen mit Bitmain und Canaan Creative.

Köhler’s Kernpunkt ist jedoch, dass die Emissionswerte variieren werden. Je nachdem, wo sich die Miningunternehmen genau befindet. So ist beispielsweise die Region Innere Mongolei weitgehend kohlegestützt. Sie produziert damit mehr als ein Viertel der gesamten CO2-Emissionen, die durch das Kryptomining in China verursacht werden. Die Region Sichuan hingegen verursacht deutlich weniger Emissionen. Sie ist weitgehend mit Wasserkraft betrieben und stärker auf erneuerbare Energien angewiesen, sagt der Forscher.

Die Studie enthält auch eine Liste der weltweit größten Verursacher von Emissionen des Bitcoin Minings. Nur drei dieser Orte liegen in China. Die Innere Mongolei, Xinjiang und Sichuan belegen die ersten, zweiten und siebten Plätze auf der Liste. Alberta in Kanada, Russland und der Bundesstaat Washington runden die Top 5 ab.

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Studie widerspricht den älteren Bitcoin Mining Studien

Köhler und Pizzol’s Forschung widerspricht dem Trend der Doom-and-Gloom-Studien, die sich auf die Auswirkungen des Bitcoin-Minings auf den Planeten beziehen. Im vergangenen Sommer berichtete CBS News, dass der Bitcoin-Bergbau so viel Kohlenstoff emittierte wie die Stadt Las Vegas. Das Magazin Quartz berichtete anfang 2018, dass das Land Island mehr Strom für das Bitcoin Mining verbrauchte als für den Betrieb aller seiner Häuser. Eine in diesem Jahr veröffentlichte Studie ergab, dass das Bitcoin-Mining mehr Strom verbraucht als ganz Dänemark.

Einer der jüngsten Berichte wurde Mitte November durch die University of New Mexico- veröffentlicht. Dieser zielte darauf ab, einen Dollarbetrag auf den Schaden zu beziffern, der angeblich durch das Mining von Bitcoin verursacht wurde. Laut der Studie werden für jeden Dollar an Bitcoin-Wert, der abgebaut wird, etwa 0,49 USD an Schäden an der Umwelt verursacht.

Die Auswirkungen mögen alarmierend sein. Aber für diese Forscher der Aalborg University könnte es sich um eine Menge heiße Luft handeln.

Wir bei Kryptovergleich denken, dass die Bitcoin Technologie weiterentwicklet werden sollte in Richtung einem Proof-of-Stake Verfahren beispielsweise. Damit würde der Stromverbrauch massiv fallen.

Textnachweis: Decrypt Bild: Pixabay

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