KPMG: Bitcoin & Kryptowährungen sind jetzt unmöglich zu ignorieren

KPMG ist ein weltumspamnnendes Netzwerk von Auditunternehmen und hat seinen Hauptsitz in den Niederlanden. Jetzt hat KPMG einen Bericht herausgegeben, aus dem ersichtlich ist, dass man dort die Kryptowährungen sehr positiv sieht.

Der Bericht trägt den Titel „Institutionalisierung von Kryptowährungen“ und hat eine Länge von 42 Seiten. Er befasst sich ausführlich mit den Herausforderungen, denen sich die Krypto-Assets gegenübersehen. Er stellt aber auch heraus, dass die Kryptowährungen inzwischen eine ernstzunehmende Wahl sind. Der Schwerpunkt des Berichtes liegt dabei, wie der Titel bereits zeigt, auf der Institutionalisierung der Krypto-Assets. Im Rahmen dessen erläutert KPMG, wie und warum die institutionellen Anleger in diesen äußerst lukrativen Markt einsteigen werden.

 

Kryptowährungen sind ein großes Geschäft

Gleich zu Beginn stellen die Autoren des Berichtes in einer Überschrift fest, dass Kryptowährungen ein „großes Geschäft“ seien. Dabei erläutern sie den kometenhaften Aufstieg der Kryptowährungen im Jahr 2017 und zeigen, wie diese damit den herkömmlichen Asset-Markt in den Schatten stellten. Zugleich erkennen die Autoren den Abwärtstrend des Jahres 2018 an. Dieser sei jedoch weniger wichtig als die Welle neuer Mitspieler in der Branche sowie die „Explosion“ funktionierender Kryptoprodukte und -dienste, heißt es. Dieser Abschnitt schließt mit dem Satz:

„Kryptowährungen sind jetzt unmöglich zu ignorieren.“

 

Viele Kryptowährungen ohne funktionierendes Produkt

Den zweiten Abschnitt des Berichtes eröffnet KPMG mit einer sehr direkten Feststellung:

„Von den mehr als 2.000 herausgegebenen oder erzeugten Kryptowährungen, auch denen mit hochfliegenden Bewertungen, haben viele nicht einmal ein funktionierendes Produkt vorzuweisen.“

In dem Abschnitt zeigen die Autoren auf, wie Bitcoin sich zu einer Alternative zu herkömmlichen Wertspeichern entwickelt. Sie stellen weiter dar, dass Ethereum neue Möglichkeiten zur alternativen Mittelbeschaffung eröffnet hat. Darüber hinaus loben sie auch Litecoin, das gezeigt hat, dass es möglich ist, einen Wert von 99 Millionen USD für Gebühren von unter 1 USD zu übertragen.

Die größte Hürde für die Kryptowährungen sehen die KPMG-Autoren in der den Kryptoassets innewohnenden Volatilität. Dies werde sich jedoch bessern, wenn die Branche reife.

 

Coinbase-Experten und ihre Sicht auf die Dinge

Einer der interessantesten Abschnitte des Berichtes wurde von Jeff Horowitz und Eric Scro verfasst. Horowitz ist der Leiter der Compliance-Abteilung der Kryptobörse Coinbase, während Scro der Vizepräsident des Finanzbereiches bei Coinbase ist. Beide haben ein tief greifendes Verständnis der Kryptobranche und erkennen die Bedeutung der Institutionalisierung für den zukünftigen Erfolg der Kryptowährungen.

Zunächst weisen Horowitz und Scro auf die mögliche Nutzung von Kryptowährungen in weniger entwickelten Ländern hin. Als Beispiel führen sie Argentinien mit seiner Hyperinflation an und erläutern, warum ein zugänglicher, dezentralisierter Wertspeicher die Wirtschaft des Landes erheblich stabilisieren könnte.

Weiter zeigen sie auf, dass die Kryptowährungen institutionalisiert werden müssten, was ihre Liquidität, Nützlichkeit und Zugänglichkeit steigern würde. Voraussetzung für eine solche Institutionalisierung sei jedoch eine Regulierung, schreiben sie.

Quelle: KPMG-Bericht, Pixabay

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