Was ist EOS?

EOS ist eine Kryptowährung, die auf der Blockchain beruht. Zugleich bietet EOS eine Plattform für Anwendungen auf Basis der Blockchain. Geschaffen wurde EOS von Dan Larimer, der zuvor schon Steem und BitShares entwickelt hatte. Betreiber und Entwickler von EOS ist das Privatunternehmen Block.one. Die Grundlage für EOS ist ein Whitepaper vom Juni 2017. Daraus lässt sich entnehmen, dass die EOS-Software EOS.IO als eine Art Betriebssystem für dApps dienen soll.

EOS ähnelt damit MS Windows, Linux oder Mac OS. Auch diese sind Betriebssysteme und dienen als Grundlage für Computerprogramme. EOS ist so aufgebaut, dass darauf internetbasierte Applikationen über ein Blockchain Netzwerk laufen können. Zudem kann die Community so Smart Contracts und Governance-Systeme zum Aufbau von dezentralisierten, autonomen Organisationen (DAOs) nutzen.

Das EOS-Projekt erlangte in der Kryptowährungs-Community Bekanntheit vor allem durch seinen ICO. In nur 5 Tagen sammelte EOS 150 Millionen USD ein. Der ICO selbst wurde über einen Zeitraum von fast einem Jahr durchgeführt. Das ist für einen ICO eine außergewöhnlich lange Zeit. Die meisten ICOs dauern nur zwei bis vier Wochen. Am Ende hatte der ICO etwa 4 Milliarden USD eingebracht.

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Die Technik hinter EOS

EOS soll viele der Probleme der Kryptowährungen der ersten und zweiten Generation lösen. Diese Probleme liegen vor allem im Bereich der Geschwindigkeit und Skalierbarkeit.

EOS kann von Anfang an Millionen von Transaktionen pro Sekunde ausführen. Damit ist es erheblich schneller als Bitcoin und Ethereum. So ist es besser zum Betrieb eines komplexen dApp-Ökosystems geeignet. Gleiches gilt für eine dezentralisierte, tokenisierte Wirtschaft.

EOS ist darauf ausgelegt, die Entwicklung von dApps einfacher und effizienter zu gestalten. Auf bestehenden Plattformen müssen Entwickler oft dieselben Funktionen für neue dApps immer wieder neu programmieren. Dazu gehören etwa die Erstellung und Wiederherstellung von Konten, Messaging, Zugriffsberechtigungen usw. EOS will dies vereinfachen, indem Standardfunktionen gleich in die Software integriert werden. So sparen die Entwickler Zeit und können sich auf die Besonderheiten ihrer jeweiligen App konzentrieren.

Der EOS Gründer Dan Larimer

Die EOS Blockchain

Block.one selbst bietet keine Blockchain an. Vielmehr müssen die Entwickler eigene Blockchains erstellen. Diese dienen dann als Grundlage zum Betrieb der EOS.IO-Software.

Anfangs wird es daher vermutlich mehr als eine Blockchain geben. Man geht jedoch davon aus, dass sich im Laufe der Zeit eine der angebotenen Blockchains durchsetzt. Das wird voraussichtlich die Blockchain sein, die die meiste Unterstützung der Community erhält. Jede der Chains hat den EOS-Genesis-Block aus Ausgangspunkt.

 

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Die EOS Coins

Die EOS-Coins berechtigen die Inhaber zur Teilnahme an der Wahl der Blockproduzenten. Zugleich dienen sie zur Verteilung der Bandbreite sowie der Rechen- und Speichermöglichkeiten im Netzwerk. Die Inhaber müssen sie dazu nicht ausgeben, sondern können sie „staken“, also auf einem Netzwerkcomputer vorhalten. Die Verteilung der Kapazitäten erfolgt dann anhand der von einer dApp „gestakten“ Coins. Damit können die Nutzer eine dApps laufen lassen, ohne die Kryptowährung selbst besitzen zu müssen.

EOS Kurs, Quelle https://www.kryptovergleich.org/coin/eos/. Hier kann man EOS kaufen

Der EOS Konsensalgorithmus

EOS.IO nutzt das „Delegated Proof of Stake“-Protokoll (DPoS). Dies gleicht dem Proof-of-Stake-Protokoll, das viele andere Kryptowährungen verwenden. Die Besonderheit des DPoS-Protokolls ist, dass eine „technische Demokratie“ entsteht, die aus einer Community von Blockproduzenten und Nutzern mit Anteilen besteht.

 

EOS Konten

Eine weitere Besonderheit von EOS ist die Möglichkeit, Konten mit lesbaren Namen zu erstellen. Damit hebt sich EOS von vielen anderen Blockchain Projekten ab. Diese haben oft lange alphanumerische Adressen als einzige Identifikatoren für die Teilnehmer.

Die Konten können vielfältig mit anderen Konten interagieren. Dazu gehören auch Nachrichten- oder Informationspakete. So können die Entwickler dApp-Funktionen oder Zahlungen innerhalb von Smart Contracts steuern.

 

Blockchain Interoperabilität

EOS bietet aber noch eine weitere wichtige Funktion, die Blockchain Interoperabilität. Über diese können zwei Blockchains miteinander kommunizieren, ohne alle Daten auf jeder Chain zu validieren. Das geschieht, indem eine Blockchain zum „Light Client“ der anderen gemacht wird. Zur Authentifizierung der Transaktionen dienen dann nur die Blockheader der anderen Chain.

