Cardano CEO äußert sich zu alternativer Wirtschaftsordnung, Auseinandersetzung mit Vitalik Buterin von Ethereum

Kürzlich hat der Gründer und CEO von Cardano, Charles Hoskinson überraschend eine Fragerunde auf YouTube veranstaltet. Dabei handelte es sich um eine sogenannte „AMA-Fragerunde“, also eine solche, bei der die Zuschauer jede beliebige Frage stellen dürfen. Zwei der aufschlussreichsten Fragen und Antworten habe ich hier für Sie herausgesucht.

Eine der wichtigsten Fragen war:

„Glauben Sie, dass der öffentliche Blockchain Bereich auf eine Handvoll zuverlässiger, robuster Kryptowährungen zusammenschrumpfen muss, bevor eine Kryptowährung jemals die Chance hat, die Fiatwährungen zu ersetzen?“

Cardano CEO denkt nicht, dass Fiat Währungen vollständig ersetzt werden

Hoskinson antwortete, dass er nicht glaube, dass die Fiatwährungen ersetzt würden. Möglicherweise würden sie jedoch weniger bedeutend. Zur Bekräftigung verwies er auf das Aufkommen der Mobiltelefone. Diese hätten auch nicht die Telefongesellschaften überflüssig gemacht, sondern deren Geschäftsmodell geändert. Er sagte:

„(…) die Telefonzellen sind weg und viele Landleitungen verschwinden, aber es gibt immer noch ein Geschäftsmodell.“

Weiter erklärte Hoskinson, dass es erstmalig eine Konkurrenz geben werde. Dabei erhalte das private Geld dieselben Chancen wie das öffentliche Geld. Zudem spekulierte er, dass die Menschen der Zukunft vielleicht ein Universal-Wallet haben könnten. Darin würden etwa ihr Grundbesitz und ihre Flugmeilen gespeichert. Zugleich könnte man damit einen Kaffee in Kryptowährungstoken bezahlen und andere praktische Dinge erledigen.

Hoskinson ergänzte, dass dieser ganze Prozess von den Market Makern dezentralisiert werde. Seiner Meinung nach würden diese Universal-Wallets einen Portfolio-Reichtum abbilden. In der Zukunft, so erklärte Hoskinson, werde Vermögen nicht mehr als einfache Zahl gemessen. So werde es nicht heißen, dass jemand 10 Millionen USD besäße, sondern man lege ein diversifiziertes Portfolio zugrunde. Er fügt hinzu:

„(…) es gibt dann vielleicht sogar Wege, die etwas sicherer vor Inflation sind. Besonders, wenn jemand in einem Land lebt, das unter ziemlich starker Inflation leidet. Ich glaube, dass es letztendlich in diese Richtung geht (…)“

Hoskinson beschloss diese Frage zusammenfassend damit, dass es nicht Ziel der Kryptowährungen sein sollte, die Fiatwährungen zu ersetzen. Vielmehr gehe es darum, eine bestimmte Anschauung umzusetzen, die kollektiv beschlossen sei und an die man glaube.

 

Hoskinson erklärt Auseinandersetzung mit Buterin

Eine andere Frage betraf einen „Streit“ zwischen Hoskinson und Vitalik Buterin, dem Mitbegründer von Ethereum. Dabei handelte es sich um einen Meinungsaustausch auf Reddit. Hoskinson erklärte dazu, dass Cardano lediglich sein Protokoll auf Twitter besprochen habe. Buterin habe dazu Fragen gestellt und Bedenken angemeldet. Er, Hoskinson, habe dann mit den Cardano-Wissenschaftlern nach besten Kräften ein Vergleichspapier zu dem Cardano-Protokoll und Ethereums Casper erstellt. Das habe Buterin wütend gemacht und ihn dazu verleitet, den Vergleich „armselig“ und Hoskinson sowie seine Wissenschaftler „Lügner“ zu nennen. Hoskinson führte aus, dass Buterin seiner Meinung nach keinen Widerspruch gewöhnt sei. Möglicherweise liege dies daran, dass er schon nach dem ersten Semester die Universität verlassen habe. Es fehle ihm daher die Erfahrung im wissenschaftlichen Diskurs.

Quelle: YouTube, Pixabay

Bitte bewerten Sie diesen Artikel
[Gesamt: 0 Durchschnitt: 0]

Kommentar schreiben

Deine Email Adresse wird nicht veröffentlicht.

eighteen − 7 =