Die Bitcoin Private Fork kommt

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Die nächste Bitcoin Fork steht in nur ein paar Wochen ins Haus und unterscheidet sich etwas von den bisherigen. Diesmal geht es nicht einfach um ein Herumschrauben am Segwit oder das Anpassen von Blockgrößen. Vielmehr wird Bitcoin Private (BTCP) sogenannte „zk-SNARKs“ besitzen. Dieses Protokoll verbessert die Privatsphäre und ist bereits aus der Z-Reihe der Coins, etwa Zcash, Zclassic und ZenCash, bekannt. Das kommt nicht überraschend, wenn man bedenkt, dass Rhett Creighton diese Fork eingeleitet hat. Creighton wird die Fork zeitgleich am 28. Februar auf Bitcoin und Zclassic durchführen, um so BTCP zu schaffen, das dann den Inhabern beider Coins zur Verfügung steht.

 

Wie jede Fork ist Bitcoin Private nicht frei von Kontroversen. Der Bitcoin zugrunde liegende Programmcode wurde über die Jahre nicht maßgeblich verändert. Unterdessen haben aber die Polizeidienste, der IRS (Bundessteuerbehörde der USA) und andere Schnüffler ihre Fähigkeiten zur Untersuchung von Blockchainaktivitäten ausgebaut. Früher konnte Bitcoin im Deep Web mit einem vernünftigen Maß an Sicherheit verwendet werden, während diese Nutzung heute mit Risiken behaftet ist. Das Aufkommen der sogenannten „Privacy-Coins“, wie etwa Monero, ist eine direkte Reaktion auf diese schrittweise Aufweichung der Privatsphäre.

 

Am 28. Februar wird ein Snapshot der Blockchain von Zclassic und Bitcoin erstellt und Inhaber der beiden Kryptowährungen können sich für Bitcoin Private entscheiden. Bitcoin Private wird im Verhältnis 1:1 zugeteilt, wenn das BTCP-Mainnet ein paar Tage später startet. Durch die Kombination der umlaufenden BTC und ZCL werden insgesamt 20 Millionen Coins geschaffen. Als die Fork im letzten Jahr angekündigt wurde, führte dies zu einem Kursanstieg von ursprünglich etwa 4 USD (Stand: 22. Dezember) bis zum jetzigen Kurs um 97 USD. Für jeden, der sich eine maximale Zuteilung von Bitcoin Private sichern will, ist das Aufstocken mit Zclassic sinnvoll. Das gilt sogar beim Kurs von ungefähr 100 USD, denn dieser ist um ein Vielfaches niedriger als Bitcoin. Mit dem Herannahen der Hard Fork ist es wahrscheinlich, dass der Kurs von Zclassic noch weiter ansteigt.

 

Anders als die meisten Bitcoin-Forks scheint BTCP wohl überlegt zu sein. Die Fork wird von einem richtigen Entwicklerteam gestützt und der Programmcode wird derzeit ausführlich getestet. Einer der Gründe für die erst vor kurzem erfolgte Ankündigung war es, Zeit zu gewinnen, um die BTCP-Wallets gründlich zu testen. Es ist noch zu früh, um sicher sein zu können, dass die Fork störungsfrei ablaufen wird, aber es sieht doch vielversprechend aus. Viele der letzten Bitcoin-Forks hatten vergleichsweise wenig GitHub-Aktivität zur Folge und enttäuschten mit fehlerhaften Wallets. Das BTCP-Team ist dagegen eifrig darauf bedacht, diese Art von Fehlern zu vermeiden, wie sie etwa die Fork von Bitcoin Gold aufwies.

 

Die größte Frage zum Start von Bitcoin Privacy ist deshalb: warum überhaupt? Warum sich alle diese Umstände machen, um eine Technologie einzubauen, die bereits in Form von Zclassic und seiner Coinfamilie existiert? Die zweite Frage ist, was mit Zclassic nach der Fork geschehen wird. Rhett Creighton hat erklärt, dass die Entwicklung von ZCL weiter fortgeführt wird. Dennoch scheint die weitere Existenz nach dem Start von BTCP wenig Sinn zu haben. Es wird allgemein erwartet, dass Zclassic als Folge der Fork fallen wird. Schließlich stellt sich auch die Frage, welche Börsen BTCP unterstützen werden.

 

Derzeit sind Bittrex und Cryptopia die einzigen großen Börsen, an denen Zclassic gehandelt werden kann. Es wird vermutet, dass diese Plattformen BTCP ausgeben werden, allerdings ist dies noch nicht bestätigt. Die Wallet Coinomi hat zumindest bestätigt, dass sie die Fork unterstützen wird. Darüber hinaus hat das BTCP-Team die Aufnahme in Binance beantragt. ZCL-Inhaber haben zudem die Möglichkeit, ihre Coins vor der Fork in der Electrum-Wallet aufzubewahren. In jedem Fall wird es interessant, zu beobachten, wie viele Bitcoin-Besitzer ein Interesse an ihren BTCP haben. Das Ergebnis wird einen Aufschluss darüber geben, unabhängig davon, wie präzise dieser sein mag, wie wichtig den Bitcoin-Inhabern ihre Privatsphäre ist. Selbst dann, wenn BTCP irgendeinen Marktwert erreichen sollte, werden viele ihre kostenlose Zuteilung einfach dazu nutzen, diese zu versilbern.

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