Bill Gates bemängelt globale Ungleichheit und sein milliardenschweres Vermögen

Microsoft-Gründer Bill Gates ist der zweitreichste Mensch der Welt mit einem geschätzten Vermögen von 108 Milliarden Dollar. Er wies auf die „groben Ungerechtigkeiten“ hin, welche die Privilegierten von den Unterprivilegierten trennen.

In einem Blogbeitrag sagte Gates, der oft nach seinen Steuerbeiträgen gefragt wird, dass er „optimistischer denn je“ über die Fortschritte ist, die weltweit bei der Bekämpfung der Vermögensungleichheit gemacht werden.

„Ich dränge seit Jahren auf ein gerechteres Steuersystem. Es ist fast zwei Jahrzehnte her, dass mein Vater und ich anfingen, eine Erhöhung der Bundesnachlasssteuer und eine Erbschaftssteuer in unserem Heimatstaat Washington zu fordern. Dieser hat das regressivste Steuersystem des Landes.“

Gates weist darauf hin, dass die US-Regierung nicht genügend Mittel einbringt, um ihren Verpflichtungen nachzukommen. Dies liegt daran, dass sie rund 20% ihres Bruttoinlandsprodukts an Steuern einzieht, aber rund 24% wieder ausgeben muss.

„Ein paar Leute haben am Ende sehr viel. Ich wurde unverhältnismäßig hoch für meine Arbeit belohnt, während viele andere, die genauso hart arbeiten, sich durchschlagen müssen“ räumte Gates ein.

Gates will höhere Besteuerung von reichen Menschen

Die Lösungen zur Umverteilung von Vermögen reichen von einer Steuerreform bis zum universellen Grundeinkommen. Zugleich wird in den nächsten 25 Jahren ein massiver Vermögenstransfer von den Babyboomern und der „stillen“ Generation zu den Millennials und der Generation X beginnen.

Gates drängt auf Lösungen gegen die Vermögensungleichheit durch Besteuerung.

„Die meisten Menschen erhalten fast ihr gesamtes Einkommen aus Lohn und Stundenlohn, das mit maximal 37 Prozent besteuert wird. Aber die Wohlhabendsten erhalten im Allgemeinen nur einen winzigen Prozentsatz ihres Einkommens aus einem Gehalt. Der größte Teil davon stammt aus Gewinnen aus Investitionen, wie Aktien oder Immobilien. Diese werden mit 20 Prozent besteuert wenn sie länger als ein Jahr gehalten werden.“

„Wir sollten mehr von der Steuerlast auf das Kapital verlagern, auch durch eine Erhöhung der Kapitalertragssteuer, wahrscheinlich auf das gleiche Niveau wie die Steuern auf Arbeit“ fügte er hinzu

Hier kann man den vollständigen Beitrag von Gates ansehen.

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Textnachweis: Dailyhodl Bild: Pixabay

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