Die EOS Tokenverteilung

Die Vorteile von EOS

Geringeres Risiko von Hard Forks

Der Hack der DAO-Organisation führte seinerzeit zu einer Hard Fork von Ethereum. Seitdem gibt es Ethereum und Ethereum Classic. Eine solche Entwicklung ist bei EOS eher unwahrscheinlich. Sollte eine dApp fehlerhaft erscheinen, können die Blockproduzenten sie einfach „einfrieren“, bis der Fehler behoben ist.

Einfache Benutzbarkeit für Entwickler

EOS beinhaltet ein Internet-Toolkit, das die App-Entwicklung vereinfacht.

Governance

EOS hat eine Governance-Struktur. Diese basiert auf einer Verfassung von gegenseitig akzeptierten Systemregeln. Bei Bedarf kann die Community die Regeln über ein Abstimmungsverfahren auch anpassen. Anders als viele andere Kryptowährungen kann man so elegant und schnell einen Konsens erreichen.

Eigenständigkeit

Die EOS Blockchains generieren eine Inflation von 5 % pro Jahr. Diese dient zur Entlohnung der Blockproduzenten, die die Transaktionen bestätigen. Weiter finanziert man damit auch drei von der Community ausgewählte dApp-Vorschläge pro Jahr.

Kostenfreiheit von Transaktionen

Bei Ethereum und den meisten anderen Blockchains müssen die Nutzer für Transaktionen Gebühren zahlen. EOS hingegen verwendet das Blockproduzenten-Modell zur Entscheidung, wie Gebühren zu zahlen sind.

Geschwindigkeit

Dank der parallelen Verarbeitung kann EOS Millionen von Transaktionen pro Sekunde ausführen.

Eignung für Initial Coin Offerings (ICOs)

Ebenso wie Ethereum und andere Plattformen, kann die EOS Blockchain für die Durchführung von ICOs dienen.

 

Die Nachteile von EOS

Viele Mitbewerber

Neben Ethereum hat EOS noch viele andere Mitbewerber. Dazu gehören NEO, Rootstock RSK und RChain. Es ist bisher unklar, ob der Markt genügend Platz für mehrere ähnliche Angebote bietet oder nicht.

Höhere Zentralisierung

Einige Beobachter halten EOS für zentralisierter als andere Plattformen, wie etwa Ethereum. Den Grund dafür sehen sie im DPoS-Konsensprotokoll. EOS hängt von nur 21 Blockproduzenten ab, die alle Transaktionen bestätigen. Die Besorgnis erscheint daher gerechtfertigt. Am Ende werden vermutlich einige große Rechenzentren das Netzwerk betreiben. Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass normale Nutzer das System nicht überprüfen können, wenn sie nicht selbst ein Full Node betreiben.

Schließlich hängt EOS auch von Wahlen ab. Solche Wahlen haben gewöhnlich eine geringe Beteiligung. Da damit im Ergebnis nur einige Personen die Richtung bestimmen, kann das zu einer weiteren Zentralisierung führen. Block.one argumentiert dagegen, dass die EOS Blockchains immer noch weniger zentralisiert seien als andere. So hätten Bitcoin und Ethereum im Moment nur einige große Mining-Pools, die die gesamte Blockchain bestätigten.

 

Wie kann ich EOS kaufen?

EOS ist auf verschiedenen Kryptobörsen im Internet erhältlich, wie etwa Binance. Wenn Sie EOS direkt gegen Fiatwährungen tauschen wollen, können Sie dies auf einer Kryptobörse tun. Andernfalls müssen Sie zunächst eine andere Kryptowährung kaufen, zum Beispiel Bitcoin, Ethereum oder Litecoin. Dafür zahlen Sie Ihre gewünschte Fiatwährung ein und tauschen sie dann gegen eine der genannten Kryptowährungen. Dies können Sie zum Beispiel bei Coinbase tun. Danach transferieren Sie die gekaufte Kryptowährung auf eine Börse, die EOS anbietet. Dafür eignen sich die vertrauenswürdigen Kryptobörsen Binance, Kucoin und Cobinhood.

Die besten Wallets für EOS

EOS hat sich erst vor Kurzem aus der Ethereum Blockchain herausgelöst. Die Wallet-Anbieter benötigen daher noch etwas Zeit, um ihre Wallets für die neuen EOS-Coins einzurichten. Bis dahin können Sie Ihre EOS-Coins in den Wallets der jeweiligen Börse aufbewahren, etwa bei Binance. Es ist aber zu bedenken, dass dies eine tendenziell nicht besonders sichere Aufbewahrungslösung ist. Sie sollten daher darauf achten, welche Wallet-Anbieter (am besten von Hardware-Wallets) EOS zukünftig unterstützen. Transferieren Sie dann Ihre EOS-Coins in eines dieser Wallets, um die bestmögliche Sicherheit zu gewährleisten.

 

Unser Fazit

EOS hat das Potenzial, die Blockchain Technologie den Mainstream-Unternehmen nahezubringen. Dafür sprechen vor allem die hohe Transaktionsgeschwindigkeit, die benutzerfreundlichen Entwicklungstools und das bewährte Team. Dennoch ist der Weg dorthin natürlich noch lang. EOS muss alles daransetzen, seine Vorteile herauszustellen. Dazu muss EOS beweisen, dass es genügend dezentralisiert ist. Wenn das gelingt, könnte sich EOS zu einem der großen Mitspieler bei der Weiterentwicklung der dezentralisierten Wirtschaft entwickeln.

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Quellen: GitHub, Steemit, EOS.IO